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Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Friedrichsfelde ist eine Übersicht der in dem Berliner Ortsteil Friedrichsfelde im Bezirk Lichtenberg historisch oder gegenwärtig vorhandenen Straßen und Plätze. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung eine der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick mini|hochkant=1.5|Wohnviertel (grün) und Verkehrswege um Alt-Friedrichsfelde
Der Ortsteil kann entsprechend seinem Wachsen in verschiedene Quartiere unterteilt werden: den Bereich des historischen Ortskerns um die Alfred-Kowalke-Straße, den Bereich nördlich und südlich der Einbecker Straße (damals Neu-Lichtenberg), die ‚Splanemann-Siedlung‘ (in den 1920er Jahren eine der ersten Wohnsiedlungen mit Plattenbauten), das Sewanviertel beiderseits der Sewanstraße (in den 1960er Jahren als Hans-Loch-Viertel errichtet und fast vollständig mit Namen von Gewässern belegt), das Wohngebiet Rosenfelder Ring (Mitte der 1960er Jahre entstanden), das Gensinger Viertel (um 1980 entstanden und ab 1998 erweitert) und anfänglich sechs ‚Kolonien‘ oder Kleingartenanlagen (KGA). Durch Gebietsveränderungen innerhalb des Bezirks im Jahr 2001 gelangte die KGA ‚Alwin Bielefeldt‘ zum Ortsteil Lichtenberg, sodass zu Friedrichsfelde nur noch fünf Kleingartenanlagen gehören. Klare Prinzipien der Straßennamensvergabe sind nicht erkennbar, unter anderem auch wegen mehrfacher Umbenennungen.
Zahlreiche Wohnbauten entstanden in den Jahren zwischen 1924 und 1931, weil der damalige Magistrat von Berlin die Erhebung einer Hauszinssteuer beschlossen hatte. Diese Sonderabgaben der Hausbesitzer wurden zur Vergabe günstiger Kredite für den gemeinnützigen Wohnungsbau verwendet. Die schnell gegründeten städtischen, gewerkschaftlichen und genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaften ließen nun im großen Stil das Neu-Lichtenberg – die westliche Ausdehnung von Alt-Friedrichsfelde Richtung Lichtenberger Kiez errichten. Lange Straßenzeilen mit lichten Hofanlagen ohne Hinterhöfe wurden nach Plänen bedeutender Architekten jener Zeit fertiggestellt. So entstanden beispielsweise die Wohnkomplexe ‚Sonnenhof‘, ‚Ulmenhof‘ und ‚Pappelhof‘.Zwischen Hohenzollernschloß und dem ‚Freilichtmuseum des Neuen Bauens‘. Friedrichsfelde. Aus Jan-Michael Feustel: Spaziergänge in Lichtenberg, Verlag Haude und Spener Berlin 1996, ISBN 3-7759-0409-3, S. 97f.
Im Berliner Adressbuch wird Friedrichsfelde mit seinen Straßen erstmals 1897 aufgeführt.
Friedrichsfelde hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 10315, 10317 und 10319.
Übersicht der Straßen und Plätze
Diese Zusammenstellung wird speziell ergänzt durch die Darstellung der Stadtquartiere Weitlingkiez und Alt-Friedrichsfelde. Die dortigen Straßen und Plätze sind hier nur kurz genannt und entsprechend verlinkt.
Name/Lage Länge/Maße(in Metern)Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAgnes-Kraus-Weg ()630Agnes Kraus (1911–1995), Schauspielerinalign=right Ein bisher namenloser Fußweg entlang des Ost- und Südufers des Kraatzgrabens (Tränkegraben oder Katzengraben) zwischen der Sewanstraße und der Erich-Kurz-Straße erhielt auf Beschluss der BVV Lichtenberg den Namen der DDR-Schauspielerin an ihrem 100. Geburtstag. Als Namenshinweis vor Ort wurde ein Gedenkstein enthüllt., erneut abgerufen am 19. April 2019.140pxAlfred-Kowalke-Straße ()820Alfred Kowalke (1907–1944), kommunistischer Widerstandskämpferalign=right Die historische Dorfstraße von Friedrichsfelde beginnt an der Einbecker Straße am U-Bahnhof Friedrichsfelde, kreuzt die Straße Am Tierpark und endet als Sackgasse hinter der Charlottenstraße. Bei ihrer ersten Befestigung und intensiveren Bebauung um 1900 erhielt sie die Bezeichnung Wilhelmstraße. Erst dreißig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde sie bei der baulichen Erweiterung des Wohngebietes umbenannt.Institut für Denkmalpflege (Hrsg.): Die Bau- und Kunstdenkmale der DDR. Hauptstadt Berlin II. Henschelverlag, Berlin 1984, S. 211 An ihr stehen die Dorfkirche Friedrichsfelde, die Preußensäule, die Treskow-Platane und ein Gedenkstein für Nikolai Bersarin.140px|Mittelstreifen mit PreußensäuleAlt-Friedrichsfelde ()1395(im Ortsteil)Dorf Friedrichsfeldealign=right Die Straße beginnt als Fortsetzung der Frankfurter Allee an der Ortsteilgrenze zu Rummelsburg, kreuzt Rhinstraße/Am Tierpark und endet an der Ortsteilgrenze zu Biesdorf. Dort geht sie in die Straße Alt-Biesdorf über.
