mini|Südmährenkreuz in Kleinschweinbarth mini|Gedenktafel am Fuß des Südmährenkreuzes Das Südmährenkreuz oder auch Südmährerkreuz ist eine Erinnerungsstätte am Gipfel des Schweinbarther Berges in einer Seehöhe von im niederösterreichischen Weinviertel. Das Kreuz befindet sich in Kleinschweinbarth in der Gemeinde Drasenhofen. Die Gedenkstätte erinnert an die vertriebenen deutschsprachigen Südmährer nach dem Zweiten Weltkrieg.
Geschichte Aufgestellt wurde das sieben Meter hohe und aus Beton gefertigteDer Südmährer, August 1963, Seite 413 Südmährerkreuz als Heimatkreuz der Südmährer und NeubistritzerDer Südmährer, Mai 1963, Seite 235 im Dezember 1962.Der Südmährer, Februar 1963, Seite 107 Nach der Fertigstellung von Stiegen und Sicherungsarbeiten gegen Abstürze erfolgte am 7. Juli 1963Der Südmährer, August 1963, Seite 410 die Einweihung. Gleichzeitig fand auch das erste Treffen heimatvertriebener Südmährer in Kleinschweinbarth statt.http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_19980609_OTS0136/35-jahre-kreuzbergtreffen
Das Entzünden von Höhenfeuern in den umliegenden Gemeinden und die Durchführung einer Kundgebung wurde am 3. Juli durch das Bundesministerium für Inneres verboten. Begründet wurde dieses Verbot damit, dass diese Programmpunkte von der Tschechoslowakei als Provokation empfunden und die zwischenstaatlichen Beziehungen dadurch gefährdet werden könnten.Der Südmährer, August 1963, Seite 411 Als Reaktion auf dieses Verbot wurde der österreichische Verfassungsgerichtshof angerufenDer Südmährer, Februar 1964, der zu Gunsten der Veranstalter entschied.Der Südmährer, Mai 1975, Seite 453
1964 wurde vor dem Südmährerkreuz ein schmuckloser Altartisch aus Travertin aufgestellt. Der Steinblock sollte ursprünglich für den Bau einer Festhalle in Nürnberg verwendet werden, wurde aber nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Baumaterial verkauft.Der Südmährer, August 1964, Seite 504
Anlässlich des 8. Treffens am 7. Juni 1970 wurde in Anwesenheit des niederösterreichischen Landeshauptmanns Siegfried Ludwig das Südmährerkreuz an Stelle des 1945 gesprengten Heldendenkmals bei Klentnitz zum Mahnmal aller gefallenen und verstorbenen Südmährer erhoben.Der Südmährer, Mai 1975, Seite 454 Diese Funktion hatte es bis zur am 1. Juni 1975 erfolgten Weihe des Kriegerdenkmals der Südmährer inne.Der Südmährer, Juli 1975, Seite 541 Die Dornenkrone aus Kupfer, die das Kreuz zur Verzierung erhielt, wurde 1974 geweiht.Der Südmährer, Mai 1975, Seite 454
Treibende Kraft bei der Errichtung des Südmährerkreuzes war Erwin ZajicekErwin Zajicek im Südmähren-Wiki abgerufen am 23. Juni 2010
Lage mini|Aussicht auf Mikulov Es liegt nahe der österreichischen Staatsgrenze und erlaubt auch eine schöne Aussicht auf das benachbarte Nikolsburg (Mikulov). Auf dem kleinen Platz unterhalb des Kreuzes werden beim 1975 geweihten Kriegerdenkmal der Südmährer jährlich das Kreuzbergtreffen mit einer Gedenkmesse abgehalten.
Ähnlich dem Heiligen Berg bei Nikolsburg weist auch die Umgebung des Denkmals eine eigene Vegetation auf. Man findet hier die gefährdete Nelkenart Mährische Nelke (Dianthus moravicus)., abgerufen am 23. Juni 2010.
Literatur Verschiedene Beiträge in Der Südmährer – Mitteilungsblatt für die Kreise: Znaim, Nikolsburg, Zlabings und Neubistritz, herausgegeben vom Südmährischen Landschaftsrat in der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Geislingen an der Steige ab dem Jahr 1963
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Schweinbarther Berg Kategorie:Kreuz in Österreich Kategorie:Denkmal in Niederösterreich Kategorie:Mähren Kategorie:Erbaut in den 1970er Jahren