Pļaviņas (deutsch: Stockmannshof) ist eine Stadt im Osten Lettlands, am rechten Ufer der Düna und an der Einmündung des Flusses Aiviekste gelegen. Im Jahre zählte Pļaviņas Einwohner.
Geschichte Auf zwei Burghügeln wurden Siedlungsspuren aus dem 3. Jahrtausend vor Christus gefunden. Die Reste der mittelalterlichen Burg Loxten (Lokstenes pilsdrupas) liegen in Spornlage über dem Hochufer der Düna und blicken auf die benachbarte Ordensburg Selburg über dem Dorf Sēlpils. Während des Polnisch-Schwedischen Krieges eroberten die Schweden im Jahre 1626 die Burg Selburg und legten dort ein Kriegslager an.Karl Eduard Napiersky (Hg.): Monumenta Livoniae antiquae. Sammlung von Chroniken, Berichten, Urkunden und andern schriftlichen Denkmalen und Aufsätzen, welche zur Erläuterung der Geschichte Liv-, Ehst- und Kurlands dienen, Bd. 2. Eduard Frantzen, Riga und Leipzig 1839, S. 13.
Der Ort entwickelte sich um das Gut Stockmannshof sowie um eine Eisenbahnstation an der Linie Riga–Dünaburg.Toms Altbergs, Karīna Augustāne, Ieva Pētersone: Dzelzceļš Latvijai – Latvija dzelzceļam. Jumava, Riga 2011, ISBN 978-9984-38-964-6, S. 62–67. 1902 bestand eine Glasfabrik und eine Steinschmelzerei, die beide im Ersten Weltkrieg zerstört wurden.
Die Evangelisch-Lutherische Kirche St. Peter wurde von 1911 bis 1912 erbaut.https://www.plavinunovads.lv/lv/turisms/plavinu-sveta-petera-baznica
Die im Stil des Spätklassizismus nach Entwurf des Architekten Eduards de Vitte von 1828 bis 1830 erbaute lutherische Kirche in Gostiņi, einem Ortsteil im Osten von Pļaviņas, wurde 1830 geweiht.https://www.zudusilatvija.lv/objects/object/13101/
1927 erhielt Pļaviņas die Stadtrechte. 1956 wurde das benachbarte Gostiņi eingemeindet. 2009 schloss sich die Stadt mit drei umliegenden Gemeinden zum Bezirk Pļaviņas (Pļaviņu novads) zusammen, der 2021 im neuen Bezirk Aizkraukle aufging.
Ansichten
Söhne und Töchter Inese Jaunzeme (1932–2011), Leichtathletin Māris Bružiks (* 1962), Leichtathlet Raimonds Bergmanis (* 1966), Gewichtheber und Politiker Aleksandrs Patrijuks (* 1993), Biathlet
Literatur
Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas pagasti. Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.
Weblinks
Offizielle Website der Stadt
Fußnoten
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