mini Mårten Eskil Winge (* 21. September 1825 in Stockholm; † 22. April 1896 in Enköping) war ein schwedischer Maler, Illustrator und Professor.

Biografie

Winges Vater war der Lehrer und spätere Pfarrer Isak Martin Winge. Winge erwarb 1846 sein Abitur in Uppsala und wurde danach Schüler bei dem Dekorationsmaler Per Emanuel Wallander in Stockholm. 1847 schrieb er sich an der Kungliga Konsthögskolan ein. Neben seinem Studium verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Postangestellter und durch den Verkauf von Porträts. Schon durch sein Elternhaus wurde Winges Interesse für Sagen über die skandinavische Vorgeschichte geweckt. Seine Zeichnungen zu diesem Thema fanden in seinem Umfeld große Beachtung. Er gestaltete unter anderem Illustrationen zu Adam Oehlenschlägers Werk Nordens guder und zu Kronprinz Karls Dichtung Fosterbröderna. Zusammen mit seinem Studienfreund August Malmström wandte sich Winge einer schwedischen Variante des Symbolismus zu.

1856 wurde Winge Schüler bei Johan Christoffer Boklund in der neuen Malerschule der Kunstakademie. Im Jahr darauf erhielt er eine königliche Medaille für sein Werk Karl X. Gustav am Totenbett von Axel Oxenstierna. Winge erhielt ein Stipendium, das ihm eine Studienreise über Düsseldorf (1857) nach Paris ermöglichte, wo er am Louvre Gemälde von Peter Paul Rubens kopierte. Auf dem Rückweg erreichte er 1859 Rom, bevor er 1863 nach Schweden zurückkehrte.

1864 wurde Winge in die Kunstakademie gewählt und nach verschiedenen Lehraufträgen erhielt er kurze Zeit später den Professorentitel. 1865 eröffnete er eine eigene Malerschule in seinem Atelier. 1867 heiratete er die Malerin Hanna Winge. Eine zweite Italienreise, die ihm eine Vielzahl von Inspirationen gab, unternahm Winge 1877.

Werke in Auswahl Kraka (Aslaug), 1862, Schwedisches Nationalmuseum, Stockholm Loke och Sigyn, 1863, Nationalmuseum, Stockholm Jesus kommer till byn, Altargemälde, 1866, Mariakirche in Borrby, Schonen Hjalmars avsked av Orvar Odd efter striden på Samsö, 1866, Vänersborgs Museum, Västergötland Olav Tryggvason och Sigrid Storråda i Konghäll, 1868, Provinzmuseum Örebro Altargemälde, 1869, Kirche Rogberga, Småland Tors strid med jättarna, 1866–1872, Nationalmuseum, Stockholm Kristus i Getsemane, Altargemälde, 1870er Jahre, Kirche Borgeby, Schonen Kristus med nattvardskalken, Altargemälde, 1872, Kirche Landeryd, Östergötland Årstiderna (Jahreszeiten), 1874, Deckengemälde, Schloss Kulla Gunnarstorps, Schonen Altargemälde, 1878?, Kirche Hedemora, Dalarna Altargemälde, 1882, Sankt-Pauli-Kirche, Malmö Selbstporträt, 1896, Kunstakademie, Stockholm Altargemälde, Schloss Kronovall, Schonen

Literatur Svenskt konstnärslexikon, Band V, Seiten 700–701, Allhems förlag, Malmö 1967. Schwedische Nationalenzyklopädie, multimedia 2000 plus.

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