Frühere Namen waren Frankfurter Chaussee (westlich zwischen Bahnhof Lichtenberg und Schloßstraße) und Berliner Straße (östlich zwischen Schloßstraße und Alt-Biesdorf; beides bis 1927) und Straße der Befreiung (von 1976 bis 1992). Details siehe Alt-Friedrichsfelde140pxAm Kraatz-Tränke-Graben () Kraatz-Tränke-Graben, volkstümlich auch Katzengrabenalign=right Der bis dahin namenlose Fußweg zum Betriebsbahnhof Rummelsburg erhielt seinen Namen, um die Orientierung im Wohngebiet Sewanviertel zu verbessern. Es handelt sich um gewidmetes Straßenland.Drucksache - DS/0327/VIII: Benennung von Wegen zum Betriebsbahnhof Rummelsburg 140px|Am linken Bildrand verläuft der namensgebende WassergrabenAm Lindenplatz ()255 Linde, Laubbaum align=right Der abgewinkelte Straßenzug nordöstlich der Schwarzmeerstraße entstand nach Erweiterungsbauten im Quartier. Im tatsächlichen Sinn ist das kein Platz, sondern eine geschlossene Wohnanlage mit Reihenhäusern (siehe Bild). 140pxAm Tierpark ()1815 Tierparkalign=right Die Straße führt in Nord-Süd-Richtung von der Kreuzung Alt-Friedrichsfelde bis zur Eisenbahnbrücke unter der VnK-Strecke, wo sie sich als Treskowallee im Ortsteil Karlshorst fortsetzt.Institut für Denkmalpflege (Hrsg.): Die Bau- und Kunstdenkmale der DDR. Hauptstadt Berlin II. Henschelverlag, Berlin 1984, S. 213ff. Im 18. Jahrhundert Chaussee nach Cöpenick genannt, bekam der Verkehrsweg 1897 den Namen Schloßstraße, da er am Schloss Friedrichsfelde vorbei führte. Nach der Fertigstellung des Tierparks auf dem ehemaligen Schlossparkgelände erhielt die Straße ihren heutigen Namen, wobei der Nordabschnitt der früheren Treskowallee (zunächst als Verlängerte Schloßstraße bezeichnet) hinzugefügt wurde. An der Straße liegen die Dorfkirche Friedrichsfelde, der U-Bahnhof Tierpark und das Einkaufszentrum TierparkCenter. Sie wird in ganzer Länge von den Straßenbahnlinien M17, 27 und 37 durchfahren.Sylva Brösicke-Istok, Gabriela Ivan, Romy Köcher, Hans Schlegel: Plastiken Denkmäler, Brunnen in Berlin. Katalog 1993, Bezirk Lichtenberg; Luisenstädtischer Bildungsverein Berlin 1993, ISBN 3-89542-012-3140px
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140pxAn der Hansekogge ()190 Die Kogge (Springbrunnen)align= right Die Stichstraße zweigt von der Gensinger Straße ab und führt durch eine in den 2010er Jahren entstandene Reihenhaussiedlung im Gensinger Viertel. Als Namensgeber für den neuen Verkehrsweg dient die hier platzierte ehemalige Brunnenskulptur. (unteres Bild) 140px 140x140px|zentriert|Frei stehende Kogge, 2023Archenholdstraße ()960Friedrich Archenhold (1861–1939), Astronom und erster Leiter der Sternwarte im Treptower Parkalign=right Die Straße verläuft von der Einbecker Straße am Zamenhofpark bis zur Rummelsburger Straße. Bei der Erstanlage vor 1892 hieß sie Walderseestraße; vom 31. Mai bis zum 20. November 1951 Archenholdweg. Fast alle erhaltenen Wohnbauten stammen aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.140pxBaikalstraße ()420Baikalsee, Gewässer in Russlandalign=right Sie verläuft von der Sewanstraße zunächst nach Norden, knickt dann nach Osten ab und endet an der Volkradstraße. Bei Baubeginn zum ersten Bauabschnitt des damaligen Hans-Loch-Viertels wurde sie Straße F genannt. An der Ecke zur Volkradstraße befindet sich seit 1982 die lebensgroße Sandsteinfigur ‚Frauenakt‘ (auch ‚Die Badende‘ genannt).140px|BaikalstraßeBalatonstraße ()685Balaton, Gewässer in Ungarnalign=right Die Straße verläuft in West-Ost-Richtung zwischen Volkrad- und Moldaustraße. Sie wurde bei Baubeginn zum ersten Bauabschnitt des Hans-Loch-Viertels als Neubaustraße 1 angelegt.140px|BalatonstraßeBietzkestraße ()300(im Ortsteil)Kurt Bietzke (1894–1943), kommunistischer Widerstandskämpferalign=right Sie beginnt als Fortsetzung der Sophienstraße im Ortsteil Rummelsburg und endet