Die Pfarrkirche Heiliges Herz Jesu () ist eine römisch-katholische Kirche an der Piața Nicolae Bălcescu im III. Bezirk Elisabetin () der westrumänischen Stadt Timișoara ().

Geschichte mini|240px|Innenansicht der Kirche, 2013

1899 formierte sich der Ausschuss zum Bau des Kirchengebäudes. Das Grundstück, auf dem sich die Kirche befindet, wurde von Wilhelm Mühle gespendet. Bischof Alexander III. Dessewffy spendete 50.000 Kronen für den Bau der Kirche.

Der Bau der Kirche im neugotischen Stil nach Plänen von Karl Salkovics wurde am 12. Juni 1912 begonnen, die Fertigstellung verzögerte sich jedoch auf Grund des Ersten Weltkrieges auf 1919. Die Weihe vollzog Bischof Julius Glattfelder im gleichen Jahr.

Ursprünglich unterstand die Kirche der Josefstädter Pfarrkirche, wurde aber am 15. September 1919 in den Status einer unabhängigen Gemeinde erhoben.

Beschreibung Der Baustil der Kirche erinnert an die Wiener Votivkirche. Die fünf Altäre wurden von Ferdinand Stullesser im gotischen Stil aus Holz geschnitzt.

Orgel Die Orgel der Pfarrkirche war das letzte von der Orgelbaufirma Leopold Wegensteins Söhne in Timișoara errichtete Instrument.

Der Bau verzögerte sich im Jahr 1939, zum einen wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges, zum anderen wegen des sehr kalten Winters in diesem Jahr, auf Grund dessen das Schiff mit aus Deutschland stammenden Bauteilen für die Orgel auf der Donau im Eis festsaß.

Schon seit der Vollendung der Kirche 1919 hatte sich deren Leitung um eine neue Orgel bemüht, bis 1939 endlich das damals modernste Instrument Timișoaras aufgestellt werden konnte. Die Vollendung der Orgel wurde von Krieg und Geldmangel behindert, so musste die Orgel bis heute ohne einen „echten“ Prospekt auskommen. An der Stelle von Prospektpfeifen wurden von einem Wagner aus Sântana aus Holzbrettern einzelne Pfeifenformen geschnitzt, die noch heute im Prospekt Bestand haben. Die Orgel hat eine elektrische Spiel- und Registertraktur und einen fahrbaren Spieltisch.

Disposition der Orgel:

I Hauptwerk C–g3 Rohrflöte 16′ Principal 8′ Gemshorn 8′ Octave 4′ Hohlflöte 4′ Quinte ′ Octave 2′ Mixtur V–VII 2′ Trompete 8′ II Positiv Grobgedeckt 8′ Quintade 8′ Weitprinzipal 4′ Waldflöte 4′ Octave 2′ Sifflöte 1′ Cymbel V Krummhorn 8′ III Schwellwerk Quintade 16′ Flötenprincipal 8′ Rohrflöte 8′ Aeoline 8′ Vox coelestis 8′ Octave 4′ Gedeckt 4′ Zartquinte ′ Blockflöte 2′ Terz ′ Kornett Mixtur Singend Regal 8′ Clarine 4′ Tremolo Pedal C–f1 Kontrabass 16′ Subbass 16′ Apertabass 8′ Russischhorn 4′ Nachthorn 2′ Mixtur IV ′ Posaune 16′ Clarine 4′

Literatur Zweisprachig (deutsch und rumänisch) Dreisprachig (rumänisch, ungarisch und deutsch)

Weblinks

tourist-informator.info, Historische und Baudenkmäler: Die Römisch-Katholische Kirche „Das Heilige Herz Jesu“ banaterra.eu (PDF; 60 kB), Claudiu Călin: Biserici Romano-Catolice existente azi pe teritoriul orașului Timișoara, in rumänischer Sprache

Siehe auch Liste der Sakralbauten in Timișoara

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