mini|Drei Schildbögen eines abgebrochenen Kirchengewölbes (Kartäuserkloster Seiz) Ein Schildbogen ist im Bauwesen der Bogen am Anschluss eines Gewölbes an die Mauer (Schildwand, Stirnwand).Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 10. Februar 2024), S. 417.
Bezeichnung Als Schildbogen wird im Allgemeinen die geometrische Grenzlinie des Anschlusses von Gewölbe und Schildwand bzw. Stirnwand bezeichnet,Otto Lueger (Hrsg.): Lexikon der gesamten Technik. Bd. 7. Stuttgart 1909, S. 695: Schildbogen. (Abschrift auf zeno.org, abgerufen am 11. Februar 2024) jedoch in der Architektur im Besonderen auch die Gewölberippe (hier: SchildrippeHans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 11. Februar 2024), S. 417: Schildrippe.Oscar Mothes (Hrsg.): Illustrirtes Bau-Lexikon, Band 4: Q bis Z. Leipzig 1884, S. 128: Schildrippe (Digitalisat auf digi.ub.uni-heidelberg.de, abgerufen am 11. Februar 2024), Schildbogenrippe, Wandrippe) bzw. der Gurtbogen (hier: Schildgurt, Wandgurt) unter dem Wandanschluss des Gewölbes. Hans Sedlmayr hat den Schildbogen als „eine Art seitlicher Gurtbogen“ bezeichnet und als eine wesentliche Voraussetzung zur Entstehung des für die Kathedralarchitektur wichtigen Kreuzrippenbaldachins.Hans Sedlmayr: Die Entstehung der Kathedrale. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1976, ISBN 3-201-00977-6, S. 215.
Funktion und Verwendung Einfache Gewölbe stoßen schmucklos ohne Gurte oder Zierprofile an die Schildwände. Anders ein Gewölbe mit Schildbögen, die das Kreuzrippengewölbe vervollkommnen und baldachinartig abgrenzen. Schildbögen dienen indirekt auch zur Wandgliederung, wobei ihre baustatisch tragende Funktion für die Gewölbekappen gestaltungswirksam ausgebildet wird: Diese Rippen bzw. Gurte liegen in der Regel im hinteren Bereich auf oder in der Mauer.Oscar Mothes (Hrsg.): Illustrirtes Bau-Lexikon, Band 4: Q bis Z. Leipzig 1884, S. 127: Schildbogen (Digitalisat auf digi.ub.uni-heidelberg.de, abgerufen am 10. Februar 2024), S. 128: Schildrippe (Digitalisat auf digi.ub.uni-heidelberg.de, abgerufen am 10. Februar 2024)
Literatur Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 10. Februar 2024), S. 417: Schildbogen. Otto Lueger (Hrsg.): Lexikon der gesamten Technik. Bd. 7. Stuttgart 1909, S. 695. (Abschrift auf zeno.org, abgerufen am 10. Februar 2024) Oscar Mothes (Hrsg.): Illustrirtes Bau-Lexikon, Band 4: Q bis Z. Leipzig 1884, S. 127: Schildbogen. (Digitalisat auf digi.ub.uni-heidelberg.de, abgerufen am 10. Februar 2024)
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Einzelnachweise
Kategorie:Bogen (Architektur) Kategorie:Bauteil (Gewölbe)