Hans-Werner Klohe (* 11. November 1970 in Mannheim) ist ein deutscher Tänzer und Choreograph.

Werdegang Klohe wuchs in Landau in der Pfalz auf, wo er das Abitur am Max-Slevogt-Gymnasium erwarb. Er studierte Tanz an der Staatlichen Ballettakademie in Köln und an der Heinz-Bosl-Stiftung in München. Klohe arbeitete im Rahmen von choreografischen Research- und Coachingprojekten mit Lloyd Newson, Vera Mantero, Emio Greco und Nigel Charnock zusammen. Ebenso wirkte er als Tänzer gemeinsam mit Sasha Waltz. Neben deutschen Engagements als Tänzer war er auch an Theatern in den USA und den Niederlanden, England, Frankreich, Kanada und Ungarn tätig.

Choreographie Seit 2001 produzierte Klohe eigene Tanzstücke wie sein „Hugo Wolf-Projekt“.Theater heute. Zeitschrift für Schauspiel. Band 47 (2006), S. 123 Neues Deutschland urteilte über Klohes Hugo-Wolf-Projekt: „Sein Gespür für skulpturale Bildlösungen und effektvolle Raumwirkungen überzeugt. Dabei steigt das Lied häufig aus der Enge der Körper auf, als entspringe es einem Augenblickskontakt.“Neues Deutschland, 20. September 2005 „Wolfs Lieder gewinnen, wenn der Sänger choreographisch integriert ist und mutig in Schwüngen, aufrecht oder liegend seine Stimme körperlich erschüttern lässt. So kommt der Energiefluss der Musik, die der Tanz übersetzt, zuletzt als Bewegung in der Musik wieder an. Das ist etwas, das den allerwenigsten solcher Experimente gelingt“, urteilte die Berliner Morgenpost.Berliner Morgenpost, 17. September 2005 Klohe verbindet tänzerische Körperarbeit mit asiatischen Meditationsformen wie bei einer Aktion am Museum für Asiatische Kunst in Berlin 2010.„Wien ein Buddha.“ Berliner Morgenpost, 12. Mai 2010

Engagements als Tänzer (Auswahl) 1994–1996: Ballett Theater Chemnitz 1996–1998: Introdans (Niederlande) 1998–2000: Adventures in Motion Pictures (AMP in London, New York und Los Angeles) – "Swan Lake" und „Cinderella“ 2001: „Dumb Type“, ein Multimediaprojekt mit Ryoji Ikeda in Kyōto 2000–2002: Unter Joachim Schlömer am TanzTheaterBasel 2002–2007: Mit Sasha Waltz an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin im Projekt „17-25/4“ sowie „noBody“ – Koproduktion mit dem Festival von Avignon

Eigene Produktionen als Choreograph (Auswahl) 1994 „Spiegelbilder“ – Heinz-Bosl-Stiftung, München 1996 „nur mit wind mit zeit und mit klang“ – Theater Chemnitz 1998 „Fallen Angels“ – Studio Theatre Introdans, Arnheim (Niederlande) 2001 „zweiFall“ – Tanztage Berlin 2002 „Comme un caméléon sur le lit blanc“ – Dock 11 (Berlin) 2003 „gehthörtspricht“ – Tanztage Berlin, Sophiensaele 2003 „RISSE“ – Dock 11 (Berlin) 2004 „narziss.04“ – Tanztage Berlin 2004 „L.O.V.E. - Ein Spiel von Liebe und Zufall“ – Dock 11, Berlin 2005 „Hugo Wolf-Projekt“ – St.-Elisabeth-Kirche, Berlin 2006 „brinnen, Tanz und Lyrik, Ein Dialog“ – Kollegium, Budapest

Quellen Otis L. Guernsey: The Best Plays of 1998-1999. New York: Limelight Editions 1999 (ISBN 978-0-879102906), S. 229. Klaus Siebenhaar: Kulturhandbuch Berlin. Geschichte und Gegenwart. Bostelmann Verlag, 3. Auflage Berlin 2005 (ISBN 3-936962-12-X), S. 134. Michaela Schlagenwerth: Sasha Waltz. Berlin: Alexander Verlag 2008 (ISBN 978-3-895811821), S. 101–106.

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Einzelnachweise

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