Die 35,5-cm-Haubitze M1 war ein schweres Artilleriegeschütz der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.
Geschichte Die H M1 wurde von Rheinmetall in Düsseldorf entwickelt und ab 1939 produziert. Die erste Haubitze ging an die 1. Batterie der schweren Artillerieabteilung 641 (mot.).
Das 123.500 Kilogramm schwere Geschütz hatte einen doppelten Rücklauf und eine zweigeteilte Grundplatte zur Drehung um 360°. Es wurde in sechs Lasten auf Transportwagen transportiert, die üblicherweise von 18-Tonnen-Halbketten-Zugmaschinen Sd.Kfz. 9 gezogen wurden. Mit Hilfe eines elektrischen Laufkrans konnte es innerhalb von zwei Stunden aufgebaut werden. Die Lebensdauer eines Rohres, das 575 Kilogramm schwere Geschosse verschoss, betrug ungefähr 2000 Schuss.
Im Herbst 1939 wurde das 1. Geschütz fertig, 1942 folgten fünf weitere, 1943 und 1944 je eines. Ein Geschütz kostete 536.250 ReichsmarkHahn S. 159.
Literatur Joachim Engelmann: Das Buch der Artillerie. 1939–1945 (= Dörfler Zeitgeschichte). Edition Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim 2004, ISBN 3-89555-179-1.
Fritz Hahn: Waffen und Geheimwaffen des deutschen Heeres 1933–1945, Bd. 1, Koblenz 1986, ISBN 3-7637-5830-5.
Franz Kosar: Schwere Geschütze und Eisenbahngeschütze (Artillerie des 20. Jahrhunderts Bd. 3), München 1978, ISBN 3-7637-0541-4. F. M. von Senger und Etterlin: Die deutschen Geschütze 1939–1945, Bernard & Graefe Verlag, ISBN 3-7637-5989-1.
Einzelnachweise
Kategorie:Geschütz Kaliber über 300 mm Kategorie:Haubitze (Wehrmacht) Kategorie:Rheinmetall