Carlos Alberto Pavón Plummer (* 9. Oktober 1973 in El Progreso, Honduras) ist ein ehemaliger honduranischer Fußballspieler auf der Position eines Stürmers. Er zählt zu den besten Fußballspielern seines Heimatlandes und ist zudem mit aktuell (17. Juni 2010) 57 Treffern Rekordtorschütze der honduranischen Nationalmannschaft.

Zuletzt spielte er bei seinem Stammverein Real España in der Liga Nacional de Fútbol de Honduras, der höchsten Spielklasse von Honduras.

Karriere als Fußballspieler Anfänge bei Real España Carlos Pavón wurde im honduranischen Departamento Yoro als Sohn von Blanca Nieves Pavón Macedo und des ehemaligen costa-ricanischen Fußballspielers Allard Plummer, der unter anderem im Geburtsjahr seines Sohnes Torschützenkönig der höchsten honduranischen Liga wurde, geboren.latribuna.hn: (spanisch) Da Plummer kurz nach der Geburt seines Sohnes in die Vereinigten Staaten auswanderte, musste ihn seine Mutter alleine großziehen.historiasdecromos.blogspot.com: (spanisch) Im Alter von 15 Jahren kam Pavón in die honduranische Hauptstadt Tegucigalpa zu CD Olimpia, wo er unter dem damaligen Trainer Chelato Uclès ein knapp zweiwöchiges Probetraining absolvierte, aber schlussendlich nicht in die Mannschaft aufgenommen wurde. Zuvor spielte er bereits in einer Fußballmannschaft in der Gemeinde La Lima im Departamento Cortés.

„Niedergeschlagen und ohne Geld, aber noch voller Hoffnungen und Träume“ saß Pavón eines Tages an einer Straße und sah vorbeifahrenden Autos zu, als er von jemandem, der einen Verein für ihn wusste, angesprochen wurde.soccernet.espn.go.com: (englisch) So kam es, dass er bald darauf im Nachwuchs von Real España in der zweitgrößten Stadt des Landes, in San Pedro Sula, seine eigentliche Karriere als Fußballspieler begann. Nachdem er dort verschiedene Jugendspielklassen durchlief, kam er zu seinen ersten Auftritten in der Reservemannschaft des Vereins und kam von dieser im Jahre 1992 in die erste Mannschaft mit Spielbetrieb in Honduras höchster Spielklasse. Nach zahlreichen Einsätzen und einer Vielzahl an Toren wechselte der engagierte Stürmer 1994 nach Mexiko, wo er einen Einjahresvertrag bei Deportivo Toluca unterzeichnete.

Erster Wechsel nach Mexiko Nachdem er 1991/92 mit seinem Team noch Vizemeister der höchsten honduranischen Fußballliga wurde, gewann er mit der Mannschaft in der Spielzeit 1993/94 doch noch den Meistertitel, war aber nach dem Wechsel nach Mexiko mit seiner dortigen Mannschaft nicht mehr so erfolgreich. Nach 15 Meisterschaftseinsätzen und sieben Toren sowie Auftritten in der Copa México der Saison 1994/95 folgte für den spritzigen und schnellen Honduraner ein weiterer Wechsel innerhalb Mexikos. Diesmal zog es ihn für die Spielzeit 1995/96 in die Primera División 'A', die damalige zweithöchste mexikanische Fußballspielklasse, die unter diesem System bis zur Saison 2009/10 bestand und dann von der Liga de Ascenso abgelöst wurde. Beim Club San Luis kam Pavón in Mexikos Zweitklassigkeit fünf Mal zum Torerfolg und transferierte noch in der laufenden Saison zu einem anderen Klub.

Wechsel nach Europa und Rückkehr nach Mexiko mini|links|hochkant|Carlos Pavón mit der Rücknummer 9 Diesmal ging es nach Europa, wo er in der spanischen Primera División von Real Valladolid unter Vertrag genommen wurde und zusammen mit seinem Landsmann und Nationalmannschaftskollegen Amado Guevara zum Einsatz kam.Real Valladolid in der Saison 1995/96 auf bdfutbol.com (englisch), abgerufen am 17. Juni 2010 In der Offensivreihe von Valladolid kam er neben Topscorern wie dem Kroaten Alen Peternac und dem spanischen offensiven Mittelfeldakteur José María Quevedo, welcher in dieser Zeit auch des Öfteren als Stürmer eingesetzt wurde, nur in neun Ligaspielen zum Einsatz und verließ daraufhin den Verein wieder in Richtung Mexiko.

