Schönborn ist ein Ortsteil der Gemeinde Frielendorf im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.
Geographische Lage Schönborn liegt in den Nordwestausläufern des Knüllgebirges rund 5,5 km südsüdwestlich des Hauptortes, zwischen den Frielendorfer Dörfern Leimsfeld im Nordnordwesten und Obergrenzebach im Südosten und dem Schwalmstädter Dorf Niedergrenzebach im Südwesten. Nördlich vorbei an Schönborn fließt etwa in Ost-West-Richtung der Schwalm-Zufluss Gers.
Geschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Schönborn erfolgte unter dem Namen Sconenburnen im Jahr 1260 in einer Urkunde des Klosters Spieskappel. Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung): Schonenborne (1405), Schomborne (1436) und Schonborn. Im Jahre 1747 wird eine Mühle im Ort genannt.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen bildeten am 31. Dezember 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Leimsfeld, Obergrenzebach und Schönborn die neue Gemeinde Grenzebach. Da die Gemeinde Grenzebach nach Ansicht der hessischen Landesregierung noch immer zu klein war, wurde sie am 1. Januar 1974 kraft Landesgesetz mit der zuvor gebildeten Großgemeinde Frielendorf und sechs weiteren Gemeinden zur neuen Großgemeinde Frielendorf zusammengeschlossen. Diese wechselte in den neu geschaffenen Schwalm-Eder-Kreis. Als Verwaltungssitz wurde Frielendorf bestimmt. Für die ehemals eigenständigen Gemeinden von Frielendorf wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Schönborn 117 Einwohner. Darunter waren 3 (2,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 18 Einwohner unter 18 Jahren, 45 zwischen 18 und 49, 21 zwischen 50 und 64 und 33 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 45 Haushalten. Davon waren 9 Singlehaushalte, 12 Paare ohne Kinder und 18 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 12 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 27 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Einwohnerentwicklung Quelle: Historisches Ortslexikon • 1502: 6 Männer • 1585: 10 Hausgesesse • 1639: 6 Männer, eine Witwe • 1681: 5 Hausgesesse • 1747: 12 Wohnhäuser einschließlich einer Mühle, 75 Einwohner
Historische Religionszugehörigkeit Quelle: Historisches Ortslexikon • 1861: 132 evangelisch-reformierte Einwohner. • 1885: 116 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 137 evangelische (= 91,95 %), 12 katholische (= 8,05 %) Einwohner
Historische Erwerbstätigkeit • 1747: ein Schneider, ein Müller, sechs Ackerleute • 1838 Familien: 10 Ackerbau, ein Gewerbe, 7 Tagelöhner • 1961 Erwerbspersonen: 50 Land- und Forstwirtschaft, 23 produzierendes Gewerbe, 8 Handel und Verkehr, 4 Dienstleistungen und Sonstiges
Politik Für Schönborn besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Schönborn) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Schönborn 72,8 %. Alle Kandidaten gehörten der „Wählergemeinschaft Schönborn“ an. Der Ortsbeirat wählte Frank Hooß zum Ortsvorsteher.
Kulturdenkmäler Für die Kulturdenkmäler des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Schönborn (Frielendorf).
Weblinks Ortsteile In: Webauftritt der Gemeinde Frielendorf.
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsbezirk von Frielendorf Kategorie:Ort im Schwalm-Eder-Kreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Schwalm-Eder-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1260 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971