Die Hirsch-Minze (Mentha cervina) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Minzen (Mentha) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

mini|Blätter Merkmale Die Hirsch-Minze ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 42 Zentimeter erreicht. Sie bildet zahlreiche Ausläufer. Die Blätter messen 1 bis 2,5 × 0,1 bis 0,4 Zentimeter. Sie sind kahl und sitzend. Die Blütenquirle enthalten zahlreiche Blüten. Der Kelch ist vierzählig. Die Deckblätter sind gelappt. Die Krone ist lila oder weiß. Die Blütenröhre ist gerade und kürzer als der Kelch.

Die Blütezeit reicht von Juni bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.

Vorkommen und Gefährdung Die Hirsch-Minze ist in Frankreich, Spanien, Portugal, Marokko, Algerien und auf den Azoren beheimatet. Sie kommt in Nassgebieten an Teichen und Flüssen in Wiesen, an Wegrändern, auf Triften und in lichten Wäldern vor. Sie wird in Italien als ausgestorben angesehen. Sie gilt als gefährdet und wird in der Roten Liste gefährdeter Arten der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) als gering gefährdet („NT – Near Threatened“) geführt.

Systematik Mentha cervina L. wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Band 2, Seite 578 erstveröffentlicht. Synonyme für Mentha cervina sind: Mentha multifida , Mentha punctata , Preslia cervina , Preslia glabriflora , Preslia villiflora und Pulegium cervinum

Nutzung Die Hirsch-Minze wird selten als Zierpflanze für Steingärten genutzt. Sie ist mindestens seit dem 20. Jahrhundert in Kultur.

Literatur

Einzelnachweise Datenblatt bei Flora Vascular.

Weblinks

Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeer- und Alpenflora.

Kategorie:Minzen