Ransbach ist der nach Einwohnern kleinste Ortsteil der Gemeinde Willingshausen im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis. Er besteht aus sechs Höfen.
Geographie Der Ort liegt im Süden der Schwalm nordöstlich des Hauptortes. Im Ort treffen sich die Kreisstraße 107 und die Landesstraße 3263.
Geschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Ransbach erfolgte unter dem Namen Ramesbahc im Jahr 1164. Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung): Ramsbach (1215), Rammesbach (1254) und Ranspach (1426).
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das kleine Dorf am 14. November 1640, am Tage vor dem Gefecht am Riebelsdorfer Berg, ebenso wie Niedergrenzebach, Steina, Leimbach, Loshausen, Zella und Salmshausen, von kaiserlichen Truppen des Generals Hans Rudolf von Breda vollständig niedergebrannt.Wikisource: Treysa
Zum 1. Januar 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ransbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz mit weiteren Gemeinden und der am 31. Dezember 1971 gebildeten Gemeinde Antrefftal zu einer neuen Großgemeinde mit dem Namen Willingshausen zusammengeschlossen. Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Das Feste Haus von Ransbach, 1979 abgebaut, steht seit 1985 als kulturhistorisches Denkmal im Hessenpark, markantes Beispiel einer Klein- und Niederungsburg.Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 161.
Am 18. August 2009 wurde in Ransbach eine der größten Biogasanlagen Hessens mit einer Leistung von 1,7 MW in Betrieb genommen.
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Ransbach 24 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren keine Einwohner unter 18 Jahren, 12 zwischen 18 und 49, 9 zwischen 50 und 64 und 3 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 9 Haushalten. Davon waren 3 Singlehaushalte, keine Paare ohne Kinder und 3 Paare mit Kindern, sowie keine Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 18 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 75 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Einwohnerentwicklung Quelle: Historisches Ortslexikon • 1585: 3 Hausgesesse • 1681: ein Hausgesesse • 1787: 6 Hausgesesse, 68 Einwohner
Historische Religionszugehörigkeit Quelle: Historisches Ortslexikon • 1861: 74 evangelisch-reformierte Einwohner • 1885: 59 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 51 evangelische (= 80,95 %), 12 katholische (= 19,05 %) Einwohner
Historische Erwerbstätigkeit • 1787: ein Schmied • 1838 Familien: 6 Ackerbau, eine Gewerbe. • 1961 Erwerbspersonen: 29 Land- und Forstwirtschaft, drei produzierendes Gewerbe, eine Dienstleistungen und Sonstiges
Politik Für Ransbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Ransbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 gehörten alle Kandidaten der „Bürgerliste Ransbach“ an. Der Ortsbeirat wählte Rüdiger Nagel zum Ortsvorsteher.
Persönlichkeiten Heinrich Hoos (1809–1875), Bürgermeister und Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung
Einzelnachweise
Literatur
Weblinks
Kategorie:Ortsbezirk von Willingshausen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Schwalm-Eder-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1108 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974 Kategorie:Ort im Schwalm-Eder-Kreis