Max Fraenkel (* 17. November 1856 in Rybnik, Oberschlesien; † 20. Mai 1926 in Berlin) war ein deutscher Architekt und Regierungsbaumeister, abgerufen am 6. November 2012 mit dem Hauptwirkungskreis in Berlin.
Leben Max Fraenkel und sein jüngerer Bruder James Fraenkel gehörten zu den zwölf Kindern des Rabbiners Daniel Fraenkel.Myra Warhaftig: Deutsche jüdische Architekten vor und nach 1933. Das Lexikon. 500 Biographien. Reimer, Berlin 2005, ISBN 3-496-01326-5. Zusammen mit James zog Max nach Berlin und lebte im heutigen Stadtteil Berlin-Lankwitz. Nach seiner Ausbildung zum Architekten konnte er im gesamten Berliner Raum Wohngebäude und vor allem Bauten für Krankenhäuser verwirklichen.
Werk (Auswahl) mini|Die Bauruine des früheren Israelitischen Krankenheims 2009 Wohnhaus seines Bruders James in Berlin-Lankwitz nahe der Heil- und Pflegeanstalt Berolinum,James Fraenkel. In: Dietmar Strauch: Adagio – Feld O. Biographische Recherchen auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee. Edition Progris, Berlin 2008, ISBN 978-3-88777-015-0, S. 85–87, . Siemensstraße 68–69 (1943 in der Lankwitzer Bombennacht zerstört) 1886–1887: Bauleitung Dorfkirche Betzin 1899–1900: Mietshaus, Läden, Privatsanatorium in Charlottenburg, Meinekestraße 10 1904: Auf dem Eckgrundstück am Wilhelmsplatz in Steglitz (Villa Friedrichstraße 1/2, heute Carl-Heinrich-Becker-Weg 6–10) konnte Max Fraenkel im Auftrag des Mediziners Karl von den Steinen eine bizarr-romantische Villa errichten. Dieses Gebäude wechselte häufig seine Besitzer, diente in der Zeit des Nationalsozialismus auch der NSDAP. 1943 wurde es von einer Brandbombe getroffen und damit vollständig vernichtet. Heute befindet sich dort ein Institutsgebäude der Meteorologischen Fakultät der Freien Universität der Architekten Fehling und Gogel mit einem eisernen Beobachtungsturm., ISBN 3-926578-39-4 1908–1909: Privatklinik für den jüdischen Frauenarzt Paul Straßmann in Berlin-Mitte, Schumannstraße 18 (Ensemble Marienstraße 1–32, in Nachbarschaft zum Deutschen Theater), erbaut anstelle eines früheren Wohnhauses. Die Bildhauerarbeiten (Reliefs mit Darstellungen einer Stillenden, einer genesenden Mutter und eines Gelehrten) stammen von dem österreichisch-ungarischen Bildhauer Sandor Járay. Max Fraenkel erreichte durch die Kombination von Jugendstilelementen mit Renaissancedekorationen ein hochherrschaftliches Aussehen der Geburtsklinik. Das Portal ist eine Anlehnung an die griechische Antike. Am Giebel ist das Wappen mit den Initialen des Frauenarztes und Bauherren (PS) in Form eines Äskulapstabes zu sehen. Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb Straßmann das benachbarte Wohnhaus (Schumannstraße 17) aus dem Jahr 1831 und ließ es nach Plänen von Max Fraenkel für Unterrichtszwecke und wissenschaftliche Forschung umbauen.Ruprecht Hammerschmidt: Malerei statt Stuck. Eins der ältesten Häuser Berlins wurde aufwändig saniert. WOHNEN IN BERLIN – FOLGE 24; Artikel in der Berliner Zeitung vom 11. Oktober 2003; abgerufen am 18. März 2009 Nach dem Zweiten Weltkrieg waren verschiedene Verwaltungen in diesen Gebäuden, die jedoch nicht zum Erhalt der Bausubstanz beitrugen. Anfang des 21. Jahrhunderts wurden beide Gebäude saniert, das Haus Nummer 18 dient nun als Hauptsitz für den Verband der Privatärztlichen VerrechnungsStellen e. V.Info zur PKV Seit 2006 befindet sich in den Erdgeschossräumen eine Ausstellung moderner israelischer Kunst, genannt „Artneuland Berlin“, eine Filiale von Artneuland Tel Aviv.Info zur neuen Kunstgalerie in der Schumannstraße, abgerufen am 18. März 2009 Hinzu kommt eine Palliativ-Pflegeeinrichtung. Umbau des 1884 errichteten Israelitischen Krankenheims in Berlin-Mitte, Torstraße 146 / Linienstraße 86. Dieses Gebäude steht seit den 2000er-Jahren leer und verfällt.
Literatur Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.): Bezirk Mitte, Ortsteil Mitte. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Berlin). Michael Imhof Verlag, Petersberg 2003, ISBN 3-935590-80-6.
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