Die Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel war eine Gebietskörperschaft im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten die Kleinstadt Obermoschel sowie 15 weitere Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz war in Alsenz. Zum 1. Januar 2020 wurde die Verbandsgemeinde mit der Verbandsgemeinde Rockenhausen zur Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land fusioniert.
Geographie Lage Das Verwaltungsgebiet der Verbandsgemeinde liegt im Nordpfälzer Bergland und wird durch die von Süd nach Nord fließende Alsenz entwässert, einen rechten Nebenfluss der Nahe.
Verbandsangehörige Gemeinden Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Alsenz 12,88 Finkenbach-Gersweiler 7,73 Gaugrehweiler 9,92 Kalkofen 1,83 Mannweiler-Cölln 4,90 Münsterappel 6,33 Niederhausen an der Appel 5,46 Niedermoschel 6,62 Oberhausen an der Appel 3,34 Obermoschel, Stadt 10,15 Oberndorf 2,80 Schiersfeld 7,07 Sitters 2,63 Unkenbach 5,13 Waldgrehweiler 7,75 Winterborn 8,45 Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel 102,98
Geschichte Die Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel wurde neu gebildet im Rahmen der in den 1960er Jahren begonnenen rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform auf der Grundlage des Dreizehnten Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz vom 1. März 1972, in Kraft getreten am 22. April 1972.
Zuvor galten im damaligen Regierungsbezirk Pfalz im Wesentlichen die aus der bayerischen Pfalz (1816–1946) stammenden Verwaltungsstrukturen.
Zum 1. Januar 2020 wurde Alsenz-Obermoschel mit Verbandsgemeinde Rockenhausen zur Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land fusioniert.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 6.526 1835 8.873 1871 8.765 1905 9.502 1939 7.986 1950 8.543 Jahr Einwohner 1961 8.528 1970 8.342 1987 7.132 1997 7.522 2005 7.350 2019 6.595
Politik Verbandsgemeinderat Aufgrund der zum 1. Januar 2020 anstehenden Fusion der Verbandsgemeinden Alsenz-Obermoschel und Rockenhausen wurde bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 bereits in Neustruktur gewählt (siehe: Ergebnis). Die Amtszeit der bisherigen Verbandsgemeinderäte wurde per Landesgesetz bis zum 31. Dezember 2019 verlängert. Die damit für das gesamte Kalenderjahr 2019 noch gültige Sitzverteilung im bisherigen Verbandsgemeinderat seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014:Wahlband Kommunalwahlen 2014 auf wahlen.rlp.de Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FL WGR 1 WGR 2 Gesamt 2014 9 6 1 1 3 2 – 22 Sitze 2009 10 6 1 2 – 2 1 22 Sitze 2004 9 7 1 2 – 2 1 22 Sitze 1999 10 6 1 1 – 2 2 22 Sitze FL = Freie Liste WGR = verschiedene von Einzelpersonen initiierte Listen (Wählergruppen)
Bürgermeister
2001–2016: Arno Mohr 2017: Beauftragter Horst Fiscus 2018–2019: Beauftragte Tanja Gaß
Verkehr mini|Bahnhof Alsenz
Durch das Gebiet der Verbandsgemeinde führen von Südwest nach Nordost die B 420 (Kusel–Oppenheim) und von Süd nach Nord die B 48 (Rockenhausen–Bad Kreuznach). Sie kreuzen sich nördlich von Alsenz, wo sie 3 km weit auf derselben Strecke verlaufen. Nächstgelegene Autobahn ist im Nordosten die A 61 mit ihrem Abschnitt Bingen–Alzey. An die A 61 ist die B 420 direkt, die B 48 über die B 41 angebunden.
Einziger Bahnhof innerhalb der Verbandsgemeinde ist der Bahnhof Alsenz an der Alsenztalbahn.
Einzelnachweise
Alsenz-Obermoschel Kategorie:Donnersbergkreis AlsenzObermoschel Kategorie:Aufgelöst 2019