Vöran ([]; italienisch Verano) ist eine italienische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) in Südtirol auf dem Tschögglberg mit Blick ins Etschtal in der Nähe von Meran.

Geographie Die Gemeinde Vöran erstreckt sich über den Tschögglberg, einen das Etschtal zwischen Meran und Bozen ostseitig begleitenden Höhenzug der Sarntaler Alpen. Das Dorfzentrum befindet sich in tieferen, mittelgebirgigen Lagen des von Wald und Wiesen charakterisierten Gebiets im Westen der Gemeinde auf Höhe. Daneben bestehen noch zahlreiche verstreute Gehöfte, die an den Hängen über dem Aschler Bach dem Weiler Aschl zugerechnet werden.

Im Norden und Süden grenzt Vöran an die Tschögglberger Nachbargemeinden Hafling und Mölten. Im Westen fällt das Gelände über steile Hänge ins Etschtal auf der Höhe von Burgstall ab. Im Nordosten findet das Gemeindegebiet an der Wasserscheide zum Sarntal, über die auch die Grenze zur gleichnamigen Gemeinde Sarntal verläuft, auf rund seinen höchsten Punkt. miniatur|center|hochkant=3|Panoramablick auf Vöran und Etschtal vom Naturdenkmal Beimsteinknott

Geschichte mini|Dorfzentrum Vöran mini|Die Kirche St. Nikolaus im Dorfzentrum mini|Das neue Rathaus am Dorfplatz von Vöran mini|Der moderne Feuerwehrstützpunkt Obwohl der Ortsname auf ein römisches Landgut hinweist, machen sich die archäologischen Funde rar. Lediglich die zu Vöran gehörenden Teile der Furggl weisen Baustrukturen einer Wallburg auf, die allerdings vorrömisch ist.

Vöran wird erstmals im Jahr 1186 in einer Besitzbestätigungsurkunde Papst Urbans III. für das Augustinerchorherrenstift Au-Gries (heute Muri-Gries) in Bozen als „Veran“ genannt.Franz Huter: Tiroler Urkundenbuch. I. Abt. Band 1. Innsbruck: Wagner 1937. S. 226, Nr. 429. Wie insgesamt der Tschögglberg, war auch Vöran schon im 13. Jahrhundert als ausgezeichnetes Acker- und Getreidebaugebiet ausgewiesen und ist als solches in den landesfürstlichen Urbaren genannt, so in jenem von Meinhard II. von 1285/90. Die Gemeinde gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Meran und war Teil des Bezirks Meran.

Ortsnamen Der Name fügt sich in die in der Gegend häufigen Namen auf -anum ein und geht auf Veranum (‚Landgut der Verus-Familie‘) zurück. Die Furggl ist mit zu erklären.

Politik Bürgermeister seit 1952: Ignaz Kröss: 1952–1976 Johann Kienzl: 1976–1985 Alfons Alber: 1985–2010 Thomas Egger: 2010–2025 Daniela Mittelberger: seit 2025

Bevölkerung Einwohnerentwicklung

Sprachgruppen Vöran ist gemäß den erhobenen Sprachgruppenzugehörigkeitserklärungen bzw. Sprachgruppenzuordnungserklärungen eine weitgehend deutschsprachige Gemeinde. Als Berechnungsgrundlage der folgenden Prozentwerte wurden die gültigen Erklärungen von Personen mit italienischer Staatsbürgerschaft herangezogen. Verteilung nach Sprachgruppenzugehörigkeits- bzw. Sprachgruppenzuordnungserklärungen Sprache 1981 1991 2001 2011 2024 Deutsch 99,71 % 99,62 % 98,93 % 97,90 % 98,53 % Italienisch 0,29 % 0,38 % 0,59 % 2,10 % 1,47 % Ladinisch 0,00 % 0,00 % 0,47 % 0,00 % 0,00 %

Bildung In der Gemeinde gibt es Bildungseinrichtungen für die deutsche Sprachgruppe. Diese umfassen einen Kindergarten und eine Grundschule.

Wirtschaft Vöran war eine von 10 Modellgemeinden der Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer (Arge Alp) und verfügt dadurch heute über ein Biosolarheizwerk, welches das Dorfzentrum zentral und durch Verwendung von erneuerbaren Brennstoffen mit Wärme versorgt.

In wirtschaftlicher Hinsicht sind die modern aufstrebende Landwirtschaft – die über 70 Höfe sind heute zum Großteil vollständig mechanisiert –, das ebenso blühende Handwerk und der Tourismus hervorzuheben. Viele Vöraner pendeln auch in die Städte Meran und Bozen oder in die umliegenden Dörfer (Hafling, Mölten, Burgstall und Sarnthein) aus.

Verkehr Für den Autoverkehr ist die Gemeinde über die Landesstraße 98 erschlossen, die von Meran und Terlan aus die Tschögglberger Gemeinden Hafling, Vöran und Mölten miteinander verbindet. mini|hochkant|Die alte Seilbahn Vöran 2013, seit 2017 durch eine neue Anlage ersetzt Seit 1957 ist das Bergdorf zudem mit der Seilbahn Vöran von Burgstall im Etschtal aus erreichbar. Im Jahre 2017 wurde die ursprüngliche Konstruktion durch eine komplett neue Anlage ersetzt.

Sehenswertes

das Knottnkino, ein besonders gestalteter Aussichtspunkt auf dem Porphyrfelsen Rotsteinkogel

Weblinks

Homepage der Gemeinde Vöran

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Südtirol Kategorie:Gemeinde in Südtirol

Kategorie:Ersterwähnung 1186 Kategorie:Deutscher Ortsname lateinischer Herkunft