miniatur|Andromedabrunnen von Georg Raphael Donner Der Wöllersdorfer Stein ist ein qualitativ hochwertiger Kalkstein, der in Wöllersdorf im Wiener Becken gebrochen wurde.
Verwendung Aufgrund seiner Härte und Widerstandsfähigkeit wurde er ähnlich wie der Kaiserstein als Baugestein verwendet und kam meist als tragendes Element oder im Sockelbereich zum Einsatz.
Da er aber ein billigerer Stein als der Kaiserstein war, wurde er auch in Zeit nach den Franzosenkriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts vor allem für den Bau der Kellermauern öffentlicher Gebäude verwendet, während die Mauern oberhalb des Erdniveaus aus den billigeren Ziegeln aufgemauert wurde. Anton Pech, Michael Balak: Mauerwerkstrockenlegung: von den Grundlagen zur praktischen Anwendung.Springer Verlag 2003. S. 52, ISBN 3-211-83805-8
Römischer Grabstein mini|Römischer Grabstein Muthmannsdorf Bei der Pfarrkirche Peter und Paul in Muthmannsdorf ist an der Außenmauer des Chors ein römischer Grabstein aus Wöllersdorfer Stein eingemauert. Seine Inschrift von 178 n. Chr. besagt, dass der römische Stadtrat M. Ulpius Verus von Carnuntum und seine Frau Lucilla den Stein für ihren fünfjährigen Sohn Ulpianus gestiftet haben.Andreas Rohatsch, Neogene Bau- und Dekorgesteine in Niederösterreich und dem Burgenland. Wöllersdorf S. 17. 2005.
Brunnen in der Wiener Innenstadt Einige Brunnen, deren Becken aus dem Wöllersdorfer Kalkstein besteht, dokumentieren die prominente Verwendung dieses Gesteins Steinerkundung mit Andreas Rohatsch von der TU-Ingenierurgeologie für das Steinmetzmuseum Kaisersteinbruch. Die beiden Grabenbrunnen auf dem Graben, die beiden Wandzierbrunnen an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, auf dem Franziskanerplatz der Mosesbrunnen, der Andromedabrunnen im Innenhof des Alten Rathauses und der Minervabrunnen auf dem Stubenring.
Staatsoper miniatur|hochkant|Opernbrunnen von Hanns Gasser
Für den Bau der Hofoper verwendbares Material Verwaltungsarchiv, Stadterweiterungsfonds Hofoper fasc. 107, 5. November 1863:
In den beiden rückspringenden Winkeln des Mittelrisalits der Oper je ein monumentaler Brunnen von 1868: Die Figuren Musik und Loreley sind aus Carraramarmor, die drei Figuren samt dem mittleren Becken, sowie der Hauptbrunnen selbst aus Wöllersdorfer Kalkstein.
Literatur Alois Kieslinger: Die Steine der Wiener Ringstrasse. Franz Steiner Verlag GmbH. Wiesbaden 1972.
Weblinks August Hanisch, Heinrich Schmid: Graeser, Wien 1901. (Online bei ALO).
Einzelnachweise
Kategorie:Kalksteinsorte Kategorie:Steinbruch in Niederösterreich Kategorie:Wöllersdorf-Steinabrückl Kategorie:Bezirk Wiener Neustadt Kategorie:Sedimentärer Naturwerkstein