Steinmühle (fränkisch: Schdah-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 178. Dort folgendermaßen transkribiert: „schdāmíl“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Steinmühle liegt in der Gemarkung Weihenzell.
Geografie Der Weiler liegt an der Rippach. Etwas östlich der Mühle mündet der Muckenwiesengraben rechts in die Rippach. 0,5 km nördlich liegt die Flur Eckertsleiten. Der Ort liegt an der Kreisstraße AN 10, die nach Weihenzell (1 km nordwestlich) bzw. an der Fessenmühle vorbei nach Frankendorf führt (2 km östlich).
Geschichte Die Mühle wurde in den Vetter’schen Oberamtsbeschreibungen des Fürstentums Ansbach von 1732 als „Stein Mühl“ erstmals schriftlich erwähnt. Nach der Weihenzeller Kirchenchronik soll sie ursprünglich „Wiesenmühle“ geheißen haben. Der Ortsname bezieht sich auf den felsigen Grund, auf dem die Mühle errichtet wurde und nicht auf die Bauart der Mühle, da zu dieser Zeit alle Wassermühlen aus Stein erbaut wurden.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 178.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Steinmühle ein Anwesen. Das Hochgericht und die Grundherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 913.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 433. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1014.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Steinmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weihenzell und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Weihenzell zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.
Ehemaliges Baudenkmal ehemalige Wassermühle: zweigeschossiger Bau, wohl des 18. JahrhundertsG. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. S. 143. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1999 2011 2017 2025Einwohner 8 7 10 9 11 14 18 18 14 15 27 14 13 13HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 2 2 2 3 3 3 4 Quelle Günther Roesner: Weihenzell, S. 152.
Religion Steinmühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Weihenzell) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Weihenzell Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1732