Der Kanton Guebwiller ist seit 1790 ein französischer Wahlkreis im Arrondissement Thann-Guebwiller, im Département Haut-Rhin und in der Region Grand Est.

Geschichte Der Kanton wurde am 4. März 1790 im Zuge der Einrichtung der Départements als Teil des damaligen „Distrikts Colmar“ gegründet.

Mit der Gründung der Arrondissements am 17. Februar 1800 wurde der Kanton als Teil des damaligen Arrondissements Colmar neu zugeschnitten.

Von 1871 bis 1919 war das Gebiet Teil des damaligen Kreises Gebweiler, zu dem es keine weitere Untergliederung gab.

Am 28. Juni 1919 wurde der Kanton Teil des Arrondissements Guebwiller.

Am 22. März 2015 wurde der Kanton in seinem Zuschnitt verändert und dabei deutlich vergrößert.Dekret Nr. 2014-207 des französischen Innenministeriums zur Neueinteilung der Kantone im Département Haut-Rhin

Siehe auch Geschichte Département Haut-Rhin und Geschichte Arrondissement Guebwiller.

Geografie Der Kanton grenzte bis 2014 im Norden an den Kanton Munster im Arrondissement Colmar, im Nordosten an den Kanton Rouffach, im Südosten und Süden an den Kanton Soultz-Haut-Rhin und im Westen an den Kanton Saint-Amarin im Arrondissement Thann.

Der heutige Kanton Guebwiller grenzt im Nordwesten und Norden an den Kanton Wintzenheim, im Osten an den Kanton Ensisheim, im Südosten an den Kanton Wittenheim sowie im Südwesten an den Kanton Cernay.

Keine der bisherigen Gemeinden des Kantons wechselte zu anderen Kantonen. Hinzu kamen sieben Gemeinden aus dem Kanton Soultz-Haut-Rhin (7 der 11 Gemeinden).

Gemeinden Der Kanton besteht aus 18 Gemeinden mit insgesamt Einwohnern (Stand: ) auf einer Gesamtfläche von km²:  Gemeinde  Elsässisch  Deutsch  Einwohner () Fläche (km²) Codepostal CodeInsee Bergholtz Bargholz Bergholz 68500 68029 Bergholtzzell Bargholzzàll Bergholzzell 68500 68030 Buhl Beel Bühl 68530 68058 Guebwiller Gawiller Gebweiler 68500 68112 Hartmannswiller Hàrtmànnswiller Hartmannsweiler 68500 68122 Issenheim Ìsene Isenheim 68500 68156 Jungholtz Jungholz Jungholz 68500 68159 Lautenbach Lütebàch Lautenbach 68610 68177 Lautenbachzell Lütebàchzall Lautenbachzell 68610 68178 Linthal Líntel Linthal 68610 68188 Merxheim Marxe Merxheim 68500 68203 Murbach Müerbe Murbach 68530 68229 Orschwihr Orschwihr Orschweier 68500 68250 Raedersheim Radersche Rädersheim 68190 68260 Rimbach-près-Guebwiller Rímbàch Rimbach 68500 68274 Rimbachzell Rímbàchzall Rimbachzell 68500 68276 Soultz-Haut-Rhin Sulz Sulz 68360 68315 Wuenheim Wüene Wünheim 68500 68381 Kanton Guebwiller Gawiller Gebweiler - 6807

Bis zur landesweiten Neuordnung der französischen Kantone im März 2015 gehörten zum Kanton Guebwiller die elf Gemeinden Bergholtz, Bergholtzzell, Buhl, Guebwiller, Lautenbach, Lautenbachzell, Linthal, Murbach, Orschwihr, Rimbach-près-Guebwiller und Rimbachzell. Sein Zuschnitt entsprach einer Fläche von 102,38 km2. Er besaß vor 2015 einen anderen INSEE-Code als heute, nämlich 6808.

Politik Im 1. Wahlgang am 22. März 2015 erreichte keines der fünf Wahlpaare die absolute Mehrheit. Bei der Stichwahl am 29. März 2015 gewann das Gespann Alain Grappe/Karine Pagliarulo (beide UD) gegen Sylvain Marcelli/Carine Zoller-Abraham (beide FN) mit einem Stimmenanteil von 58,35 % (Wahlbeteiligung:50,37 %).Wahlergebnis der beiden Wahlgänge

Seit 1945 hat der Kanton folgende Abgeordnete im Rat des Départements:

Vertreter im conseil général des DépartementsAmtszeitNamePartei1945–1961 Alfred Haedrich MRP1961–1976 François Throo MRP, danach Centre démocrate (CD)1976–1998 Charles Haby Union des démocrates pour la République (UDR), dann RPR und danach DVD1998–2011 Daniel Weber RPR, danach UMP2011–2015 Alain Grappe UMP2015– Alain GrappeKarine Pagliarulo Union de la droite

Einzelnachweise

Guebwiller Guebwiller