Käshof (fränkisch: KäshufR. Schuh: Gunzenhausen, S. 154. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „khēshūf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Mitteleschenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Käshof liegt in der Gemarkung Mitteleschenbach.
Geografie Südlich der Einöde erhebt sich der Geiersberg. Im Südwesten grenzt der Haundorfer Wald an. Durch den Ort verläuft eine Gemeindeverbindungsstraße, die nördlich von Obererlbach in die Bundesstraße 466 mündet (0,7 km östlich) bzw. nach Winkelhaid zur Kreisstraße AN 59 führt (1,1 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde 1615 als „Keeß Hof“ erstmals urkundlich erwähnt.Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 22525 no 14 fol. 324. Zitiert nach R. Schuh: Gunzenhausen, S. 154. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Familienname Käs.R. Schuh: Gunzenhausen, S. 154. Der Hof wurde vom damaligen Besitzer des verödeten Bremenhof als Zubaugut errichtet.F. Eigler: Schwabach, S. 80.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Käshof zur Realgemeinde Winkelhaid. Das Anwesen hatte das Kastenamt Spalt des Hochstifts Eichstätt als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt der Käshof bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 22 des Ortes Winkelhaid.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 874. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1001.
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Käshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Mitteleschenbach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Mitteleschenbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 8 7 5 5 11 5 5 5 6 6 1HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 1 1 1 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Mitteleschenbach) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Andreas (Wassermungenau) gepfarrt.
In Erinnerung an die ehemalige Kirche in Bremenhof errichteten die Bewohner von Bremenhof und Käshof 2007 die Kapelle St. Michael.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Mitteleschenbach Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1615