Hermann Steitz (* 25. Oktober 1904 in Mölschbacherhof, Zweibrücken; † 3. Juli 1982) war ein deutscher Bauernfunktionär und Politiker (CDU).

mini|Grabmal von Hermann und Thekla Steitz auf dem Websweiler Friedhof Steitz war Präsident der Landwirtschaftskammer für das Saarland und von 1956 bis 1974 Präsident des Bauernverbandes Saar. Er war Besitzer des Feilbacherhofes in Websweiler, den er zusammen mit seiner Frau Thekla, geborene Dessloch, bewirtschaftete. Seine Schwiegertochter ist die ehemalige Landtagsabgeordnete Christel Steitz.Helmut Steitz: 100 Jahre Websweiler. Homburg 1995

Politische Karriere Steitz trat zum 1. April 1932 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.120.258).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/42890568 Bereits im gleichen Jahr wurde er auch Mitglied der SS. 1935 folgte der Eintritt in die NSV. 1957 trat er der CDU bei. Zur Landtagswahl im Saarland 1960 wurde er über die Landesliste (Platz 2) gewählt. Der Landtag konstituierte sich im Januar 1961. Auch in der 5. Wahlperiode (1965–1970) saß Steitz für die CDU im Landtag des Saarlandes. In der Bundesversammlung 1964 nahm er für die CDU/CSU-Fraktion an der Wiederwahl Heinrich Lübkes zum Bundespräsidenten teil.

Ehrungen Steitz erhielt 1971 das Bundesverdienstkreuz 1. KlasseBadisches Landwirtschaftliches Wochenblatt, 139. Jahrgang 1971, 1. Halbjahr (Heft 1–26). und 1976 den Saarländischen Verdienstorden.

Literatur Maik Tändler (Bearbeiter): Hermann Steitz (Biografische Einzeldarstellung). In: Die NS-Belastung saarländischer Landtagsabgeordneter. Vorstudie und Forschungsempfehlungen. Friedrich-Schiller-Universität Jena. Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte (Prof. Dr. Norbert Frei), Jena 2016, S. 76 f. (online als PDF bei landtag-saar.de).

Weblinks

Belege

Kategorie:Landtagsabgeordneter (Saarland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Saarländischen Verdienstordens Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1982 Kategorie:Mann