Solanus Hermann OSB (* 19. Mai 1909 in Thal als Rudolf Hermann; † 13. Dezember 1950 im Lager Manpo, Nordkorea) war ein Missionsbenediktiner der Abtei Tŏkwon. Er wird in der römisch-katholischen Kirche als Märtyrer angesehen.
Leben Rudolf Hermann arbeitete zunächst in der Landwirtschaft und absolvierte dann von 1923 bis 1926 eine Lehre als Maler und Lackierer. Im Februar 1931 bat er in Sankt Ottilien um Aufnahme. Am 11. Oktober 1936 wurde er nach Tŏkwon ausgesandt, wo er im Bauhandwerk arbeitete.
Nachdem 1949 das Kloster Tŏkwon durch die nordkoreanische Geheimpolizei aufgelöst worden war, wurde er mit seinen Mitbrüdern unter meist erbärmlichen Bedingungen in verschiedenen Lagern und Gefängnissen interniert. Er starb am Morgen des 13. Dezember 1950 im Konzentrationslager Manpo an Hunger, Kälte und Entkräftung.
Seligsprechung Der Seligsprechungsprozess durch die Katholische Kirche wurde im Mai 2007 eingeleitet. Die katholische Kirche hat Bruder Solanus als Blutzeugen in das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts aufgenommen.
Literatur Frumentius Renner, Art.: Bruder Solanus (Rudolf) Hermann, in: Helmut Moll (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Paderborn u. a. 1999, 8., überarbeitete und aktualisierte Auflage 2024, Band II, S. 1667–1668.
Weblinks
„Der Märtyrer aus Thal“, Südwest Presse (vom 28. September 2007; PDF; 325 kB)
Kategorie:Eröffneter Seligsprechungsprozess Kategorie:Benediktiner Kategorie:Märtyrer Kategorie:Opfer einer Christenverfolgung Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1909 Kategorie:Gestorben 1950 Kategorie:Mann