SunStroke Projekt (auch „Sunstroke Project“ oder „Sun Stroke Project“ geschrieben) ist eine im Jahr 2008 gegründete moldauische Band. Die Formation rechnet sich der House-Musik zuvgl. Interview with SunStroke Project & Olia Tira (Moldova) bei youtube.com (aufgerufen am 30. Mai 2010, 2:15 min) und verbindet in ihren englischsprachigen Songs Gesang mit Geigen- und Saxophon-Einlagen. Die Band gab bisher Konzerte in über 30 europäischen Städten und 40 Clubs.vgl. Profil bei eurovision.tv (englisch; aufgerufen am 30. Mai 2010) Gemeinsam mit der Sängerin Olia Tira vertrat sie Moldau beim Eurovision Song Contest 2010 in Oslo, 2017 vertrat sie ihr Land erneut beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew mit dem Song Hey Mamma. Mit dem Lied schafften sie im Gegensatz zu 2010, wo sie auf dem 22. Platz landeten, eine deutliche Verbesserung und belegten den dritten Rang.

Bandgeschichte mini|SunStroke Project bei einem Festival 2025 Die Formation wurde im Jahr 2008 in Chișinău von dem Geiger Anton Ragoza und dem Saxophonisten Serghei Stepanov gegründet. Ragoza, der mit Auszeichnung die Musikhochschule besucht hatte, lernte Stepanov im Armeeorchester kennen. Der Bandname SunStroke Project (dt. „Sonnenstich-Projekt“) leitet sich von einem entsprechenden Erlebnis aus Ragozas Armeezeit ab, als er im Sommer angehalten wurde, mit anderen Kameraden Bäume zu stutzen.

Gemeinsam mit dem Sänger Pasha Parfeny nahm die Formation 2009 am moldauischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) in Moskau teil. Zuvor hatte man sich in der ukrainischen und moldauischen Clubszene etabliert.vgl. Porträt bei eurovision.de (aufgerufen am 30. Mai 2010) Beim Sieg der Sängerin Nelly Ciobanu belegte SunStroke Project mit dem Titel No Crime einen dritten Platz.

2010 trat SunStroke Project mit dem englischsprachigen Song Run Away erneut beim moldauischen Vorentscheid zum ESC an. Parfeny war durch den Sänger Serghei Ialovițchii ersetzt worden. Ebenfalls schloss sich die Solokünstlerin Olia Tira der Band an, die im Jahr zuvor einen vierten Platz direkt hinter SunStroke Project erreicht hatte. Der Eurodance-Titel mit Techno-Rhythmen – gesanglich von Serghei Ialovițchii und Tira vorgetragen und unterlegt mit dem Geigenspiel Ragozas und Saxophon-Einlagen Stepanovs – gelangte nach zwei Halbfinals mit insgesamt dreißig Startern am 6. März 2010 in das Finale. Dort erhielt die Formation „SunStroke Project & Olia Tira“ die Maximalpunktzahl der Jury und Telefonabstimmung und setzte sich gegen 13 Konkurrenten durch.vgl. Brey, Marco: Sun Stroke Project & Olia Tira for Moldova! bei eurovision.tv, 6. März 2010 (aufgerufen am 30. Mai 2010)

SunStroke Project und Olia Tira traten mit dem Lied Run Away beim 55. Eurovision Song Contest in Oslo am 25. Mai 2010 im ersten Halbfinale an. Es gelang ihnen, sich für das vier Tage später stattfindende Finale zu qualifizieren. Dort belegten SunStroke Project und Olia Tira Platz 22 unter 25 Startern. Der Auftritt erhielt im Nachhinein jedoch viel Aufmerksamkeit, da ein Ausschnitt des Liedes mit einem Saxophonsolo von Stepanov im Internet zu einem weltweit viel rezipierten Internet-Meme wurde (das sogenannte epic sax guy-Meme).

Mit dem Electro-House-Song Hey Mamma nahm SunStroke Project 2017 erneut am moldauischen Vorentscheid zum ESC teil. Sie erreichte nach einer knappen Abstimmung den ersten Platz und darf damit beim 62. Eurovision Song Contest in Kiew antreten. Dabei gelang es ihnen, für Moldau den dritten Platz zu erreichen. Dies war das erste Mal, dass Moldau beim ESC den dritten Platz erreicht.

Ragoza zählt Justin Timberlake zu seinen Vorbildern, Stepanov den russischen Jazz-Saxophonisten Igor Butman und Serghei Ialovițchii Michael Jackson.vgl. Interview with SunStroke Project & Olia Tira (Moldova) bei youtube.com (aufgerufen am 30. Mai 2010, 4:55 min)

Diskografie

Alben 2007: Dont’ Word More..

EPs 2015: Don’t Touch the Classics, Vol. 1 2015: Don’t Touch the Classics, Vol. 2

Singles 2010: Run Away (feat. Olia Tira) 2010: Sax U Up 2010: Rain 2011: Walking in the Rain 2012: Superman 2013: Party 2013: Walking in the Rain 2014: Amor 2014: Sunshine 2015: Not Giving It Up 2016: Day After Day 2016: Dam Dam Dam 2016: Maria Juana 2016: Lonely 2016: Home 2017: Hey Mamma 2017: Sun Gets Down 2018: I Want You 2018: Armor 2019: Boomerang 2019: Mango 2019: D.F.M.M 2019: Росомаха 2020: Pepperoni 2020: Расстреляй Любовью 2020: Shake It 2021: Белое 2021: Cosa Nostra 2021: Netflix & Chill

Gastbeiträge 2011: Bad Girls (mit Olia Tira) 2013: Go On (mit Jucătoru) 2014: азорву мечты (mit Mila Kulikova) 2018: Tocame (mit Timebelle)

Internet-Meme Rund um ein kurzes Saxophonsolo von Serghei Stepanov beim Beitrag zum Eurovision Song Contest 2010 entwickelte sich eine lebhafte Fangemeinde im Internet, welche die Szene als „Epic Sax Guy“ feierte, und durch zahlreiche Remixes, iPhone- und Android-Apps würdigte.Epic Sax Guy auf „Know Your Meme“

Infolge des zweiten Auftritts beim Eurovision Song Contest 2017 und einer erneuten Saxophon-Einlage Stepanovs erreichte das Interesse am Internet-Meme im Mai 2017 seinen bisherigen Höhepunkt. Laut knowyourmeme.com wird Stepanov mittlerweile als „Ultra Sax Guy“ gefeiert und in zahlreichen Videos geehrt, die seine Soli in Dauerschleife laufen lassen oder beide Auftritte gegenüberstellen.

Bei der Punktevergabe der moldawischen Jury beim ESC 2021 vergab der „Epic Sax Guy“, wie er auch von der Moderatorin angekündigt wurde, die Punkte. Vor der Punktevergabe spielte er auch kurz die Melodie des bekannten Saxophon-Solos auf dem Saxophon.

Weblinks

Offizielle Webpräsenz

Einzelnachweise

Kategorie:Interpret eines moldauischen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Moldauische Band Kategorie:Dance-Band Kategorie:Teilnehmer an der moldauischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest