Dorothea Rose, geborene Thies (* 17. Mai 1898 in Nakel, Kreis Wirsitz; † 7. Oktober 1980 in Berlin-Spandau) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben Ihre Ausbildung erhielt sie bei Max Reinhardt und trat zunächst, nach dem Ersten Weltkrieg, an Bühnen der deutschen Provinz (z. B. am Stadttheater von Bamberg unter der Direktion von Hans Willcken) auf.

Ihren ersten Filmauftritt hatte sie 1932 in Skandal in der Parkstraße. Die Rollen von Thiess waren meist sehr klein, etwas größere Nebenrollen spielte sie außer in ihrem ersten Film in Anna und Elisabeth, April, April! und Sommernächte. Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Thies, Dorothea. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 413

Von 1948 bis 1952 war sie am Hebbel-Theater engagiert. Danach wirkte sie u. a. an der Vaganten Bühne und (ab 1961) am Theater am Kurfürstendamm, gab Gastspiele und übernahm ab 1962 mehrere Fernsehrollen. Thiess blieb bis zuletzt dem Theater verbunden, unmittelbar vor ihrem Tod gehörte sie dem Kleinen Ensemble, einer Berliner Gastspielbühne, unter der Leitung Karl Spanners an.

Thies war seit dem 5. Juli 1963 mit Max Gerhard Rose (1901–1963) verheiratet. Die Eheschließung fand im Standesamt Berlin-Tiergarten statt. Dorothea Thies starb am 7. Oktober 1980 um 15:19 Uhr in ihrer Wohnung in der Streitstraße 5 in Berlin-Spandau im Alter von 82 Jahren.

Filmografie (Auswahl) 1932: Skandal in der Parkstraße 1933: Anna und Elisabeth 1933: Die Nacht im Forsthaus, Der Fall Roberts 1934: Die Liebe und die erste Eisenbahn 1934: Ein Kind, ein Hund, ein Vagabund 1935: Der rote Reiter 1935: April, April! 1936: Onkel Bräsig 1936: Moskau – Shanghai 1936: Der silberne Löffel (Kurzfilm) 1937: Die Kronzeugin 1938: Das Mädchen von gestern Nacht 1938: Was tun, Sibylle? 1938: Das Verlegenheitskind 1939: Der halbe Weg. 33 Minuten in Grüneberg (Kurzfilm) 1940: Der Sündenbock 1940: Aus erster Ehe 1943: Gefährlicher Frühling 1943: Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher 1944: Sommernächte 1962: Unsere Jenny 1966: Thérèse Raquin 1968: Vier Stunden von Elbe 1 1971: Familie Bergmann 1971: Zwei Briefe an Pospischiel 1973: Frau Kutzer und andere Bewohner der Naunynstraße

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