Fort Worth ist die fünftgrößte Stadt in Texas und die sechzehntgrößte der Vereinigten Staaten. Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 918.915 ermittelt. Sie ist eine principal city des Verdichtungsraumes Dallas-Fort-Worth-Metroplex.
In Fort Worth hat die Texas Christian University ihren Sitz. Auch die Zentrale von American Airlines, einer der größten Fluggesellschaften der Welt, befindet sich hier.
Geschichte
Seit dem Sieg von Texas über Mexiko bei der Schlacht von San Jacinto von 1836 bildeten sich Spannungen zwischen der Republik Texas und ihrem südlichen Nachbarn Mexiko. Gegen die 1840er Jahre wanderten viele Amerikaner der Ostküste in westlicher Richtung. Texas blieb eine unabhängige Republik, bis es am 29. Dezember 1845 der 28. US-Staat wurde. 1846 begann der Mexikanisch-Amerikanische Krieg.
Im Jahr 1849 wurde Fort Worth als Militärposten gegründet und am 14. November 1849 nach General William J. Worth, Befehlshaber der US-Truppen im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg, benannt. Dieser spielte eine Schlüsselrolle bei der Eroberung von Puebla, der damals zweitgrößten Stadt von Mexiko.
Später entwickelte die Stadt sich zu einem der größten Viehhandelszentren der USA, da es auf der Strecke eines wichtigen Viehtransportweges, des Chisholm Trails, lag. Im Jahre 1876 wurde Fort Worth ans Eisenbahnnetz der Texas and Pacific Railroad angeschlossen, was die Bedeutung der Fort Worth Stockyards als Knotenpunkt des Viehtransports verstärkte.
1892 wurde die Cathedral of Saint Patrick erbaut.
Bis heute hat sich die Stadt den Charme einer „Cowboy-Stadt“ bewahrt; ihre Atmosphäre gilt als altmodischer und entspannter als die des benachbarten Dallas.
Die amerikanische Groove-Metal-Band Pantera, die 1990 das Album Cowboys from Hell veröffentlichte, stammte aus der texanischen Großstadt Fort Worth. Sehenswürdigkeiten Übersicht: Historische Denkmäler im Tarrant County
Die im Cultural District versammelten Museen gehören zu den bedeutendsten Museen der Vereinigten Staaten:
Das Modern Art Museum of Fort Worth zeigt 2600 Gemälde der Kunst nach 1945. Seit 2002 ist das Museum in einem Gebäude des japanischen Architekten Tadao Andō untergebracht. Das Kimbell Art Museum zeigt bildende Kunst von der Antike bis zum 20. Jahrhundert, darunter Werke von Caravaggio, Fra Angelico, El Greco, Rembrandt, Pablo Picasso, Henri Matisse und Paul Cézanne. Das Museumsgebäude ist ein Werk des Architekten Louis Kahn. Das National Cowgirl Museum and Hall of Fame dokumentiert das Leben der Frauen des amerikanischen Westens. Das Amon Carter Museum of American Art zeigt US-amerikanische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Es beherbergt eine große Sammlung von Western Art, darunter Werke von Frederic Remington und Charles M. Russell, und eine Sammlung von 30.000 Photographien. Das Gebäude wurde von Philip Johnson entworfen. mini|Water Gardens, Kulisse der Schlussszene aus Logan’s Run Weitere Sehenswürdigkeiten: Philip Johnson ist auch der Schöpfer der Water Gardens (1976), eines innerstädtischen Parks mit spektakulären, teilweise begehbaren Brunnenbauwerken, der international bekannt wurde, als einige Szenen des Science-Fiction-Films Flucht ins 23. Jahrhundert (Logan’s Run) dort gedreht wurden. Der Botanische Garten zeigt eine Vielzahl einheimischer Pflanzenarten. Sehenswert sind vor allem auch der darin befindliche Japanische Garten sowie das Tropenhaus. Texas Motor Speedway Will Rogers Memorial Center, Mehrzweckarena von 1936 Häuser im viktorianischen Stil und im Stil des Art déco im Stadtzentrum und den Historic Districts 1998 dem Art-déco-Stil nachempfundene Konzerthalle Bass Performance Hall nahe dem Sundance Square, Spielstätte des Fort Worth Symphony Orchestra Die Dickies Arena bietet 14.000 Besuchern Platz bei Konzert- und Sportveranstaltungen. Viele internationale Künstler traten seit November 2019 dort auf.
Wirtschaft und Infrastruktur mini|Fort Worth Stockyards, historisches Zeugnis des Viehhandels In Fort Worth sind unter anderem folgende Unternehmen beheimatet:
Alcon, Pharmaunternehmen American Airlines Group, eine Holdinggesellschaft für Flugunternehmen Bell Helicopter, Hubschrauberhersteller Williamson-Dickie Manufacturing Company, Hersteller von Textilien, Schuhen und Accessoires für Schule und Beruf Lockheed Martin, Rüstungs- und Technologiekonzern RadioShack, Sitz der Geschäftskette für Elektronikprodukte Texas Pacific Group, Venture Capital-Beteiligungsunternehmen XTO Energy, Energiekonzern
Fort Worth ist Standort des internationalen Verkehrsflughafens Dallas-Fort Worth (IATA-Code: DFW).
Der innerstädtische und regionale Verkehr ist vom Automobil bestimmt. Zwischen 1963 und 2002 verkehrte in der Stadt die Leonard’s Subway. Diese Straßenbahn wurde werbewirksam von ihrem Besitzer als die erste private U-Bahn der USA bezeichnet. Zurzeit plant man den Bau einer 12 Kilometer langen Straßenbahnstrecke in der Rosedale Street. Fort Worth ist Sitz der Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe Railway. Außerdem führt der U.S. Highway 287 durch die Stadt.
Sport Klub Sport Gegründet Liga Spielort Fort Worth Cats Baseball 2001 AAIPBL LaGrave Field Fort Worth Flyers Basketball 2005 NBA Development League Fort Worth Convention Center
Söhne und Töchter der Stadt
Politik Liste der Bürgermeister von Fort Worth
Städtepartnerschaften (Italien), seit 1985 (Japan), seit 1987 (Deutschland), seit 13. Juli 1987 (Indonesien), seit 1990 (Ungarn), seit 1990 (Mexiko), seit 1998 (Eswatini), seit 2004 (Volksrepublik China), seit 2010
Klimatabelle
Siehe auch WBAP, Sender
Weblinks
Website der Stadt () Ben Procter: Fort Worth, Texas. Eintrag bei Encyclopedia of the Great Plains.
Einzelnachweise
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