Eduard Karl Friedrich Adolph von Polenz (* 3. August 1793 in Neudeck; † 1. November 1863 in Dresden) war ein sächsischer Beamter, Vorsteher der Königlichen Gewerbschule Chemnitz sowie Politiker.

Leben Der aus einer sächsischen Beamten- und Offiziersfamilie stammende Polenz war seit 1822 Vorsteher der Amtshauptmannschaft Chemnitz. Von 1838 bis 1841 übernahm er die Leitung der dortigen Gewerb- und Baugewerkenschule als Vorsteher. Anschließend trat Polenz als Geheimer Finanzrat in das Sächsische Ministerium des Innern ein.

1849/50 vertrat er den 58. Wahlkreis in der II. Kammer des Sächsischen Landtags. Dabei ist er als Geheimer Finanzrat in Dresden genannt.Statistisches Bureau im Ministerium des Innern (Hrsg.): Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1850, S. 47 Auf dem folgenden Landtag 1850/51 gehörte er der I. Landtagskammer als Bevollmächtigter der Schönburgischen Rezeßherrschaften an.Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. Dresden 2001, S. 48 Bereits hier wird er als „auf Oberforchheim“ angegeben. Auf den folgenden Landtagen bis 1854/55 war Polenz Abgeordneter der Rittergutsbesitzer des Erzgebirgischen Kreises in der II. Kammer.Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. Dresden 2001, S. 120 Jedoch ist unklar, ob er das Rittergut Oberforchheim tatsächlich besessen hat. Laut einer Besitzerauflistung in der Neuen Sächsischen Kirchengalerie war Mitte des 19. Jahrhunderts die Familie Trebra im Besitz des Guts.Neue Sächsische Kirchengalerie, Ephorie Marienberg, S. 249 Polenz besaß das Rittergut Halbendorf mit Geißlitz in der Oberlausitz.

Polenz heiratete am 5. Februar 1820 Mathilde Eckardine von Breitenbauch (1796–1877).Gothaisches genealogisches Taschenbuch der uradeligen Häuser, 1904, S. 613 Sein Sohn Maximilian von Polenz (1837–1907) war ebenfalls sächsischer Landtagsabgeordneter sowie Abgeordneter des Reichstags.

Polenz wurde 1838 zum Ritter des Sächsischen Verdienstordens ernannt.Statistisches Bureau im Ministerium des Innern (Hrsg.): Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1860. S. 17.

Weblinks tu-chemnitz.de: Kurzbiografie Eduard Karl Friedrich von Polenz Hans-Joachim Hermes, Wolfgang Lambrecht, Stephan Luther: Von der Kgl. Gewerbschule zur Technischen Universität. Die Entwicklung der höheren technischen Bildung in Chemnitz 1836-2003. Chemnitz, 2003, ISBN 3-00-012225-7

Einzelnachweise

Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen Kategorie:Rektor (Technische Universität Chemnitz) Kategorie:Amtshauptmann (Sachsen) Kategorie:Geheimer Finanzrat Kategorie:Politiker (Dresden) Kategorie:Ritter I. Klasse des Sächsischen Zivilverdienstordens Eduard Kategorie:Geboren 1792 Kategorie:Gestorben 1863 Kategorie:Mann