mini|Kirche St. Johannes in Hatzenport mini|Nahansicht Die katholische Kirche St. Johannes in Hatzenport, einer Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz, wurde im 13. Jahrhundert errichtet.
Architektur Außenbau Der älteste Teil der Kirche St. Johannes, inmitten des alten Friedhofs über dem Dorf gelegen, ist der Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert. Das spätgotische Langhaus und der Chor entstanden um 1480. Der Westturm zeigt einen achtflächigen spitzen Helm und vier kleine Nebenhelme, die mit BleiKrabben und Bleikreuzblumen geschmückt sind. Der Kirchenbau besteht aus einem saalartigen Langhaus mit flacher Decke und einem kleinen Chor. Daran ist eine Sakristei angebaut. Der viereckige Chor und die Sakristei sind von einem achtseitigen Spitzhelm überwölbt.
Innenraum Im nördlichen Teil des Langhauses befindet sich noch ein Fenster mit Glasmalereien aus der Entstehungszeit des Langhauses. Dieses Fenster war von Konrad von Bolanden, dem Herrn über die Burg Bischofstein, gestiftet worden. Die restlichen Fenster stammen aus den Jahren 1847/48. Im östlichen Langhaus befinden sich zwei barocke Seitenaltäre. Der Hauptaltar ist aus der Renovierungszeit von 1847/48. Die spätgotischen Holzplastiken des hl. Johannes, einer Pietà sowie eines Kruzifixes sind sehr wertvoll. Die frühbarocken Altäre aus dem frühen 17. Jahrhundert wurden von der Koblenzer Restauratorin Katrin Etringer untersucht und 2023 restauriert. Dabei stellte Etringer die ursprüngliche Farbfassung nach historischem Muster wieder her.
Literatur Karl-Wilhelm Ibald: Hatzenport an der Mosel. Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Köln 1978, ISBN 3-88094-246-3 (=Rheinische Kunststätten, Heft 209)
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