Bayer 04 Leverkusen ist ein Fußballunternehmen aus Leverkusen. Die Frauenfußballabteilung besteht seit dem 1. Juli 2008 durch die Übernahme der Frauenfußballabteilung des TuS Köln rrh. Die erste Mannschaft spielte von 2010 bis 2017 und seit 2018 erneut in der Bundesliga. Die zweite Mannschaft tritt in der Regionalliga West (drittklassig) an. Dazu kommen drei Mädchenmannschaften.

Geschichte SSG 09 Bergisch Gladbach (bis 1996)

Die Wurzeln der Abteilung befinden sich bei der SSG 09 Bergisch Gladbach. Die Mannschaft dominierte von den späten 1970er bis Ende der 1980er Jahre den deutschen Frauenfußball. Zwischen 1977 und 1989 wurde sie neunmal deutscher Meister. Der DFB-Pokal konnte dreimal gewonnen werden. 1981 vertrat die Mannschaft Deutschland bei einer inoffiziellen Weltmeisterschaft in Taiwan und wurde Turniersieger. 1990 gehörte Bergisch Gladbach zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga und wurde in deren ersten Saison Dritter der Nordgruppe. Danach ging es langsam bergab und 1994 stieg die Mannschaft aus der Bundesliga ab. Nachdem sie 1996 an der Qualifikation zur Aufstiegsrunde gescheitert war, trat die Abteilung geschlossen zum TuS Köln rrh. über.

TuS Köln rrh. (1996 bis 2008)

Nach einigen Platzierungen im Mittelfeld stieg die Mannschaft 1999 aus der damals zweitklassigen Regionalliga West ab. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg zeigte die Erfolgskurve wieder nach oben. Nach der Saison 2003/04 hatte sich der Verein als Vierter sportlich für die neu eingeführte 2. Bundesliga qualifiziert, verzichtete jedoch aus organisatorischen Gründen auf die Teilnahme. Ein Jahr später wurde das Team Meister und nahm dieses Mal den Aufstieg wahr. In der 2. Bundesliga wurde man zweimal Vierter und einmal Fünfter. 2008 erreichte die Mannschaft das Pokalhalbfinale. Vor über 3.000 Zuschauern unterlag sie jedoch dem 1. FC Saarbrücken mit 0:2.

Bayer 04 Leverkusen (seit 2008) Trotz des sportlichen Erfolges scheiterte der Verein jedoch daran, neue Sponsoren zu finden, um den angestrebten Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Etwa gleichzeitig äußerte Bayer 04 Leverkusen ein Interesse, eine Frauenfußballabteilung aufzubauen. Am 5. Juni 2008 löste sich die Frauenfußballabteilung des TuS Köln rrh. auf und wechselte geschlossen zu Bayer 04 Leverkusen. Nachdem die Saison 2008/09 mit Platz sieben abgeschlossen worden war, gelang der Mannschaft in der Folgesaison als Meister der 2. Bundesliga Süd der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Dort stand man nach drei Spieltagen ohne Punktgewinn und Torerfolg zunächst auf dem letzten Tabellenrang, konnte letztlich bereits drei Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt sichern und beendete die Saison auf Rang acht. 2011/12 verpasste man zwar als Tabellenelfter den sportlichen Klassenerhalt, blieb jedoch erstklassig, da der Hamburger SV seine Mannschaft vom Bundesligaspielbetrieb zurückzog. In der folgenden Spielzeit lief es unter dem neuen Trainer Thomas Obliers wieder deutlich besser und man konnte die Saison auf Platz acht abschließen. Auch in den beiden folgenden Spielzeiten wurden Plätze im unteren Mittelfeld der Tabelle erreicht. Im Jahre 2017 stiegen die Leverkusenerinnen ab und ein Jahr später wieder auf.

Persönlichkeiten Kader der Saison 2026/27 Stand: 1. September 2026(Sortierung nach Trikotnummer)Kader 1. Mannschaft auf bayer04.de

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff 1 Charlotte Voll 12 Rafaela Borggräfe 35 Louisa Remien 2 Selina Ostermeier 3 Melissa Friedrich 5 Claudia Wenger 8 Justine Brandau 14 Emily Wallrabenstein 24 Lilla Turányi 30 Carolin Simon 6 Paulina Platner 10 Estrella Merino 11 Natasha Kowalski 16 Sofie Zdebel 19 Loreen Bender 27 Marlene Müller 34 Lumbardha Misini 42 Sana Coşkun 7 Cornelia Kramer 9 Caroline Kehrer 17 Valentina Mädl 18 Lobke Loonen 21 Vanessa Fudalla 23 Maja Sternad 28 Paulina Tomasiak 41 Amy Wrigge

Zu- und Abgänge in der Saison 2026/27 Stand: 1. September 2026 Zugänge Abgänge Sommer 2026 Natasha Kowalski (SGS Essen) Lobke Loonen (FC Utrecht) Carolin Simon (FC Bayern München) Marlene Müller (RB Leipzig) Maja Sternad (Werder Bremen) Paulina Platner (SGS Essen) Sana Coşkun (Bayer 04 Leverkusen II) Emily Wallrabenstein (Eintracht Frankfurt II) Justine Brandau (Feyenoord Rotterdam) Lumbardha Misini (Servette FC) Paulina Tomasiak (Górnik Łęczna) Katharina Piljić (VfL Wolfsburg) Julia Mickenhagen (VfB Stuttgart) Anne Moll (VfL Bochum) Kristin Kögel (Racing Strasbourg) Juliette Vidal (Deportivo Alavés) Ida Daedelow (VfL Bochum) Paulina Bartz (Hamburger SV) Friederike Repohl (Karriereende) Shen Menglu (vereinslos) Vanessa Haim (vereinslos) Paula Schwartze (Bayer 04 Leverkusen II) nach Saisonbeginn Carlotta Wamser (Manchester City) Ruby Grant (Sporting Lissabon)

Bekannte ehemalige Spielerinnen

Feride Bakir (türkische Nationalspielerin) Dina Blagojević (serbische Nationalspielerin) Jill Bayings (niederländische Nationalspielerin) Eunice Beckmann (U-19-Europameisterin 2011) Johanna Elsig (U-19-Europameisterin 2011) Marina Hegering (U-20-Weltmeisterin 2010) Kathrin Hendrich (deutsche Nationalspielerin) Isabel Kerschowski (deutsche Nationalspielerin) Isabelle Linden (Europameisterin 2013) Milena Nikolic (bosnische Nationalspielerin) Theresa Panfil (U-20-Weltmeisterin 2014) Marith Prießen (U-20-Weltmeisterin 2010) Lisa Schmitz (U-19-Europameisterin 2011) Sally Shipard (australische Nationalspielerin) Shelley Thompson (deutsche Nationalspielerin)

Statistik Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte einen Abstieg.

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal 2008/09 2. Bundesliga Süd 7. 6 7 9 47:40 25 2. Runde 2009/10 2. Bundesliga Süd 1. 17 3 2 62:19 54 Achtelfinale 2010/11 Bundesliga 8. 6 3 13 32:67 21 2. Runde 2011/12 Bundesliga 11. 4 3 15 22:55 15 2. Runde 2012/13 Bundesliga 8. 6 8 8 31:40 26 2. Runde 2013/14 Bundesliga 7. 7 5 10 44:38 26 Achtelfinale 2014/15 Bundesliga 9. 5 5 12 23:42 20 Achtelfinale 2015/16 Bundesliga 10. 6 3 13 21:56 21 Achtelfinale 2016/17 Bundesliga 11. 2 3 17 16:53 9 Halbfinale 2017/18 2. Bundesliga Süd 3. 13 2 7 47:37 41 2. Runde 2018/19 Bundesliga 10. 5 3 14 22:75 18 Viertelfinale 2019/20 Bundesliga 10. 5 2 15 22:51 17 Halbfinale 2020/21 Bundesliga 5. 10 3 9 32:39 33 2. Runde 2021/22 Bundesliga 7. 6 4 12 31:50 22 Halbfinale 2022/23 Bundesliga 5. 9 3 10 31:28 30 Achtelfinale 2023/24 Bundesliga 6. 8 7 7 34:25 31 Viertelfinale 2024/25 Bundesliga 4. 13 4 5 38:21 43 Viertelfinale 2025/26 Bundesliga 5. 15 1 10 46:36 46 Achtelfinale

Erfolge Aufstieg in die Bundesliga: 2010, 2018 DFB-Hallenpokalsieger: 2015

Weitere Mannschaften Zweite Mannschaft Saisonbilanzen seit 2008 Saison Liga Platz Tore Punkte 2008/09 IV 3. Platz 64:30 48 2009/10 IV 1. Platz  87:17 56 2010/11 III 5. Platz 58:49 40 2011/12 III 5. Platz 56:47 39 2012/13 III 3. Platz 46:40 41 2013/14 III 2. Platz 58:33 52 2014/15 III 8. Platz 45:47 33 2015/16 III 11. Platz 42:69 27 2016/17 III 8. Platz 57:55 38 2017/18 III 11. Platz  56:57 28 2019/20 IV 1. Platz  35:8 11 2020/21 III 8. Platz 15:18 9 2021/22 III 8. Platz 76:60 43 2022/23 III 5. Platz 59:42 39 2023/24 III 5. Platz 61:48 40 2024/25 III 8. Platz 44:47 35 2025/26 III 5. Platz 64:49 43

Die zweite Mannschaft spielte (wie zuvor auch die Zweitvertretung des TuS Köln rrh.) in den Spielzeiten 2008/09 und 2009/10 in der Verbandsliga Mittelrhein. Zur Spielzeit 2010/11 gelang ihr der Aufstieg in die Regionalliga West, der dritthöchsten deutschen Spielklasse für Frauen. Nach der Saison 2017/18 stieg die Mannschaft in die viertklassige Mittelrheinliga ab. Der Wiederaufstieg gelang zur Sason 2020/21.

Mädchenteams Die B-Juniorinnen gehören seit Gründung im Jahr 2012 der B-Juniorinnen-Bundesliga West an und spielten dort um den Einzug in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. In der Saison 2022/23 wurden sie im Finale gegen die SpVg Aurich Deutscher Meister. Die Juniorinnen treten nach der Abschaffung der B-Juniorinnen-Bundesliga zur Saison 2024/2024 in der U17-Regionalliga-West an. Seit 2010 nimmt die Mannschaft am Gütersloher Hallenmasters, dem größten deutschen Hallenturnier für B-Juniorinnen, teil und belegte dort 2011 und 2014 jeweils Platz zwei und 2010 Platz drei. In den Jahren 2018 und 2019 konnten die B-Juniorinnen das Turnier gewinnen. Die C-Juniorinnen treten seit der Saison 2013/14 in der U-17-Regionalliga an.bayer04.de U-15-Mädchenbayer04.de: U-13-Mädchen Die D-Juniorinnen spielen seit der Saison 2018/2019 in der Junioren-Leistungsstaffel des Fußballkreises Berg.

Stadion Die Bundesligamannschaft trug ihre Heimspiele zunächst auf der Kurt-Rieß-Anlage in Leverkusen aus, die 2.000 Zuschauern Platz bot. Seit dem Abschluss der Bauarbeiten im Ulrich-Haberland-Stadion und der Genehmigung durch den DFB spielte die Mannschaft in diesem. Seit der Saison 2016/17 trainiert die Mannschaft im Nachwuchsleistungszentrum Kurtekotten in Köln. Dort bestreiten auch die zweite Mannschaft und die Juniorinnen ihre Heimspiele.

Trikotsponsoren 2008–2011: Teldafax Energy 2011–2013: keiner 2013–2016: LG 2016−: Barmenia

Trainer 2008–2012: Doreen Meier (Framba.de) 2012–2017: Thomas Obliers (Framba.de) 2017: Malte DresenObliers hört auf - Dresen übernimmt sofort 2017–2019: Verena HagedornVerena Hagedorn ist neue Trainerin der Bundesligisten aus Leverkusen 2019–2022: Achim Feifel 2022–2024: Robert de Pauw 2024–: Roberto Pätzold

Weblinks

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Einzelnachweise

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