Die Liste der Direktoren der Antikensammlung Berlin ist eine Aufstellung über die Direktoren, welche die seit 1830 in Berlin bestehende Antikensammlung Berlin und ihre Vorgängereinrichtung, das Antikenkabinett, zwischen 1663 und 1830 geleitet haben.

Historischer Abriss 1686 bekam das damalige Antikenkabinett mit Lorenz Beger, der einen Großteil der Sammlung als königliches Erbe aus Heidelberg nach Berlin brachte, erstmals einen eigenen Leiter. Zuvor waren die antiken Stücke zusammen mit den anderen der Hofsammlung untergebracht und von einem gemeinsamen Leiter verwaltet worden. Begers Neffe Johann Carl Schott wurde sein Nachfolger. Während seiner Amtszeit verstarb mit Friedrich I. ein König, der der Sammlung viel Aufmerksamkeit widmete und sie stark durch Ankäufe erweitern ließ. Sein Sohn, der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. hatte kein nennenswertes Interesse an der Sammlung. Nach Schotts Tod wurde die Eigenständigkeit der Sammlung wieder aufgegeben und ein Großteil der Sammlung ging durch Schenkungen und Verkäufe verloren. Kunst und andere Objekte wurde auch danach gesammelt und in der „Kunstkammer“ gesammelt, der ein Verwalter vor stand. 1798 ging die Direktion dieser Sammlung auf die Akademie der Wissenschaften über, zwischen 1810 und 1811, also im Zuge der Gründung, gingen die „Naturalia“–Bestände in die Obhut der neuen Universität über. Sie waren ebenso wie die Kunstsammlung seit 1809 nicht mehr der Akademie unterstellt.Königliche Kunstkammer

Mit der Neustrukturierung der Wissenschaften in Berlin unter Reformern wie Wilhelm von Humboldt und einer gesteigerten Sammlungstätigkeit im Zuge des Klassizismus wurde im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts auch eine Neustrukturierung der musealen Landschaft in Berlin diskutiert. Im Zuge dessen kam es 1830 zur Begründung der öffentlichen Sammlungen für Skulpturen und Abgüsse unter der Leitung des Bildhauers Christian Friedrich Tieck. Die Kleinkunst (Münzen, Vasen, Terrakotten, geschnittene Steine etc.) fand Aufnahme im Antiquarium, dessen erster Direktor Konrad Levezow wurde. Seit der Berufung Alexander Conzes im Jahr 1877 waren nur noch Archäologen Direktoren der Sammlungen. Mit dem Tode Ernst Curtius’ wurden das Antiquarium und die Skulpturensammlung unter der Leitung des bisher nur für die Skulpturensammlung zuständigen Reinhard Kekulé von Stradonitz nach längerer Planung zusammengeführt.

Mit Carl Weickert, der die Sammlung in den schwierigen Jahren zwischen 1936 und 1947 leitete, endete zunächst die Einheit der Berliner Sammlung. Schon zu Kriegsbeginn wurden die Museen – die Antikensammlung befand sich zum Großteil im Alten Museum, die Architektursäle waren im Pergamonmuseum untergebracht – geschlossen, die großen Architekturteile gesichert und die Kleinkunst zum Großteil ausgelagert. Nach dem Krieg wurden viele der in Berlin befindlichen Stücke als Beutekunst in die Sowjetunion gebracht. Unter der Leitung Carl Blümels wurde das Museum nach der Rückführung eines Großteils dieser Stücke 1958/59 neu konzipiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In West-Berlin wurde ab 1958 die Sammlung unter der Leitung Adolf Greifenhagens vor allem mit Stücken aus der Auslagerung in den Westen Deutschlands neu konzipiert und 1960 im westlichen Stülerbau neu eröffnet. Mit der Deutschen Wiedervereinigung wurden auch die beiden Berliner Antikensammlungen 1993 unter der Leitung der West-Berliner Sammlung von Wolf-Dieter Heilmeyer zusammengeführt und seit 1998 wieder gemeinsam auf der Museumsinsel präsentiert.

In der Zeit der großen Ausgrabungen des Museums, insbesondere den 1880er bis 1910er Jahren, waren mit Carl Humann und Theodor Wiegand zwei Auswärtige Direktoren (auch Abteilungsleiter) mit weitreichenden Befugnissen im Osmanischen Reich stationiert, die für alle Ausgrabungen in Kleinasien und zum Teil auch darüber hinaus zuständig waren.

Die Direktoren der Antikensammlung sind für die strukturelle, personelle aber auch die finanzielle Verwaltung der Sammlung zuständig.

Direktoren

Die Tabelle ist in den Spalten Name, Position sowie in den Jahreskategorien alphabetisch beziehungsweise chronologisch sortierbar. Vorgegeben ist eine Sortierung nach dem Antrittsjahr auf die Direktorenposition. Bei gleichen Antrittsjahren wird die Person mit der längeren Verweildauer im Museum zuerst eingeordnet.

Name: der Name des Sammlungsleiters, sortierbar nach Nachnamen. Zudem werden die Lebensdaten zur Einordnungshilfe genannt. Position: Angabe der genauen Sammlung, verzichtet wird allerdings auf exakte zeitgenössische Benennungen, die variieren können von: Beginn der Direktionszeit bis: Ende der Direktionszeit Bemerkungen: Anmerkungen zur Biografie und zur Beziehung der Person zur Berliner Sammlung Bild: Bildnis der Person