Der Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin ist eine Auszeichnung „zur Förderung des Kinder- und Jugendtheaters.“ Er wird im Auftrag des Landes Berlin durch das Theater an der Parkaue ausgelobt. Mit dem Preis werden deutschsprachige Stücke und Inszenierungen gewürdigt, die „sich mit der Wirklichkeit der Kinder und Jugendlichen auseinandersetzen und auf ein tolerantes Miteinander hinwirken“ (zit. nach Merkblatt zur Verleihung). Der Preis wird seit 1961 alle zwei Jahre vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wurde auf Initiative des Theaters an der Parkaue im Jahr 2023 neu konzipiert und ab 2024 ersetzt durch den Berliner Stückepreis für junges Publikum – Neue Narrative für ein vielstimmiges Kinder- und Jugendtheater.
Preisträger 1963: Georg Zivier für Perlicke, perlacke 1969: Volker Ludwig für Stokkerlok und Millipilli 1971: Volker Ludwig für Balle, Malle, Hupe und Artur 1975: Volker Ludwig und Detlef Michel für Das hältste ja im Kopf nicht aus 1977: Theater Rote Grütze für Was heißt hier Liebe 1979: Willy Praml und Hansjörg Maier 1982: Paul Maar für Das Spielhaus 1983: F. K. Waechter 1985: Leonie Ossowski und das Grips-Theater Berlin für das Stück Voll auf der Rolle 1987: Theater Rote Grütze (Holger Franke, Helma Fehrmann, Günter Jankowiak, Ingrid Ollrogge) für das Stück Gewalt im Spiel 1989: Schülerclub Schauspiel Frankfurt für das Stück Grindkopf 1991/1992: zu gleichen Teilen an das Kammertheater Neubrandenburg für das Stück Zirkus der Kuscheltiere und das GRIPS-Theater Berlin für Heimat-los 1993: Gerd Knappe für das Stück Struwwelpeter 1995/1996: GRIPS-Theater Berlin für das Stück Eins auf die Fresse 1999: Projekt Schulhofgeschichten mit Stücken von sieben Autoren (Gustav Ernst, Günter Jankowiak, Reinhard Kuhnert, Wolfgang Mennel, Frank Panhans, Gunter Preuß und Anja Tuckermann) auf der Grundlage der Konzeption des Theater an der Parkaue (damals noch Carrousel-Theater) 2001: Ingeborg von Zadow für ihr bisheriges Werk 2003: Yüksel Yolcu für seine Inszenierung des Stücks Fluchtwege am Kinder- und Jugendtheater des Hans Otto Theaters Potsdam 2005: Andri Beyeler für seine Kinder- und Jugendtheaterstücke 2007: zu gleichen Teilen an das Theater an der Parkaue für die Inszenierung Die Kindertransporte – Berliner Kinder auf dem Weg nach London und das Junge Ensemble Stuttgart für King A – Eine Ode an jedes Ritterherz 2009: an Tamer Yiğit und Branka Prlić für ihr Projekt Ein Warngedicht 2011: an Silvia Jedrusiak für die Inszenierung von Mutter:Glück, eine Produktion des Cactus Junges Theater Münster 2013: zu gleichen Teilen an die Inszenierung „Reiher“ des Theater Chemnitz und an das Stück „Das Tierreich“ von Nolte Decar 2015: zu gleichen Teilen an das Stück „Tag Hicks oder fliegen für vier“ von Kirsten Fuchs und an „Als wir unsere Blockflöten verbrannten“ von Mario Wurmitzer 2017: zu gleichen Teilen an das Jugendstück NASSER #7Leben von Nasser El-Ahmad, Autorin Susanne Lipp und Regisseurin Maria Lilith Umbach sowie an Carsten Brandaus Kinderstück Sagt der Walfisch zum Thunfisch
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterpreis (Deutschland) Kategorie:Kulturpreis (Berlin) Kategorie:Theater (Berlin) Preis des Landes Berlin ! Kategorie:Erstverleihung 1963