mini|Lage der Verbandsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen Die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim war eine Gebietskörperschaft im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten die Städte Oppenheim und Nierstein sowie neun weitere Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz war in der Stadt Oppenheim.

Am 1. Juli 2014 wurde die Verbandsgemeinde Guntersblum in die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim eingegliedert. Daraus entstand die neue Verbandsgemeinde Rhein-Selz.

Verbandsangehörige Gemeinden Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner Dalheim 6,34 1.021 Dexheim 5,69 1.416 Dienheim 9,91 2.157 Friesenheim 3,47 681 Hahnheim 6,39 1.533 Köngernheim 3,63 1.370 Mommenheim 7,78 3.077 Nierstein, Stadt 19,34 7.912 Oppenheim, Stadt 7,09 7.132 Selzen 6,66 1.522 Undenheim 9,97 2.761 Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim 86,27 30.582 (Einwohner am 31. Dezember 2012)

Geschichte Im Zuge der Gebietsreform des Landes Rheinland-Pfalz wurde die Verbandsgemeinde Guntersblum in die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim eingegliedert. Als Grund dafür gilt unter anderem die für das Land Rheinland-Pfalz eher geringe Zahl von Einwohnern (unter 12.000 Einwohner) der Verbandsgemeinde Guntersblum und die daraus vermeidbaren Verwaltungskosten. Die Amtsgeschäfte der neuen Verbandsgemeinde mit dem Namen „Verbandsgemeinde Rhein-Selz“ wurden am 1. Juli 2014 aufgenommen.Zwangsfusion: Nierstein-Oppenheim und Guntersblum sollen VG Rhein-Selz werden auf der Webseite der Verlagsgruppe Rhein Main von Andreas Riechert und André Domes am 2. Juli 2013 Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz hat im Leininger Schloss in Guntersblum eine Verwaltungsstelle. Die neue Verbandsgemeinde Rhein-Selz ist mit rund 40.000 Bürgern die größte Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz.

Am 13. Dezember 2013 stimmten die Fraktionen der SPD Rheinland-Pfalz und von Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz im Landtag Rheinland-Pfalz für eine Zwangsfusion beider Verbandsgemeinden, nachdem eine freiwillige Fusion gescheitert war.Antrag der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen Entschließung zu dem Gesetzentwurf der Landesregierung auf der Website des Landtags Rheinland-Pfalz vom 12. Dezember 2013 (PDF-Datei: 707 KB)Mainz: Landtag beschließt Fusion der Verbandsgemeinden Nierstein-Oppenheim und Guntersblum auf der Webseite der Verlagsgruppe Rhein Main von Markus Lachmann am 13. Dezember 2013 Die Fraktion der CDU Rheinland-Pfalz stimmte gegen die Fusion.

Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim im Jahr 2014; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 8.831 1835 14.152 1871 13.695 1905 16.472 1939 17.513 1950 21.247 Jahr Einwohner 1961 20.735 1970 20.739 1987 21.660 1997 27.158 2005 29.826 2010 30.572

Politik mini|Sitz der ehemaligen Verbandsgemeindeverwaltung: das Oppenheimer Rondo Verbandsgemeinderat Der Verbandsgemeinderat Nierstein-Oppenheim bestand nach seiner letzten Wahl bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 aus 40 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im ehemaligen Verbandsgemeinderat:Wahlband Kommunalwahl 2009 auf wahlen.rlp.de Wahl SPD CDU FDP GRÜNE FWG BL Gesamt 2009 14 12 3 4 5 2 40 Sitze 2004 12 13 2 3 6 – 36 Sitze

Bürgermeister Der letzte Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim war seit 1994 Klaus Penzer (SPD). Klaus Penzer wurde bei den Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2014 auch zum ersten Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Selz gewählt.

Erster Bürgermeister der Verbandsgemeinde war von 1972 bis 1984 Friedhelm Schneider (SPD). Von 1984 bis 1994 hatte Reinhard Petry (CDU) das Amt inne.

Wappen Die Blasonierung lautet: „In achtfach von Gold und Rot geteiltem Schildbord von Gold und Schwarz geteilt, oben ein rotbewehrter schwarzer Adler, unten ein rotgewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, beseitet von je einem sechsstrahligen goldenen Stern.“

Literatur

Festschrift „Zwischen Rhein und Selz“ – 40 Jahre Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim. 2012. Dieter Krienke: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Kreis Mainz-Bingen 18.3 = Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2011. ISBN 978-3-88462-311-4

Einzelnachweise

Nierstein-Oppenheim Kategorie:Geschichte (Rheinhessen) NiersteinOppenheim Kategorie:Aufgelöst 2014