im Osten am Eingang zum Stadion Friedrichsfelde. Das westlich der Marie-Curie-Allee gelegene Teilstück der Straße mit den Hausnummern 1 bis 4 liegt im Ortsteil Rummelsburg. Zwischen 1900, als die bauliche Erschließung des Gebietes begann, bis 1951 hieß sie Fürst-Bismarck-Straße.140pxCharlottenstraße ()340Charlotte von Preußen (1860–1919), Tochter von Kaiser Friedrich III.align=right Sie verläuft winklig zwischen Alt-Friedrichsfelde und Alfred-Kowalke-Straße östlich der Straße Am Tierpark. Zwei Jahre nach der Namensgebung der Straße wies sie neben Gärten erst zwei Häuser auf. Trotz der Bestrebungen in den 1950er Jahren, Straßen, die nach Angehörigen des früheren Adels benannt waren, umzubenennen, behielt die Straße ihren Namen.140px|CharlottenstraßeCriegernweg ()80Paul von Criegern (1850–1930), preußischer Generalalign=right Die kurze Wohnstraße zwischen der Straße Am Tierpark und dem Lüttichauweg befindet sich auf dem früheren Gut Treskow. Bei ihrer Erstanlage hieß sie Straße 124.140pxDathepromenade ()750Heinrich Dathe (1910–1991), erster Direktor des Berliner Tierparksalign=right Der vorher bereits vorhandene Fußgängerweg im Wohngebiet Sewanstraße zwischen Sewanstraße und Heinrich-Dathe-Platz erhielt erst 2005 einen eigenen Namen.Informationen des Bezirksamtes Lichtenberg zur Dathepromenade, abgerufen am 12. März 2011 Ein hier zunächst aufgestellter Pavillon wurde auf Beschluss der BVV Lichtenberg im April/Mai 2011 an einen neuen Standort in Alt-Hohenschönhausen (Stadtteilzentrum Hedwigstraße 9/10) versetzt. Dort dient er Kindern einer Betreuungseinrichtung als Kunstatelier.Dathe-Pavillon wird Atelier. Kurzinformation in der Berliner Morgenpost, Wochenend-Extra, Ostern 2011, Titelseite140px|DathepromenadeDelbrückstraße ()290(im Ortsteil)Rudolph von Delbrück (1817–1903), preußischer Politikeralign=right Die Straße ist die östliche Fortsetzung der Münsterlandstraße im Ortsteil Rummelsburg und endet an der Rummelsburger Straße. Das westlich der Marie-Curie-Allee gelegene Teilstück der Straße mit den Hausnummern 1 bis 5 liegt im Ortsteil Rummelsburg. Sie sollte ursprünglich im September 1946 in Reudener Straße umbenannt werden, was vom damaligen Berliner Magistrat nicht bestätigt wurde.140px|DelbrückstraßeDolgenseestraße ()1150Dolgensee, Gewässer in Brandenburgalign=right Die Straße verläuft mit mehreren Seitenarmen abgewinkelt zwischen Sewanstraße und Michiganseestraße. Im Rahmen des zweiten Bauabschnitts des damaligen Hans-Loch-Viertels wurde sie angelegt. An der Ecke Mellenseestraße schmückt seit 1975 ein von Manfred Ebeling gestalteter Kugelbrunnen die Wohnstraße. Vor der Schule in dieser Straße ist eine Bronzegruppe ‚Junges Paar‘ vom Bildhauer Rolf Winkler zu sehen.140px|DolgenseestraßeEggersdorfer Straße ()485Eggersdorf, Ortsteil von Petershagen-Eggersdorf in Brandenburgalign=right Sie verläuft zwischen Rummelsburger Straße und Zachertstraße entlang der Sportplätze des Stadions Friedrichsfelde. Zuerst hieß der Verkehrsweg Dallwitzstraße.140px|Eggersdorfer Ecke BietzkestraßeEinbecker Straße ()855(im Ortsteil)Einbeck, Stadt in Niedersachsenalign=right Die Straße verläuft im Ortsteil zwischen Rosenfelder und Rummelsburger / Alfred-Kowalke-Straße am U-Bahnhof Friedrichsfelde. Der westliche Bereich (Hausnummern 16–37) gehört zu Rummelsburg; zu Friedrichsfelde gehören die Hausnummern 39–119.Kauperts Straßenführer durch Berlin Bei der Erstanlage um das Jahr 1880 war dieser Abschnitt die Prinzenallee (bis 1951). – Das untere Bild zeigt einen Blick von der Einmündung der Wönnichstraße ostwärts.
Im Haus Nr. 41 befand sich 1945 der Sitz der Gruppe Ulbricht nach ihrer Rückkehr aus der Sowjetunion.Ehemaliger Sitz des ZK der KPD 1945
Vor dem Haus Nr. 85 steht seit 1982 ein Keramikbrunnen zum Thema ‚Pflanzen und Früchte‘ von Christina Renker und Alfred Bernau.