mini|Kandidatenplakat zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1979 Rolf Olderog (* 29. Dezember 1937 in Hamburg; † 31. August 2024Todesanzeige in der Lübecker Nachrichten vom 8. September 2024, S. 49) war ein deutscher Jurist und Politiker (CDU).

Leben Olderog wuchs auf der Ostseeinsel Fehmarn auf und besuchte das Gymnasium in Oldenburg in Holstein. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und war während seines Studiums und des Rechtsreferendariats im Ring Christlich-Demokratischer Studenten tätig. Als Mitglied der Jungen Union übernahm er Funktionen Kreisverband Ostholstein und war stellvertretender Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein. Er legte das Erste und Zweite Staatsexamen ab und wurde 1966 mit der Dissertation Bestechung von Wählern und Abgeordneten zum Dr. iur promoviert. Ab 1968 war er Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Kiel und arbeitete unter anderem für die CDU-Fraktion dim Landtag Schleswig-Holstein.

1970 zog Olderog über die CDU-Landesliste in den Schleswig-Holsteinischen Landtag ein. Bei den Landtagswahlen 1971, 1975 und 1979 errang er das Direktmandat. 1979 gehörte er der Bundesversammlung an.

1980 wurde Olderog in den Deutschen Bundestag gewählt. Das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Ostholstein errang er 1983, 1987, 1990 und 1994. Vom 1. April 1987 bis 1998 war er Mitglied des Parlamentarischen Kontrollkommission zur Kontrolle der Nachrichtendienste des Bundes.Plenarprotokoll 11/7, S. 341, Plenarprotokoll 12/9, S. 431, Plenarprotokoll 13/15, S. 869 f. 1998 schied er aus dem Bundestag aus, als Antje-Marie Steen (SPD) das Direktmandat erhielt.

Zuletzt war Olderog noch aktiv in zahlreichen Vereinen und Verbänden. Er war Vorsitzender des Orgelbau-Vereins Oldenburg e. V. für die St.-Johannis-Kirche. Nach der Fertigstellung der neuen Kirchenorgel im Jahr 2018 löste Olderog den Verein auf, da der eigentliche Vereinszweck erfüllt war.

Olderog war verheiratet und hatte vier Kinder.

Auszeichnungen 1978: Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1986: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2000: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Literatur Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002. Band 2: N–Z. Anhang. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 618–619.

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Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Schleswig-Holstein) Kategorie:Landtagsabgeordneter (Schleswig-Holstein) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1937 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Mann