Bei UAT Correcaminos aus Ciudad Victoria, der Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Tamaulipas, absolvierte er in seiner ersten Spielzeit nur wenige Spiele, in denen er zwei Torerfolge verbuchte. Die Folgespielzeit der in der zweithöchsten mexikanischen Fußballliga spielenden Profifußballabteilung der Universidad Autónoma de Tamaulipas zeigte der Honduraner von seiner Torgefährlichkeit und erzielte dabei gleich zwölf Treffer und war neben den weiteren Offensivakteuren des Teams in dieser Spielzeit, wie z. B. dem ehemaligen Erstligaspieler Ricardo Chávez, dem altgedienten Argentinier Luis Scatolaro oder dem ehemaligen Internationalen Francisco Javier Cruz, einer der besten Torschützen des Teams. Nach zwölf Toren in der Liga wurde Pavón mit der Mannschaft Vizemeister der Primera División 'A' und war dabei einer der Hauptträger dieses Erfolgs. Nach einem Tor im Viertelfinale im Kampf um den Meistertitel erzielte der Honduraner beim 6:2-Heimerfolg über die UANL Tigres im Semifinalrückspiel zwei Treffer.

Durch die gute Spielweise und die Torgefährlichkeit in Mexikos zweiter Spielklasse wurden einige Vereine aus der höchsten Liga des Landes auf das aufstrebende Offensivtalent aus Mittelamerika aufmerksam. Mit 23 Jahren folgte für Pavón schließlich eine Rückkehr in die mexikanische Primera División, wo er bei Necaxa einen Einjahresvertrag unterzeichnete und in der Invierno 1997 gleich sieben Tore bei 16 absolvierten Ligaspielen erzielte. Im Folgeabschnitt der Verano 1998 ließ die Torgefährlichkeit des 1,78 m großen Stürmers spürbar nach, wobei er in den neun absolvierten Meisterschaftspartien torlos blieb, jedoch mit der Mannschaft am Ende der Spielzeit Verano-Vizemeister wurde. Im Finalhinspiel gegen Deportivo Toluca gewann Pavóns Team zwar knapp mit 2:1, musste aber im Rückspiel eine 2:5-Auswärtsniederlage einstecken. Nach einer mehr oder weniger erfolgreichen Zeit in Aguascalientes transferierte der Stürmer ligaintern zum Celaya Fútbol Club, wo er im Laufe seiner dortigen Zeit zu einem starken Torjäger avancierte.

Noch in seiner ersten Spielzeit kam er in 16 Meisterschaftsauftritten 13 Mal zum Torerfolg und war damit einer der erfolgreichsten Torschützen der Liga. Ebendiese Leistung wiederholte er in der Folgesaison Verano 1999, in der er in 15 Ligaspielen 13 Tore schoss und damit mit großem Abstand der mannschaftsinterne Torschützenkönig war. Innerhalb der Liga erzielten in dieser Zeit auch nur drei Spieler mehr Tore als Pavón. In der darauffolgenden Spielzeit nahm die Torquote des damals 25- bzw. 26-Jährigen etwas ab, wobei er bei 14 Auftritten in Mexikos höchster Fußballliga „nur“ fünf Mal traf. Obgleich dem Ausbleiben der vielen Tore, wie in den vorhergegangenen Saisons, half Pavón der Mannschaft des Öfteren den Klassenerhalt zu schaffen und war somit eine wichtige Stütze im Team aus der zentralmexikanischen Großstadt Celaya. Nach zwölf Spielen und drei Toren in der Verano 2000 folgte nach über zwei Jahren Vereinsangehörigkeit und 34 Toren in insgesamt 57 Ligaspielen der Abgang des honduranischen Toptorjägers. In seinem Heimatlandes wurde er für seine guten Leistungen zum Fußballer des Jahres 2000 gewählt.

