α-Ketoglutarat-Dehydrogenase E1 ist das Enzym in Bakterien und Eukaryoten, das als E1-Untereinheit des α-Ketoglutarat-Dehydrogenase-Komplexes die Decarboxylierung von α-Ketoglutarat katalysiert. Diese Reaktion ist Bestandteil des Citratzyklus. Außerdem kann α-Ketoadipat decarboxyliert werden, was beim Abbau der Aminosäure Lysin notwendig ist. Der Proteinkomplex ist in den Mitochondrien lokalisiert. Seltene Mutationen im OGDH-Gen können zum E1-Mangel und dieser zur seltenen Ketoglutarazidurie (Oxoglutarazidurie) führen.

Katalysierte Reaktion Die Decarboxylierung von Ketoglutarat findet am Thiamin als katalytischem Zentrum statt, welches eine Atombindung mit Ketoglutarat bildet, so dass Succinyl-Thiamin-Pyrophosphat unter Abspaltung von CO2 entsteht.

140px|Ketoglutarat + 90px|Thiamin 120px|Intermediat 1 100px|Intermediat 2 + CO2 (R=OOC-CH2-CH2-)

Dieser Succinylrest (syn. Bernsteinsäure) des TPP wird von der α-Liponsäure übernommen (Oxidation). Sie ist an die Lipoat-DSLT-Untereinheit kovalent gebunden. Es entsteht S-Succinyl-Hydrolip(oat/onamid).

100px|Intermediat 2 + 70px|Lipoyl 90px|Thiamin + 110px|Intermediat 4 (R=OOC-CH2-CH2-)

Damit verläuft die Reaktion äquivalent zur Decarboxylierung von Pyruvat durch die Pyruvatdehydrogenase E1.

Literatur

Weblinks

reactome: alpha-ketoglutarate + CoASH + NAD+ ⇒ succinyl-CoA + CO2 + NADH + H+

Einzelnachweise

Kategorie:Oxidoreduktase Kategorie:Codiert auf Chromosom 7 (Mensch)