mini|hochkant|Alina Levshin 2017 auf der Berlinale Alina Levshin (* 10. September 1984 in Odessa, UdSSR) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben Alina Levshin, die Deutsch und Russisch als Muttersprachen spricht, kam als Sechsjährige mit ihren Eltern aus der damals noch zur Sowjetunion gehörenden Ukraine nach Berlin.Jörg Thomann: Sie kann auch anders. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 15. Januar 2012. Zwischen 1991 und 2000 spielte und tanzte sie im Kinderensemble des Friedrichstadt-Palastes. Nach dem Abitur studierte sie von 2006 bis 2010 Schauspiel an der staatlichen Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg.Alina Levshin bei castupload.com, abgerufen am 28. Januar 2023 Sie wirkte an zahlreichen Theaterinszenierungen und Filmen ihrer Hochschule sowie an Aufführungen des Hans-Otto-Theaters Potsdam mit. Beim Schauspielschultreffen 2009 in Zürich wurde die Potsdamer Hochschulinszenierung Lügengespinst mit einem Ensemblepreis ausgezeichnet.

2009 war Alina Levshin in der Folge Das Mädchen aus Sumy der ZDF-Fernsehreihe Rosa Roth zu sehen und erhielt dafür eine Nominierung für den New Faces Award der Zeitschrift Bunte. Weitere Bekanntheit erzielte sie durch ihre Hauptrolle als ukrainische Zwangsprostituierte Jelena in Dominik Grafs 2010 gesendeter Fernsehserie Im Angesicht des Verbrechens, die sie ebenfalls noch während des Studiums spielte. Dafür wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis 2010 ausgezeichnet. Vielfach preisgekrönt wurde auch Levshins Darstellung des Neonazi-Mädchens Marisa in David Wnendts Spielfilm Kriegerin (2011). Nach der Verleihung des Förderpreises Deutscher Film 2011, wo sie von der Jury für ihre „atemberaubend[e]“ Wandelbarkeit „im Gesicht, in der Sprache und in der Körperlichkeit“ gelobt wurde,, Fluter.de, abgerufen am 9. August 2012. folgten 2012 der Nachwuchspreis des Deutschen Schauspielerpreises, der Bambi in der Kategorie Schauspielerin National und der Deutsche Filmpreis als beste Hauptdarstellerin. Sie hoffe, dass mit Kriegerin die Aufklärungsarbeit über die Ursachen des Rechtsextremismus unterstützt werden könne, sagte Levshin nach ihrer Auszeichnung.Paul Katzenberger: „Der Reiz war, das Extreme rauszuholen“, bei Süddeutsche.de, 9. Mai 2012.

2013 spielte Levshin die Titelrolle als kühle Headhunterin im Grimme-Preis-nominierten Fernseh-Psychothriller Alaska Johansson. Von 2013 bis 2014 war sie als Polizeipraktikantin Grewel – und später als Kommissarin – Teil des Erfurter Tatort-Ermittlertrios Funck, Schaffert und Grewel. Es war das bis dahin jüngste Ermittlerteam der Tatort-Reihe. Nach der Ausstrahlung des zweiten Falls Ende 2014, der viele schlechte Kritiken erhielt, entschied sie sich ebenso wie ihr Schauspielkollege Friedrich Mücke (Funck), aus der Krimireihe auszusteigen.Nach nur zwei Folgen: Aus für Erfurter „Tatort“-Team bei Spiegel online, abgerufen am 7. Januar 2015.

2019 war sie als Dr. Julia Löwe in einer Hauptrolle der ZDF-Krimiserie Die Spezialisten – Im Namen der Opfer zu sehen.

Levshin lebt mit ihrem Mann und ihrer im Dezember 2011 geborenen Tochter in Berlin.

Im Jahr 2024 gab Levshin bekannt, im Beruf sexuell misshandelt worden zu sein. Sie habe „dieses traumatische Erlebnis über einen längeren Zeitraum verdrängt.“ Sie wolle den Täter aber nicht nennen, weil sie glaube, dass es nicht viel nützen würde. „Dieser Mensch würde trotzdem weiter seine Jobs bekommen, denn er ist sehr, sehr sympathisch“. Sie befürchte außerdem, dass andere ihre Angaben anzweifeln würden. Mit dem geplanten Kurzfilm „You Never Know“ will Levshin Opfern von sexueller Gewalt helfen, sich Hilfe zu suchen.

Filmografie mini|Alina Levshin als Ortlieb bei den Nibelungenfestspielen Worms 2015

Musikvideo 2013: Bosse – Schönste ZeitVideo Schönste Zeit im offiziellen YouTube-Kanal von Bosse, abgerufen am 22. Mai 2013.

Auszeichnungen 2009: Nominierung für den New Faces Award für ihre Rolle der Irina in Rosa Roth: Das Mädchen aus Sumy 2010: Deutscher Fernsehpreis in der Kategorie Besondere Leistung Fiktion an das Schauspielerensemble von Im Angesicht des Verbrechens: Marie Bäumer, Vladimir Burlakov, Alina Levshin, Marko Mandić, Mišel Matičević, Katharina Nesytowa, Max Riemelt, Ronald Zehrfeld 2011: Nominierung für den Günter-Strack-Fernsehpreis für ihre Rolle der Jelena in Im Angesicht des Verbrechens 2011: Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Schauspiel weiblich für Kriegerin 2011: Beste Darstellerin beim 35. São Paulo International Filmfestival für KriegerinJornal da Mostra vom 4. November 2011. 2012: Deutscher Schauspielerpreis, Nachwuchspreis 2012: Deutscher Filmpreis in der Kategorie Beste darstellerische Leistung – weibliche Hauptrolle für Kriegerin 2012: Nachwuchsdarstellerpreis beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern für Kriegerin 2012: Bambi in der Kategorie Schauspielerin national für Kriegerin 2013: Preis der deutschen Filmkritik 2012 in der Kategorie Beste Darstellerin für Kriegerin 2013: Nominierung für den Hessischen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Schauspielerin für Alaska Johansson

Weblinks

Alina Levshin bei der Agentur Klostermann & Thamm , Deutschlandradio Kultur vom 19. Januar 2012

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Tänzer (Deutschland) Kategorie:Darstellender Künstler (Berlin) Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Person (Odessa) Kategorie:Deutscher Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Frau Kategorie:Ukrainischer Emigrant in Deutschland