Dietenholz (im 18. Jahrhundert umgangssprachlich „Dörrenholz“ genanntJ. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 595.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Dietenholz liegt in der Gemarkung Neudorf.
Geografie Nördlich des Weilers im Hardter Forst entspringt der Schlauersbach, der ein linker Zufluss der Bibert ist. 0,25 km westlich des Ortes liegt das Waldgebiet Wirtsgarten, 0,5 km östlich liegt das Eichholz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2245 bei Neudorf (0,9 km südlich) bzw. zur Kreisstraße AN 11/NEA 18 (0,7 km westlich) zwischen Neudorf (0,9 km südlich) und Hirschneuses (1,5 km nördlich).
Geschichte Spätestens im frühen 14. Jahrhundert wurde der Hof gegründet. 1333 wurde dieser als „Dientholz“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Deoto bzw. Dieto, der als Gründer der Siedlung angesehen werden kann.M. Kollar: Markt Dietenhofen, S. 167. Das Kloster Heilsbronn erwarb dort etwas später zwei Anwesen.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 327. Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die Einöde zu einem aus mehreren Höfen bestehenden Weiler.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dietenholz 5 Anwesen (2 Halbhöfe, 1 Gut, 2 Gütlein). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über die Anwesen hatte das Kastenamt Neuhof.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 89. Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof.
Im Jahre 1810 kam Dietenholz zum Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hirschneuses und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Hirschneuses zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) erfolgte die Umgemeindung in die neu gebildete Ruralgemeinde Neudorf.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 204. Am 1. Januar 1972 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in den Markt Dietenhofen eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2005 2013Einwohner 32 41 42 45 30 27 29 22 22 27 27 34 29HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 6 7 7 7 4 5 4 5 Quelle auf: dietenhofen.de
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas (Dietenhofen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Dietenhofen) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1333