Strontiumbromid ist das Strontiumsalz der Bromwasserstoffsäure.
Herstellung Strontiumbromid kann durch Salzbildungsreaktion aus Strontiumhydroxid und Bromwasserstoff hergestellt werden.
Auch aus Strontiumcarbonat und Bromwasserstoff ist die Synthese möglich.R. Abegg, F. Auerbach: Handbuch der anorganischen Chemie, Bd. 2, Verlag S. Hirzel, 1908. S. 214–216; Volltext
Eigenschaften Strontiumbromid ist gut wasserlöslich, mit steigender Temperatur steigt auch die Löslichkeit: bei 0 °C lösen sich 852 g, bei 25 °C 1070 g und bei 100 °C 2225 g Strontiumbromid in 1 Liter Wasser. Es tritt als Hexahydrat SrBr2 · 6 H2O auf, das sich bei 89 °C unter Kristallwasserabgabe in das Dihydrat SrBr2 · 2 H2O und schließlich bei 180 °C in das Anhydrat umwandelt. Strontiumbromid ist in Ethanol löslich, aus diesen Lösungen scheiden sich Kristalle mit der Formel 2 SrBr2 · 5 C2H5OH ab.
Wasserfreies Strontiumbromid kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem in der mit den Gitterparametern a = 920 pm, b = 1142 pm und c = 430 pm sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.
Das Hexahydrat kristallisiert trigonal in der Raumgruppe bzw. mit den Gitterparametern a = 823 pm und c = 416 pm. In der Elementarzelle befindet sich eine Formeleinheit.
Verwendung Strontiumbromid wirkt wie auch andere Salze der Bromwasserstoffsäure (Lithiumbromid, Kaliumbromid) zentraldämpfend. Die Verwendung als Sedativ ist heute obsolet.C. Uferer, T. Hückel: Ausgewählte Standardrezepturen im NRF, in: Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 11/2000.
Einzelnachweise
Kategorie:Strontiumverbindung Kategorie:Bromid