Diesmal lockte ihn erneut ein Verein aus Mexikos höchster Profifußballliga. Bei Monarcas Morelia nahm der Honduraner einen Einjahresvertrag an und war neben seinem Sturm-Partner, dem brasilianisch-mexikanischen Angreifer Alex Fernándes, einer der besten Stürmer in der Mannschaft, das gerade zu dieser Zeit unter der Leitung des bekannten mexikanischen Trainers Luis Fernando Tena spielte. Vor allem der guten Offensivleistung der beiden Stürmer, aber auch dem Rest der Mannschaft war es zu verdanken, dass sich das Team am Ende der Spielzeit nach einem 3:1-Heimsieg im Finalhinspiel gegen Deportivo Toluca und einem Sieg im Elfmeterschießen im Rückspiel (Toluca führte nach regulärer Spieldauer mit 2:0) den Meistertitel der Invierno 2000 sicherte. Pavón, der aufgrund einer schweren Verletzung ausschied, konnte dabei allerdings nicht an den Playoffs zum Saisonende hin teilnehmen. Weitere 13 Ligaeinsätze und drei Tore folgten in der Verano 2001, ehe Pavón ein lukratives Angebot aus Italien erhielt.

Lukrativer Vertrag bei Udinese Calcio Der italienische Serie-A-Verein Udinese Calcio hatte seine Scouts auf den mittlerweile 27-Jährigen angesetzt, die ihn schlussendlich auch nach Italien vermittelten, wo er beim Verein aus Udine einen lukrativen Vertrag unterzeichnete. Mit den Italienern spielte er lange um den Klassenerhalt und gewann bei sieben absolvierten Ligapartien und einem Treffer am Ende den Kampf und schaffte mit der Mannschaft mit einem Punkt Abstand auf Rang 14 gerade noch den Klassenerhalt in Italiens höchster Fußballliga. Nach einem nur kurzen Gastspiel im Nordosten Italiens transferierte der Honduraner noch in der gleichen Saison zum italienischen Zweitligisten SSC Neapel. Doch auch hier konnte der Lateinamerikaner mit der völlig anderen Spielweise der Europäer und speziell der Italiener nur wenig anfangen und blieb in seinen zwölf Auftritten weitgehend farblos wie auch torlos. Ein einziges Spiel absolvierte Pavón in der Saison 2002/03, danach kehrte er dem italienischen Fußball den Rücken und wechselte nur kurz darauf von einer schweren Verletzung geplagt zurück in sein Heimatland zu seinen fußballerischen Wurzeln, zu Real España.

Als Globetrotter durch den internationalen Fußball Bei seinem Heimatverein fand er wieder zu seiner alten Torgefährlichkeit zurück und erzielte insgesamt sieben Ligatreffer, bevor er vor der Clausura 2004 ein weiteres Mal den Weg nach Mexiko antrat, wo er zum wiederholten Male von Monarcas Morelia aufgenommen wurde. Bei den Mexikanern stand er in 16 Meisterschaftspartien auf dem Platz und kam dabei auf eine Torbilanz von sechs Treffern. Nach dem nur kurzen Gastspiel folgte für Pavón ein Wechsel nach Kolumbien, wo er vom Erstligisten Deportivo Cali unter Vertrag genommen wurde und für das Team bis zur Beendigung der Saison zwei Ligatore erzielte. Da er sich im gutbesetzten Team an der Seite von Tressor Moreno, Roberto Palacios, Álvaro Domínguez oder Erwin Carrillo nicht durchsetzen konnte, verließ er mit Saisonende wieder den Verein. Auch in der Mannschaft war zu dieser Zeit der aufstrebende spätere Toptorjäger Fredy Montero, der einige Jahre darauf in die USA wechselte und in der Major League Soccer agierte.

Zur mexikanischen Clausura 2005 wechselte Pavón auf Empfehlung des argentinischen Fußballtrainers Rubén Omar Romano, unter dem er auch schon bei Morelio spielte, zum mexikanischen Klub CD Cruz Azul mit Sitz im Süden der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt. Nachdem der Vertrag des Honduraner nach einer einzigen Saison, in der er in 13 Meisterschaftspartien drei Treffer erzielte, nicht verlängert wurde und neben ihm in der Offensivabteilung neben César Delgado, Francisco Fonseca oder Miguel Zepeda auch einige andere gute und talentierte Angriffsspieler bzw. Torjäger waren, verließ er den Klub in Richtung Guatemala. Beim CSD Comunicaciones mit Spielbetrieb in der Liga Nacional de Guatemala, der höchsten Spielklasse des Landes, war er einer der Hauptverantwortlichen für die gute Platzierung in der Endtabelle der Apertura 2005. In 15 Ligaspielen kam der wendige Pavón gleich zehn Mal zum Torerfolg und wurde mit der Mannschaft guatemaltekischer Vizemeister, nachdem man im Finalhinspiel gegen den starken Rekordmeister CSD Municipal noch 0:0 spielte, jedoch im Rückspiel mit 0:2 besiegt wurde.