Fabjan Hafner (* 8. Juni 1966 in Klagenfurt; † 10. Mai 2016)Schriftsteller Fabjan Hafner gestorben derStandard.at, abgerufen am 11. Mai 2016. war ein Kärntner slowenischer Schriftsteller, Lyriker, Literaturwissenschaftler und Übersetzer aus Österreich.Fabjan Hafner. In: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2014/2015: Band I: A–O. Walter De Gruyter Incorporated, 2014, S. 365, ISBN 978-3-11-033720-4.
Leben Akademische Laufbahn Hafner studierte von 1984 bis 1992 Deutsche Philologie und Slawistik in Graz. Er arbeitete an dem Forschungsprojekt „Inventarisierung der slowenischen Volkssprache in Kärnten“ und dem „Thesaurus der slowenischen Volkssprache in Kärnten“ am Institut für Slawistik der Karl-Franzens-Universität Graz mit. Von 1990 bis 2007 war Fabjan Hafner Lehrbeauftragter am Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft derselben Universität, daneben von 1992 bis 1997 österreichischer Lektor am Germanistischen Institut der Universität Ljubljana (Slowenien).
Seit 1998 war er 19 Jahre hindurch Mitarbeiter des Robert-Musil-Instituts für Literaturforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, wo er 2006 auch promovierte (Dissertation Die Abwesenheit des Anderen: Slowenien, die Slowenen und das Slowenische im Werk Peter HandkesDissertation Fabjan Hafners in der Netlibrary der Universität Klagenfurt (Open Access).). Er lehrte am Klagenfurter Germanistik- und Slawistik-Institut.
Ihm zu Ehren wurde 2017 der Fabjan-Hafner-Preis ins Leben gerufen (getragen vom Goethe-Institut Ljubljana in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin und dem Musil-Institut). Der Preis wird für slowenisch-deutsche bzw. deutsch-slowenische Übersetzungen verliehen und steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Republik Slowenien sowie des Präsidenten des Goethe-Instituts e. V.
Privates Fabjan Hafner lebte und arbeitete in Feistritz im Rosental in Südkärnten. Er war seit 1992 mit der Dolmetscherin Zdenka Hafner-Čelan verheiratet und Vater zweier Töchter.
Auszeichnungen Als Wissenschaftler 2006: Wissenschaftspreis der Österreichischen Gesellschaft für Germanistik Als Übersetzer 1990: Petrarca-Preis für Übersetzung 2006: Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung 2007: Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie 2014: Lavrin-DiplomJanko Lavrin Preis des Verbandes slowenischer Literaturübersetzer Förderpreise 1989: Manuskripte-Literaturförderungspreis der Stadt Graz 1991: Förderungspreis des Landes für Literatur 1991: Literaturförder-Preis der Stadt Graz Sonstige 1992: Nachwuchsstipendium für Literatur 1996: Literaturpreis der Stadt Villach
Veröffentlichungen (Auswahl) Indigo (1988) Abenteuer des Übersetzens (1991) Gelichter + Lichtes (1991) Freisprechanlage (2001) Peter Handke. Unterwegs ins Neunte Land (2008)Buchrezension zu Ins Neunte Land in der NZZ, Paul Jandl, 30. Dezember 2008 (abgerufen am 19. September 2021).
Literatur Aleš Šteger: Fabjan Hafner 1966–2016. Übersetzen, 2, 2016, S. 16 Nachruf
Weblinks
Fabjan Hafner auf der Website der Universität Klagenfurt Fabjan Hafner, von Franziska Mazi. Interview als „Übersetzer des Monats“, 2015
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literaturwissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (Universität Klagenfurt) Kategorie:Absolvent der Universität Graz Kategorie:Absolvent der Universität Klagenfurt Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Slowenisch) Kategorie:Literatur (Österreich) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Lyrik Kategorie:Übersetzer aus dem Kroatischen Kategorie:Übersetzer aus dem Slowenischen Kategorie:Übersetzer ins Deutsche Kategorie:Kärntner Slowene Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Gestorben 2016 Kategorie:Mann