Die Städtischen Werke Überlandwerke Coburg Bus & Aquaria GmbH betreiben in Coburg das Hallenfreibad Aquaria sowie den Stadtbusverkehr in Coburg. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Städtische Werke Überlandwerke Coburg (SÜC) GmbH.
mini|Erdgasbus der SÜC Bus & Aquaria GmbH an der Zentralen Umsteigehaltestelle Theaterplatz mini|Citaro der SÜC
Busbetrieb Der Betriebsbereich Bus wurde im Jahr 2001 gegründet. Das Unternehmen koordiniert und betreibt den Stadtbusverkehr in Coburg sowie den Nachbargemeinden Ahorn, Dörfles-Esbach, Niederfüllbach und Lautertal. Vereinzelt werden auch das Schloss Rosenau und der Bahnhof in Rödental angefahren. In diesem Einzugsbereich wohnen etwa 55.000 Personen. Durchschnittlich nutzen täglich 15.000 Fahrgäste die Busse der SÜC Bus & Aquaria GmbH. Die Betriebszeit der Stadtbusse liegt Montag bis Freitag zwischen 05:00 bis ca. 21:00 Uhr, Samstags zwischen 06:00 und circa 20:00 Uhr sowie Sonntags zwischen 11:15 und circa 20:00 Uhr. Nach Betriebsschluss verkehren in Regie der SÜC Bus & Aquaria GmbH Anruf-Sammel-Taxen (ASTs) bis 23:30 Uhr, am Wochenende sogar bis 03:45 Uhr.
Zu besonderen Veranstaltungen in der Coburger Innenstadt wird die Betriebszeit der Stadtbusse teilweise bis 24 bzw. 03:30 Uhr verlängert. Beispiele hierfür sind die Late-Night-Shopping-Nächte bzw. das Samba-Festival.
Verkehrsverbund Zum 1. Januar 2024 traten der Landkreis Coburg und die Stadt Coburg dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) bei.
Infrastruktur Die Verwaltung, die Betriebsleitzentrale sowie die Werkstatt befinden sich in einem Gebäudekomplex zwischen der Bamberger- und Uferstraße im Süden Coburgs. Dort werden alle Busse des Verkehrsbetriebs sowie einige Busse des DB Frankenbus (Omnibusverkehr Franken, OVF) gewartet und abgestellt.
Fuhrpark
Im Stadtverkehr werden aktuell 39 Niederflurbusse eingesetzt. Von 2001 bis 2006 wurden insgesamt 15 Stadtbusse mit Erdgasantrieb beschafft.
Anzahl Hersteller Modell Antriebsart Türanzahl Sitzplätze Stehplätze Gesamtplätze pro Bus7 MAN NL313 CNG Erdgas 3 32 52 84 Personen2 Evobus O530 CNG Erdgas 2 28 58 86 Personen3 MAN NL 280LC Diesel 2 31 50 81 Personen4 MAN NL 283LC Diesel 2 32 57 89 Personen3 Evobus O530 II Diesel 2 29 62 91 Personen3 Evobus O 530 C2 Diesel 2 29 66 95 Personen3 MAN NL 223LC Diesel 2 2 MAN NL 283LC Diesel 2 3 Evobus O 530 C2 Diesel 2 3 Evobus O 530 C2 Diesel 2 2 Solaris Urbino 12 IV Diesel 2 4 Solaris Urbino 12 IV Diesel 2 3 Solaris Urbino 12 IV Facelift Diesel 2
Im Jahr 2007 wurde der erste Bus der O405-Reihe ausgemustert, die nächsten zwei Busse folgten erst im Spätsommer 2010 aufgrund eines Unfalls bzw. technischen Defekts. Im Dezember 2010 kamen vier neue MAN Lion’s City auf den Betriebshof, die zwei Busse des Typs O405 aus dem Jahre 1988 ersetzten. Im Jahr 2015 wurden die letzten 3 drei Busse des Typs O 405 N ausgemustert.
Ende 2009 wurden 30 Busse mit Doppelbildschirmen zur Fahrgastinformation ausgerüstet, wobei auf dem linken die nächsten fünf Haltestellen und auf dem rechten ein Mix aus aktuellen Nachrichten und Werbung angezeigt. Die Ende 2010 neu angeschafften MAN Lion’s City und in den Folgejahren beschafften Citaros erhielten ebenfalls je einen Doppelbildschirm. Bis November 2011 erfolgten akustische Haltestellenankündigungen nur sporadisch durch das Fahrpersonal, seit November 2011 erfolgt diese durch eine automatische Frauenstimme.
Historie Ab dem Jahr 1930 gab es Bemühungen, Stadtbuslinien zu etablieren. Dies gelang erst ab 1939. Der Linienbetrieb war während der Kriegsjahre jedoch nur eingeschränkt möglich. Nach dem Zweiten Weltkrieg fahren die Stadtbusse regelmäßig. Am 15. November 1948 startete der Linienbetrieb mit drei Bussen (zwei Büssing, ein Mercedes). Ab dem 15. Dezember 1948 übernehmen die Städtischen Werke den Betrieb der Stadtomnibusse. Das Liniennetz ist 7,5 Kilometer lang. Fünf Jahre später sind zehn Omnibusse auf dem 40,6 Kilometer langen Liniennetz unterwegs.
Von 1951 an fahren die Stadtbusse nach Wüstenahorn 1959 kommt das Viertel auf dem Judenberg hinzu 1964 der Ketschendorfer Hang 1966 der Lauersgraben 1967 der Heimatring 1971 der Ahorner Gemeindeteil Eicha sowie Lautertal-Unterlauter 1972 der Coburger Stadtteil Beiersdorf
Bis zum Nachmittag des 28. November 2003 diente der Marktplatz als zentraler Knotenpunkt für alle Stadtbuslinien der SÜC. Als Ersatz dienen die Rendezvous-Haltestelle am Theaterplatz und der zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) neben dem Coburger Bahnhof in der Lossaustraße.
Hallenfreibad Aquaria Das Freibad in der Rosenauer Straße wurde 1926, das daneben liegende Hallenbad 1973 eröffnet. Die Bäder wurden 1998 „Aquaria“ getauft und von der Stadt Coburg auf die SÜC übertragen. Der letzte Um- und Neubau war Ende 2004 abgeschlossen.
Im Hallenbadgebäude gibt es vier verschiedene Schwimmbecken, diese sind ein Sportbecken, ein Nicht- bzw. Lehrschwimmbecken, ein Kinderbecken sowie ein 4-Jahreszeitenbecken mit niveaugleichem Übergang nach außen. Die 86 Meter lange Wasserrutsche beginnt und endet im Gebäude, wird den restlichen Abschnitt aber außerhalb des Hallenbads geführt. Der Außenbereich bietet neben einem Sportbecken, einem Wellenbecken mit abgetrenntem Kinderwellenbad, ein sogenanntes 4-Jahreszeitenbecken mit überdachtem Strömungskanal. Des Weiteren befinden sich ein Sprungturm sowie ein Wasserspielplatz für Kinder auf dem Freibadgelände.
Weblinks
ÖPNV-Webseite des Unternehmens Aquaria Coburg
Einzelnachweise
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