Deanonymisierung (auch De-Anonymisierung und Re-IdentifikationR. Wiegert: Matching-Verfahren und die Re-Identifikation faktisch anonymisierter Einzeldaten. In: Anonymisierung wirtschaftsstatistischer Einzeldaten, S. 60–68. In: Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Schriftenreihe Forum der Bundesstatistik, Vol. 42, 2003.) ist die gezielte Aufhebung vorher durchgeführter Anonymisierung von Daten. Meist geht es dabei um die Zuordnung anonymisierter Personen- oder Unternehmensdaten. Dabei wird durch die Kombination von verfügbaren Daten ermittelt, dass diese nur noch oder mit einer großen Wahrscheinlichkeit auf eine Einheit zutreffen. Deanonymisierende Personen oder Organisationen nennt man auch Datenangreifer.
Gesellschaftliche Bedeutung Im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen wurden die Volkszählungen in den Jahren 1983 und 1987 auch wegen des Risikos der Deanonymisierung kritisiert (vgl. Volkszählungsurteil).Bundeszentrale für politische Bildung: Vor 30 Jahren: Protest gegen Volkszählung Ein neueres Problem stellt die Deanonymisierung in Sozialen Netzwerken im Internet dar.Ulrich Greveler, Dennis Löhr: Deanonymisierung von Profilen sozialer Netzwerke unter Nutzung von Metadaten aus Bildern. DACH Security, 2010, S. 8. Dabei ist die Rede vom Gläsernen Menschen.
Ebenfalls bei der Forschung mit genetischen Daten sind Deanonymisierungen möglich.
Neue Forschungsarbeiten konnten zudem zeigen, dass eine Deanonymisierung auch bei Gerichtsurteilen möglich ist.
Siehe auch Datenschutz Identifizierbarkeit k-Anonymität
Literatur Martin Rosemann, Daniel Vorgrimler, Rainer Lenz: Erste Ergebnisse faktischer Anonymisierung wirtschaftsstatistischer Einzeldaten. In: Allgemeines Statistisches Archiv, Heft 88, Number 1 / Februar 2004, S. 73–99, doi:10.1007/s101820400160. Physica Verlag, An Imprint of Springer-Verlag. , .
Weblinks Sicherheitslücke. IT-Forscher enttarnen Internetsurfer. Spiegel Online netzwelt
Einzelnachweise
Kategorie:Anonymität