alternativtext=Diana Pinto, 2019|mini|Diana Pinto (2019) Diana Pinto (* 1949 in Paris) ist eine italienisch-französische Historikerin und Schriftstellerin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört die Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Ost- und Westeuropa nach dem Wendejahr 1989.
Leben Diana Pinto entstammt einem italienisch-jüdischen Elternhaus. Sie studierte an der Harvard University und wurde dort zum Ph.D. im Fach Europäische Zeitgeschichte (Contemporary European History) promoviert. In den 1990er Jahren beteiligte sie sich als Beraterin des Europarates an der Entwicklung von Programmen zur Förderung der Zivilgesellschaft in Ost- und Südosteuropa sowie auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.
Pinto war unter anderem Fulbright-Stipendiatin und Fellow am „American Council of Learned Societies“, am Collegium Budapest und am Einstein Forum in Potsdam. Sie gehört dem Vorstand des Londoner „Institute for Jewish Policy Research (JPR)“ anSiehe Website JPR Board of Directors. und ist Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations.
Sie ist verheiratet mit dem französischen Politikwissenschaftler, Autor und Publizisten Dominique Moïsi und hat zwei Söhne.
Wissenschaftliches und schriftstellerisches Werk Das Werk von Diana Pinto umfasst zahlreiche Veröffentlichungen über transatlantische Themen, italienische und französische Politik sowie jüdisches Leben in Deutschland und Europa seit dem Ende des Kalten Krieges. In ihrem autobiographischen Buch Entre deux mondes (Zwischen zwei Welten) behandelt sie die Frage, wie individuelle Identität im Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturen sich entfalten und gelebt werden kann.
International bekannt wurde sie mit der 1996 veröffentlichten , JPR policy paper 1/1996., bis heute debattiertenSiehe Judentum in Europa heute, Deutschlandradio Kultur, 7. Mai 2010. Ferner Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Deutsch-Jüdischer Dialog 1992-2002, Gütersloh 2003 (ISBN 3-89204-737-5), S. 26–31. These, durch das Zusammenwachsen Europas nach dem Ende des Kalten Krieges könne ein europäisches Judentum (wieder) erstehen, das neben dem israelischen und dem US-amerikanischen Judentum möglicherweise „the third pillar of a world Jewish identity“ (die dritte Säule einer globalen jüdischen Identität) bilden werde.
Veröffentlichungen Contemporary Italian Sociology. A Reader. Cambridge University Press, Cambridge 1981, ISBN 0-521-23738-6 Entre deux mondes. Édition Odile Jacob, Paris 1991, ISBN 2-7381-0132-1 Israël a déménagé. Editions Stock, Paris 2012, ISBN 978-2-234-07321-0 Israel ist umgezogen. Übersetzung aus dem Französischen Jürgen Schröder. Suhrkamp, 2013 The Jewish World’s Ambiguous Attitude toward European Integration. In: Sharon Pardo and Hila Zahavi (Hrsg.): The Jewish Contribution to European Integration. Lexington Books, Lanham MD 2019, ISBN 978-1-7936-0319-7
Weblinks Freiwilliges Jüdischsein, HaGalil, undatiert Am deutschen Kreuzweg. Warum das jüdische Leben die etablierten Holocaust-Nischen verlassen sollte, Die Zeit vom 6. Juli 2000 Potsdamer Platz versus Aschenbach. Two paradigms of Jewish life in Europe, European Association for Jewish Culture, 2003 Voices for the Res Publica. The Common Good in Europe. A pan-European project, Institute for Jewish Policy Research, abgerufen am 14. September 2018 Antisemitismus in Frankreich: Die Gefahr kommt von unten, Süddeutsche Zeitung vom 17. Mai 2010 Dominik Peters: (Rezension von Israel ist umgezogen), in: zenith – Zeitschrift für den Orient
Einzelnachweise
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