Bariumiodid ist das Bariumsalz der Iodwasserstoffsäure.

Herstellung Bariumiodid kann durch Reaktion von Bariumcarbonat mit Iodwasserstoff dargestellt werden.R. Abegg, F. Auerbach: Handbuch der anorganischen Chemie. Bd. 2, Verlag S. Hirzel, 1908. S. 256ff. (Volltext).

Ebenso kann es aus Bariumhydroxid und Iod in Gegenwart eines Reduktionsmittels, z. B. Phosphor oder Schweflige Säure hergestellt werden.

Möglich ist auch die Herstellung durch Reaktion von Bariumhydrid mit Ammoniumiodid in Pyridin.Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 923.

Eigenschaften mini|links|Löslichkeitsdiagramm von Bariumiodid in Wasser Bariumiodid kristallisiert im PbCl2-Typ (Pnma, a = 892,2(8) pm, b = 530,4(4) pm, c = 1069,5(8) pm und Z = 4) in dem jedes Bariumkation von neun Iodidanionen umgeben ist.E. B. Brackett, Th. E. Brackett, R. L. Sass, J. Phys. Chem. 1963, 67, 2132-2135. doi:10.1021/j100804a038. Bariumiodid bildet hygroskopische Kristalle und tritt häufig als Dihydrat BaI2 · 2 H2O auf. Das Dihydrat gibt bei 150 °C sein Kristallwasser ab. Es ist sehr gut wasserlöslich, die Löslichkeit nimmt mit steigender Temperatur zu. Aus der wässrigen Lösung fällt bei Zugabe von Sulfationen ein weißer Niederschlag von Bariumsulfat aus.

Verwendung Bariumiodid wird unter den Namen Barium iodatum und Baryta jodata in der Homöopathie angewendet.

Einzelnachweise

Kategorie:Bariumverbindung Kategorie:Iodid