Monforte ist eine Kleinstadt (Vila) und ein Kreis (Concelho) in Portugal mit Einwohnern (Stand ). rechts|mini|Der zentrale Platz Praça da República Geschichte Eine Vielzahl Funde belegen eine vorgeschichtliche Besiedlung, insbesondere seit der Jungsteinzeit. Die Römer siedelten hier und befestigten den Ort. Aus der Zeit nach dem Einfall germanischer Stämme ab dem 5. Jahrhundert und der Eroberung des Gebietes durch die Araber ab dem frühen 8. Jahrhundert ist nicht viel über den Ort bekannt.
Nach einer ersten Eroberung durch König D.Afonso Henriques im Jahr 1139 eroberte König D.Afonso III. Monforte 1257 endgültig von den Mauren und gab dem Ort erste Stadtrechte. König D.Dinis ließ, vermutlich auf hier bestehenden Festungsresten, 1309 die Burg von Monforte errichten.
In der Revolution 1383 stand Monforte auf kastilischer Seite und widerstand einer Belagerung durch den durchziehenden Nuno Álvares Pereira. Der Ort erlitt jedoch keine Nachteile durch seine Haltung nach dem Sieg der Revolution und der somit gesicherten portugiesischen Unabhängigkeit, und Monforte behielt seine Rechte als Vila. König D.Manuel I. erneuerte die Stadtrechte 1512 im Zuge seiner Verwaltungsreform.
Im Restaurationskrieg (1640–1668) stattete der König des nun wieder unabhängigen Portugals, D.João IV., die Stadt mit verstärkten Befestigungen aus. Spanischen Truppen gelang 1662 dennoch die Eroberung der Stadt, die dabei einige Zerstörungen erlitt. Monforte verlor in der Folge an Bedeutung. Der eigenständige Kreis von Monforte wurde 1895 aufgelöst und Arronches angegliedert, war jedoch bereits 1898 wieder eigenständig. Nachdem man bereits 1889 einige Häuser im Ortskern zu Gunsten vergrößerter Plätze abgerissen hatte, erlebte die Stadt in den Jahren 1913 bis 1928 weitere Umgestaltungen. Grund waren die Enteignungen kirchlicher Güter nach der Ausrufung der Portugiesischen Republik 1910, die dann an private und kommunale Besitzer verkauft wurden. Dabei wurden größere Straßen angelegt, wozu man u. a. die Stadtmauer aufbrach.www.verportugal.net, abgerufen am 26. Juli 2013Die Geschichte der Stadt auf der Website der Kreisverwaltung, abgerufen am 26. Juli 2013 mini|links|Ausgrabungsstätte Torre de Palma
Kultur und Sehenswürdigkeiten Die Villa Lusitano Romana de Torre de Palma, die Ausgrabung einer römischen Villa, gilt als größte der Iberischen Halbinsel. Aus römischer Zeit stammt zudem eine Brücke.www.monumentos.pt, abgerufen am 26. Juli 2013 Weitere archäologische Sehenswürdigkeiten im Kreis sind eine Reihe Antas und andere urgeschichtliche Grabstätten. Zu den Baudenkmälern der Stadt zählen u. a. verschiedene Sakralbauten, historische Wohnhäuser und öffentliche Gebäude, die Stierkampfarena, die mittelalterliche Burg Castelo de Monforte,dito und der charakteristische Uhrturm Torre do relógio de Monforte aus dem 16. Jahrhundert.dito
Der historische Ortskern der Stadt steht zudem als Ganzes unter Denkmalschutz.dito
In der ehemaligen Kirche Igreja de Santa Maria Madalena ist das Stadtmuseum untergebracht, in dem insbesondere Fotografien und sakrale Exponate aus der Geschichte des Kreises zu sehen sind.Das Stadtmuseum auf der Website der Kreisverwaltung, abgerufen am 26. Juli 2013
Zur Hauptkirche des Ortes aus dem 18. Jh. gehört auch eine kleine Knochenkapelle, die kleinste ihrer Art in Portugal.6 capelas dos ossos em Portugal que pode visitar – „Sechs Beinhäuser, die Sie in Portugal besichtigen können“ , Artikel vom 24. Januar 2023 des Magazins Vortex, abgerufen am 30. April 2024
Verwaltung Kreis Monforte ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Crato, Portalegre, Arronches, Elvas, Borba, Estremoz, Fronteira sowie Alter do Chão.
Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Monforte: mini|hochkant=1.3|Kreis Monforte
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerzahl im Kreis Monforte (1801–2011) 1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2004 2011 2562 2618 5335 6829 7245 4281 3759 3393 3241 3329
Kommunaler Feiertag Ostermontag
Städtepartnerschaften : Lácara, Gemeinde Montijo, Provinz Badajoz : Mancomunidad de las Riberas del Tajo, Gemeinde La Alcarria, Provinz Guadalajarawww.anmp.pt, abgerufen am 26. Juli 2013
mini|António Sardinha Söhne und Töchter der Stadt António Sardinha (1887–1925), Schriftsteller und Politiker José Carlos Malato (* 1964), Fernsehmoderator
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