Alexandermühle (fränkisch: Aleksanda-millE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 37. Dort folgendermaßen transkribiert: „aleksándəʳmil“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Alexandermühle liegt in der Gemarkung Wernsbach.

Geografie Die Einöde liegt am Wernsbach, der mit dem Zellbach (links) zur Rippach zusammenfließt und am Hohlgraben, der dort als rechter Zufluss in die Wernsbach mündet. Im Nordosten grenzt das Waldgebiet Berlach an. Ein Anliegerweg führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,2 km östlich), die nach Wüstendorf (1 km nordwestlich) bzw. nach Wernsbach zur Kreisstraße AN 10 verläuft (0,7 km südöstlich).

Geschichte Im Jahre 1468 wurde eine „Hanmansmühle“ urkundlich erwähnt, benannt nach dem Familiennamen des damaligen Müllers. Im Jahre 1790 wurde an ihrer Stelle vom Ansbachischen Markgrafen Karl Alexander eine neue Mühle errichtet, die nach ihm benannt wurde und eine Tuchwalkerei betrieb. Neben der Bezeichnung „Alexandermühle“ blieb noch bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts der alte Name in Gebrauch.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 37.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Alexandermühle zur Realgemeinde Wernsbach. Sie hatte das brandenburg-ansbachische Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Alexandermühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 31 des Ortes Wernsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 927.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 2, Sp. 495. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 1015.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Alexandermühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wernsbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Wernsbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961. Am 1. Januar 1974 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Weihenzell eingegliedert.

Seit 1983 befindet sich die Ausstattung der denkmalgeschützten Mühle im Freilandmuseum Bad Windsheim.

Baudenkmal ehemalige Walkmühle: zweigeschossiger Massivbau mit modernem An- und Umbau sowie Markgrafenwappen

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1999 2011 2017 2025Einwohner 5 13 7 4 4 11 13 6 6 5 6 4 7 7HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1 Quelle Günther Roesner: Weihenzell. S. 152.

Religion Alexandermühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Weihenzell Kategorie:Ersterwähnung 1468 Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach