Der DFB-Pokal 2011/12 war die 69. Austragung des Fußballpokalwettbewerbs der Herren. Das Finale wurde, wie seit 1985 üblich, im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Sieger des Endspiels wurde Borussia Dortmund, das zuvor bereits die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte und damit erstmals Double-Sieger wurde.Nils Lehnebach: Mia san Dortmund! In: Spiegel Online, 12. Mai 2012.

Titelverteidiger FC Schalke 04 schied im Achtelfinale gegen Borussia Mönchengladbach aus.

Der DFB-Pokalsieger hätte wie in den Vorjahren Startrecht in der Gruppenphase zur UEFA Europa League 2012/13 erhalten.DFB-Pokalsieger spielt direkt in der Europa League. Focus.de, 4. Oktober 2010. Da sich aber sowohl Borussia Dortmund als auch der FC Bayern München in der Bundesliga für die UEFA Champions League qualifizierten, erhielt der Bundesliga-Sechste VfB Stuttgart die unmittelbare Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League, der Bundesliga-Siebte Hannover 96 dessen Startrecht in der Europa-League-Qualifikation.

Wie in der Vorsaison galt, dass keine zwei Mannschaften eines Vereins oder einer Kapitalgesellschaft an den Spielen um den DFB-Vereinspokal teilnehmen durften. dfb.de, 25. Juli 2011.

Teilnehmende Mannschaften Für die erste Runde waren folgende 64 Mannschaften qualifiziert:

Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2010/11 2. Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2010/11 3. Ligadie 4 Bestplatzierten der Saison 2010/11 Verbandspokaldie Landespokalsieger der 21 Landesverbände des DFB (in Klammern die Spielklasse)20px  Borussia Dortmund 20px  Bayer 04 Leverkusen 20px  FC Bayern München 20px  Hannover 96 20px  1. FSV Mainz 05 20px  1. FC Nürnberg 20px  1. FC Kaiserslautern 20px  Hamburger SV 20px  SC Freiburg 20px  1. FC Köln 20px  TSG 1899 Hoffenheim 20px  VfB Stuttgart 20px  Werder Bremen 20px  FC Schalke 04 (TV) 20px  VfL Wolfsburg 20px  Borussia Mönchengladbach 20px  Eintracht Frankfurt 20px  FC St. Pauli20px  Hertha BSC 20px  FC Augsburg 20px  VfL Bochum 20px  SpVgg Greuther Fürth 20px  FC Erzgebirge Aue 20px  Energie Cottbus 20px  Fortuna Düsseldorf 20px  MSV Duisburg 20px  TSV 1860 München 20px  Alemannia Aachen 20px  1. FC Union Berlin 20px  SC Paderborn 07 20px  FSV Frankfurt 20px  FC Ingolstadt 04 20px  Karlsruher SC 20px  VfL Osnabrück 20px  Rot-Weiß Oberhausen 20px  Arminia Bielefeld20px  Eintracht Braunschweig 20px  Hansa Rostock 20px  Dynamo Dresden 20px  SV Wehen Wiesbaden Baden 20px  SV Sandhausen (III) Bayern 20px  SSV Jahn Regensburg (III) 20px  SpVgg Unterhaching (III) Berlin 20px  BFC Dynamo (V) Brandenburg 20px  SV Babelsberg 03 (III) Bremen 20px   FC Oberneuland (V) Hamburg 20px  Eimsbütteler TV (VI) Hessen 20px  KSV Hessen Kassel (IV) Mecklenburg-Vorpommern 20px  FC Anker Wismar (V) Mittelrhein 20px  TSV Germania Windeck (VI) Niederrhein 20px  Rot-Weiss Essen (IV) Niedersachsen 20px  Kickers Emden (V) 20px  VfB Oldenburg (V) Rheinland 20px  Eintracht Trier (IV) Saarland 20px  1. FC Saarbrücken (III) Sachsen   RB Leipzig (IV) Sachsen-Anhalt 20px  Hallescher FC (IV) Schleswig-Holstein 20px  Holstein Kiel (IV) Südbaden 20px  FC Teningen (VII) Südwest 20px   SVN Zweibrücken (V) Thüringen 20px  ZFC Meuselwitz (IV) Westfalen 20px  SC Wiedenbrück 2000 (IV) 20px  Rot Weiss Ahlen (V) Württemberg 20px|Logo  1. FC Heidenheim (III)

Auslosung Die Auslosung der 1. Hauptrunde fand am 11. Juni 2011 (18:00 Uhr) live in der ARD-Sportschau statt, die 64 Mannschaften wurden zur Auslosung in zwei Töpfe gesetzt: Im Amateurtopf waren alle Mannschaften enthalten, die sich über die Landespokale für den DFB-Pokal qualifiziert haben (24), in der Saison 2010/11 in der 2. Bundesliga die letzten vier Plätze belegten (4) in der Saison 2010/11 in der 3. Liga die ersten vier Plätze belegten (4)

Jeder dieser Mannschaften wurde eine Mannschaft aus dem Profitopf zugelost, in dem alle Mannschaften der Bundesliga und die 14 höchstplatzierten Mannschaften der 2. Bundesliga der Saison 2010/11 enthalten waren. Das Heimrecht genossen die Mannschaften des Amateurtopfes.

In der 2. Runde wurde ebenfalls aus einem Amateur- und einem Profitopf gelost. Hier galten dann aber alle Mannschaften der 2. Bundesliga als Profimannschaften. Auch hier genossen die Amateurmannschaften Heimrecht. War einer der Töpfe ausgeschöpft, so wurde aus dem verbliebenen Topf zu Ende gelost; hierbei erhielt stets die zuerst in eine Paarung geloste Mannschaft Heimrecht.

Ab dem Achtelfinale wurde nur noch aus einem Topf gelost. Heimrecht genoss eine Amateurmannschaft, wenn sie gegen eine Profimannschaft spielte, ansonsten die zuerst in eine Paarung geloste Mannschaft.

Termine Laut dem Rahmenterminkalender des DFB wurden die einzelnen Runden an folgenden Terminen ausgetragen: bundesliga.de (PDF; 446 kB). 1. Runde: 29. Juli bis 1. August 2011 (Auslosung: 11. Juni 2011) 2. Runde: 25./26. Oktober 2011 (Auslosung: 6. August 2011) Achtelfinale: 20./21. Dezember 2011 (Auslosung: 30. Oktober 2011) Viertelfinale: 7./8. Februar 2012 (Auslosung: 21. Dezember 2011) dfb.de, 21. Dezember 2011. Halbfinale: 20./21. März 2012 (Auslosung: 11. Februar 2012) Finale: 12. Mai 2012

Übersicht Die jeweils obere Mannschaft besaß Heimrecht.

1 Sieg nach Verlängerung2 Sieg im Elfmeterschießen

1. Hauptrunde Die Auslosung fand am 11. Juni 2011 in der Sportschau statt. Dabei zog die Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi für den 29. Juli bis 1. August 2011 folgende Begegnungen:

2. Hauptrunde Die Auslosung fand am 6. August 2011 im Rahmen der Sendung Samstag LIVE! auf Sky statt, die Spiele wurden am 25. und 26. Oktober 2011 ausgetragen. Das Model Sara Nuru loste dabei folgende Begegnungen:

Achtelfinale Die Auslosung durch Nationalmannschaftskapitänin Nadine Angerer fand am 30. Oktober 2011 statt und wurde im Rahmen der ZDF-Sportreportage live übertragen. Gespielt wurde am 20. und 21. Dezember 2011.

Viertelfinale Die Auslosung durch Nationalspielerin Melanie Behringer wurde im Anschluss an die Begegnungen des Achtelfinales im Rahmen der Sportschau live übertragen. Gespielt wurde am Dienstag, den 7., und Mittwoch, den 8. Februar 2012. Erstmals in der Pokalgeschichte gab es im Viertelfinale nur Auswärtssiege.

Halbfinale Die Auslosung fand am 11. Februar 2012 im Rahmen des aktuellen sportstudios des ZDF statt. Die Spiele fanden am Dienstag, den 20., und am Mittwoch, den 21. März 2012, statt. Die deutsche Fußball-Nationalspielerin Kim Kulig und der Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft, Andreas Köpke, losten folgende Begegnungen:

Finale Das Finale wurde am 12. Mai 2012 im Berliner Olympiastadion zwischen dem Deutschen Meister und dem Rekord-Pokalsieger FC Bayern München ausgetragen. Beim 5:2-Sieg der Dortmunder gelang es Robert Lewandowski, wie Uwe Seeler beim 3:0-Sieg über Borussia Dortmund 1963 und Roland Wohlfarth beim 5:2-Sieg über den VfB Stuttgart 1986, drei Tore im Finale zu erzielen.

Siegermannschaft (in Klammern sind die Spiele und Tore angegeben) 1. Borussia Dortmund 60px|zentriert|Wappen von Borussia Dortmund Tor: Roman Weidenfeller (4/–); Mitchell Langerak (3/–) Abwehr: Mats Hummels (6/1); Łukasz Piszczek (6/–); Neven Subotić (5/–); Marcel Schmelzer (4/–); Chris Löwe (2/–); Patrick Owomoyela (1/–) Mittelfeld: Ivan Perišić (6/1); Jakub Błaszczykowski (6/–); Kevin Großkreutz (6/–); Sebastian Kehl (6/–); Shinji Kagawa (5/3); İlkay Gündoğan (5/1); Sven Bender (3/–); Mario Götze (2/1); Moritz Leitner (2/–); Florian Kringe (1/–) Sturm: Robert Lewandowski (6/7); Lucas Barrios (4/1) Trainer: Jürgen Klopp

Beste Torschützen Nachfolgend sind die besten Torschützen des DFB-Pokals 2011/12 aufgeführt.Beste Torschützen 2011/12 des DFB-Pokals auf kicker.de Sortiert wird nach Anzahl der Treffer, bei gleicher Trefferzahl alphabetisch.

Rang Spieler Verein Tore 1 Borussia Dortmund 7 2 FC Schalke 04 5 3 Hertha BSC 4 SpVgg Greuther Fürth 4 5 VfB Stuttgart 3 1. FC Nürnberg 3 RB Leipzig 3 Borussia Dortmund 3 Borussia Mönchengladbach 3 Fortuna Düsseldorf 3 SC Paderborn 07 3 mini|hochkant|Robert Lewandowski

Einzelnachweise

#201112 Kategorie:Fußballsaison 2011/12