Lithiumacetat ist das Lithiumsalz der Essigsäure mit der Halbstrukturformel CH3COOLi.
Gewinnung und Darstellung Lithiumacetat kann durch Salzbildungsreaktion aus Lithiumhydroxid und Essigsäure hergestellt werden.Ulrich Wietelmann, Richard J. Bauer: Lithium and Lithium compounds. In: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley-VCH, Weinheim 2005, .
Ebenso ist die Synthese aus Lithiumcarbonat und Essigsäure unter Entwicklung von Kohlendioxid möglich.
Eigenschaften Lithiumacetat ist im Handel üblicherweise als weißes Dihydrat mit der Formel CH3COOLi · 2 H2O erhältlich. Das Dihydrat kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem in der mit den Gitterkonstanten a = 686 pm, b = 1149 pm und c = 659 pm.V. Amirthalingam, V. M. Padmanabhan: The crystal structure of lithium acetate dihydrate CH3COOLi.2H2O. In: Acta Cryst. Band 11, 1958, S. 896, doi:10.1107/S0365110X58002541. Das Anhydrat kristallisiert im triklinen Kristallsystem in der Raumgruppe mit den Gitterkonstanten a = 929 pm, b = 1213 pm und c = 676 pm sowie α = 101°, β = 100° und γ = 105°.
Verwendung Lithiumacetat wird als Puffersubstanz bei der Gelelektrophorese von DNA und RNA, bei der Transformation von Hefezellen durch die Lithiumacetat-Methode. In der Psychiatrie wird es im Zuge der Lithiumtherapie verwendet. Weiterhin dient es als Katalysator in der Polyesterproduktion, als Korrosionsschutzmittel in Polyphenylsulfidharzen und als Katalysator in der Produktion von Alkydharzen und Acrylpolymeren.FMC Lithium: (PDF; 272 kB)
Einzelnachweise
Kategorie:Lithiumverbindung Kategorie:Acetat Kategorie:Phasenprophylaktikum Kategorie:Psychotroper Wirkstoff