Walter Knissel (* 13. Dezember 1934 in Landstuhl; † 20. März 2018 in Bad GandersheimTraueranzeige Walter Knissel, FAZ, 3. April 2018) war ein deutscher Professor des Bergbaus und Altrektor der Technischen Universität Clausthal.
Leben Walter Knissel wurde als Sohn des Landstuhler Sparkassenangestellten und späteren Homburger Bürgermeisters Jakob Knissel und der Karolina Knissel, geb. Krück, geboren. Nach dem Abitur studierte er ab dem Sommersemester 1956 an der RWTH Aachen Bergbau. Im gleichen Semester schloss er sich dem Corps Saxonia-Berlin zu Aachen an.Carl Weigandt: Geschichte des Corps Saxonia-Berlin zu Aachen 1867-1967, S. 306, Aachen 1968 1961 legte er das Diplom-Examen ab. 1964 wurde er an der RWTH Aachen mit einer Dissertation zum Thema: Theoretische und experimentelle Untersuchung der physikalischen Vorgänge in BlasversatzleitungenWalter Knissel, Dissertation RWTH Aachen, 1964 zum Dr.-Ing. promoviert.
Aus der Praxis als Betriebsdirektor der Zeche Sophia-Jacoba in Hückelhoven erhielt er 1974 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Bergbauliche Verfahrens- und Betriebslehre des Instituts für Bergbau der Technischen Universität Clausthal. Von 1987 bis 1989 war er Dekan der Fakultät für Bergbau und Hüttenwesen. Zwischen 1991 und 1993 war er Prorektor und Rektor der Technischen Universität Clausthal. Von 1980 bis 2003 war er Beauftragter für die Koordination des Austausches in Forschung und Lehre mit der Bergbau-Hochschule Fuxin, der heutigen Liaoning Technical University. 2003 wurde Walter Knissel emeritiert.
Die Schwerpunkte der Forschung von Walter Knissel lagen auf den Gebieten der untertägigen Mineralgewinnung, des Schacht- und Hohlraumbaus, des Entsorgungsbergbaus sowie der EDV-gestützten Bergbauplanung.
Sein besonderes Interesse galt dem historischen Oberharzer Bergbau und dem Oberharzer Wasserregal.
Auszeichnungen Am 5. November 1964 erhielt Walter Knissel die Borchers-Plakette der RWTH AachenBestände des Hochschularchivs der RWTH Aachen, Nr. 1060, Borchers-Plakette 1953-1964. 1992 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Miskolc verliehen. Walter Knissel war Honorarprofessor der Liaoning Technical University.
Publikationen Knissel, Walter: Bewegung des Kohlenhobels unter Berücksichtigung der Massenkräfte und der Vorspannung von Hobelketten: Regelung von Hobelanlagen, Technische Mitteilungen, 56. Jahrgang, Heft 9, 1963 Knissel, Walter; Fleisch, Gerhard: Kulturdenkmal „Oberharzer Wasserregal“ – eine epochale Leistung, Clausthal-Zellerfeld, 2004, ISBN 3-89720-725-7 Knissel, Walter: Der Zusammenhang zwischen Gandersheim und dem Harzer Bergbau und Hüttenwesen im 16. Jahrhundert, Clausthal-Zellerfeld, 2006, ISBN 978-3-89720-833-9
Literatur Fettweis, G. B. L.: Laudatio auf Universitätsprofessor Dr.-Ing. Dr.h.c. Walter Knissel – unter anderem auf der Basis von Darlegungen zu den aktuellen Kennzeichen der Bergbaukunde, Glückauf, 141. Jahrgang, Heft 3, 2005, S. 117–126 Knissel, Walter. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1996. Bio-bibliographisches Verzeichnis deutschsprachiger Wissenschaftler der Gegenwart. 17. Ausgabe, Band Medizin-Naturwissenschaften-Technik. Wer ist wer?, 28. Ausgabe, 1989/90, S. 719
Weblinks Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. h.c. Walter Knissel verabschiedet, Pressemitteilung der Technischen Universität Clausthal (vom 15. April 2003) Der deutsche Bergbau zu Gast an der TU Clausthal, Pressemitteilung der Technischen Universität Clausthal (vom 29. Januar 2005)
Einzelnachweise
Kategorie:Bergbauingenieur Kategorie:Angehöriger des Fünferbundes Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Ehrendoktor der Universität Miskolc Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Clausthal) Kategorie:Rektor (Technische Universität Clausthal) Kategorie:Person (Landstuhl) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Gestorben 2018 Kategorie:Mann