Sonderschutzgebiet ist eine strenge Schutzkategorie im Nationalpark Hohe Tauern in den Bundesländern Salzburg und Kärnten. In Tirol besteht diese Schutzkategorie auch außerhalb des Nationalparkes. In Sonderschutzgebieten ist jeder Eingriff in die Natur verboten.
Es gibt derzeit in Österreich acht solcher Schutzgebiete (siehe untenstehende Liste).
Das Sonderschutzgebiet in den Nationalparkgesetzen Kärnten: Der Begriff ist durch den Kärntner Nationalpark- und Biosphärenparkgesetz (K-NBG) (PDF) hohetauern.at speziell für bestimmt. (§ 7 Z.2 K-NBG) Die Bezeichnung „Sonderschutzgebiet“ ist im K-NBG ausdrücklich geschützt. Salzburg: Sonderschutzgebiete sind eine Regelung des Salzburger Nationalparkgesetzes, die () erfasst. Diese sind als dynamisches Schutzgebietskonzept mit langfristigen Zielsetzungen geplant und sollen auf weitere Areale ausgedehnt werden.
Tirol: Der Tiroler Naturschutzgesetz 2005 (TNSchG 2005) regelt diesen Typus der Unterschutzstellung. Er dient als besonders strenge Schutzkategorie, und ist durch die Verankerung als allgemeine Schutzkategorie des Naturschutzgesetzes von etwas anderer Handhabe als die auf Nationalparks eingeschränkten Kategorien Salzburgs und Kärntens. Die Intention ist aber dieselbe.
In Salzburg ist die Deklarierung zum Sonderschutzgebiet nur (§ 22 S-NPG) vorgesehen, in Kärnten (§ 7 Z.1 K-NBG). In Tirol sind Ausnahmen für wissenschaftliche Forschung, bestimmte Maßnahmen der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung, sowie die Jagd und Fischerei vorgesehen, ähnlich den Naturschutzgebieten, aber strenger gehandhabt. Andererseits kann auch ein Betretungsverbot ausgesprochen werden: Erlaubt ist etwa das in Gebiet Großglockner–Pasterze ( Ktn. Nationalparkverordnung), aber in der Gamsgrube verboten ().
Liste der Sonderschutzgebiete in Österreich
Ld. Nr. Bezeichnung Bezirk Gemeindenha Rechts- grundlage Lage Anmerkungen Ktn 1 Gamsgrube Spittal an der Drau Heiligenblut LGBl. 74/1986 (§ 9) Teil des Nationalpark Hohe Tauern, mit Zustimmung des Österreichischen Alpenvereines als Grundeigentümer Ktn 2 Großglockner–Pasterze Spittal an der Drau Heiligenblut LGBl. 74/1986 (§ 8) Teil des Nationalpark Hohe Tauern, mit Zustimmung des Österreichischen Alpenvereines als Grundeigentümer SSG 00001 Piffkar-FuschSonderschutzgebiet 00001 Piffkar-Fusch, Schutzgebietsinventar des Landes Salzburg Zell am See Fusch 472,43 VO vom 1. Januar 1989 Teil des Nationalpark Hohe Tauern; Zonen A,B,C SSG 00002 Wandl-RaurisSonderschutzgebiet 00002 Wandl-Rauris, Schutzgebietsinventar des Landes Salzburg Zell am See Rauris (Bucheben) 13,14 VO vom 1. März 1992 Teil des Nationalpark Hohe Tauern SSG 00003 Inneres UntersulzbachtalSonderschutzgebiet 00003 Inneres Untersulzbachtal, Schutzgebietsinventar des Landes Salzburg Zell am See Neukirchen 2.655,00 VO vom 1. Januar 1996 Teil des Nationalpark Hohe Tauern Tir 1 Kranebitter Innau Innsbruck-Stadt Innsbruck-Kranebitten 18,32 44/2005 Tir 2 Mieminger – Rietzer Innauen Imst Mieming, Rietz 15,86 46/1985 Tir 3 Silzer Innau Imst Silz 8,3 85/1997
Quelle: Land Kärnten/Land Salzburg/Land Tirol, tiris www.tirol.gv.at/tiris
Geplante Sonderschutzgebiete In Salzburg sind seit den 1990ern folgende Gebiete des Nationalparks unter Sonderschutz geplant: im Bereich der Krimmler Wasserfälle (500 ha), Gemeinde Krimml (Naturdenkmal NDM00067, seit 1961) im Wiegenwald (ca. 140 ha), Gemeinde Uttendorf (ehem. Naturwaldreservat), bergfex.at im Durchgangswald („Rauriser Urwald“, ca. 100 ha), Gemeinde RaurisNationalpark: Schutzgebiete, Rauris - ein ganzes Dorf ist online
Literatur
Nachweise
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