Süßstoffpflanzen sind Pflanzen, aus denen nicht zu den Zuckern gehörende, natürliche Süßstoffe gewonnen werden.G. Franke (Hrsg.): Nutzpflanzen der Tropen und Subtropen. Band 3: Spezieller Pflanzenbau. Ulmer Verlag, Stuttgart-Hohenheim 1994, ISBN 3-8001-2667-2, S. 409 ff.

Süßstoffpflanzen Natürliche pflanzliche Süßstoffe besitzen häufig eine im Vergleich zur Saccharose aus Zuckerpflanzen eine vielfach stärkere Süßkraft, wie folgende Tabelle zeigt. Bei den süßenden Inhaltsstoffen dieser Pflanzen handelt es sich um Glykoside (Steviosid, Mogrosid, Glycyrrhizin), Proteine (Brazzein, Thaumatin), Glykoproteine (Miraculin, Monellin) oder Sesquiterpene (Hernandulcin).

Pflanze Süßender Inhaltsstoff Süßkraft im Vergleich zur Saccharose (=1)  Stevia rebaudiana Steviosid 70–450 Aztekisches Süßkraut Hernandulcin 1.250 Pentadiplandra brazzeana (Oubli) Brazzein 500-2.000Luo Han Guo Mogrosid 200–300Katamfe Thaumatin 2.000–3.000Dioscoreophyllum cumminsii Monellin 1.000Süßholz Glycyrrhizin 50

Nutzung Die Süßstoffpflanzen, vor allem Stevia, gewinnen dadurch an Bedeutung, dass sie als gesündere Alternative zu Saccharose gesehen werden (siehe hierzu den Artikel zu Stevia rebaudiana).

Weblinks Eine Datenbank mit Süßstoff liefernden Pflanzen: Sweetener. auf: pfaf.org

Einzelnachweise

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