miniatur|Zercon sp., Männchen, Unterseite mit Geschlechtsöffnung miniatur|Parazercon radiatus, Weibchen miniatur|Zercon gurensis, Männchen miniatur|Prozercon carpathofimbriatus, Weibchen Die Zerconidae sind eine Familie der Raubmilben (Gamasida) mit Verbreitung auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die Arten der Familie kommen in Wäldern häufig vor, wo sie die oberflächlichen Bodenschichten besiedeln.
Merkmale Vertreter dieser Raubmilbenfamilie werden nur 215–680 µm groß. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu anderen Gruppen sind die vier Rückengruben am Ende des Dorsalschildes (manchmal kaum sichtbar) und der gezackte Rand des Schildes. Die männliche Geschlechtsöffnung liegt mittig im Sternalschild.
Lebensweise Es handelt sich um freilebende Milben, die sich räuberisch ernähren. Sie sind oligophag, das heißt auf eine bestimmte Nahrungsquelle spezialisiert. Ihre Hauptnahrung sind Fadenwürmer, die ebenfalls in der Bodenstreu vorkommen.
Ihr Lebenszyklus umfasst drei Stadien bis zur Geschlechtsreife: Larve, Protonymphe und Nymphe. Nach der letzten Häutung sind die Tiere adult.
Systematik Die Zerconidae gehören zur Überfamilie Zerconoidea, die außer den Zerconidae selbst nur aus der monobasischen Familie Coprozerconidae besteht. Die Überfamilie zählt zur Unterkohorte Epicriiae in der Kohorte der Raubmilben.
Gattungen Die Familie ist mit zirka 330 Arten auf der nördlichen Erdhalbkugel verbreitet. Die meisten Vertreter kommen aus den Gattungen Zercon (ca. 225 Arten) und Prozercon (ca. 50 Arten). Weitere Gattungen sind: Aleksozercon Petrova, 1978 Allozercon Błaszak, 1984 Amerozercon Halašková, 1969 Aquilonozercon Halašková, 1979 Aspar Halašková, 1977 Bakeras Błaszak, 1984 Blaszakiella Sikora & Skoracki, 2008 Bledas Halašková, 1977 Carpathozercon Balan, 1991 Caurozercon Halašková, 1977 Cosmozercon Błaszak, 1981 Echinozercon Błaszak, 1975 Eurozercon Halašková, 1979 Hypozercon Błaszak, 1981 Indozercon Błaszak, 1978 Kaikiozercon Halašková, 1979 Koreozercon Halašková, 1979 Krantzas Błaszak, 1981 Lindquistas Błaszak, 1981 Macrozercon Błaszak, 1975 Mesozercon Błaszak, 1975 Metazercon Błaszak, 1975 Microzercon Błaszak, 1975 Mixozercon Halašková, 1963 Monozercon Błaszak, 1984 Neozercon Petrova, 1977 Paleozercon Błaszak, Cokendolpher & Polyak, 1995 Parazercon Trägardh, 1931 Parhozercon Błaszak, 1981 Rafas Błaszak, 1979 Skeironozercon Halašková, 1977 Syskenozercon Athias-Henriot, 1977 Xenozercon Błaszak, 1976
Literatur W. Karg: Acari (Acarina), Milben Parasitiformes (Anactinochaeta), Cohors Gamasina Leach, Raubmilben. In: Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile nach ihren Merkmalen und ihrer Lebensweise. 59. Teil, 2., überarbeitete Auflage. VEB Gustav Fischer Verlag, Jena 1993, ISBN 3-931374-48-3. C. Błaszak, J. C. Cokendolpher, V. J. Polyak: Paleozercon cavernicolus n. gen., n. sp., fossil mite from a cave in the Southwestern U.S.A. (Acari, Gamasida, Zerconidae), with a key to Nearctic genera of Zerconidae. In: International Journal of Acarology. 21, 4, 1995, S. 253–259.
Weblinks
Kategorie:Mesostigmata Kategorie:Mesostigmata (Ordnung)