Alexander Liegl (* 21. Februar 1964 in Kirchseeon) ist ein deutscher Kabarettist, Schauspieler und Autor.
Werdegang Seine Karriere als Kabarettist begann Liegl 1989 im Landkreis Ebersberg als Mitglied der Gruppo di Valtorta. Unter seiner künstlerischen Leitung gewann das Ensemble mehrere bedeutende Auszeichnungen, darunter das Passauer Scharfrichterbeil (1990), den Salzburger Stier (1993) und den Deutschen Kleinkunstpreis (1995). Liegl wirkte auch als Autor des Ensembles. Seit der Auflösung der Gruppo di Valtorta entwickelte und realisierte Liegl weitere Bühnenprogramme.
2008 präsentierte Liegl zusammen mit Michael Altinger das Programm Platzende Hirsche.Unsere Lieblinge - Altinger und Liegl, Süddeutsche Zeitung, Regionalausgabe Ebersberg, 16. Oktober 2008 Im gleichen Jahr tourte Liegl mit Altinger und dem Programm Tote zählen keine Schafe.
Ab Ende 2009 betreute Liegl den Aufbau eines Schauspielensembles des aus dem Umfeld der Gruppo di Valtorta entstandenen Alten Kino Ebersberg. Unter der Regie von Matthias Kiefersauer brachte die Schauspielergruppe (Sebastian Winkler, Stefan Murr, Katharina Schwägerl und Ferdinand Schmidt-Modrow) zwischen 2010 und 2014 eine Neuinszenierung des Valtorta-Stückes MÖRD! – Keine Gnade für Hans Gummerer auf die Bühne.Start mit Valtorta Stück - Theater nach Art des Hauses, Süddeutsche Zeitungvgl. z. B. Die Premiere fand am 20. Februar 2010 statt.
Seit Juli 2023 hat er zusammen mit Michael Altinger den Podcast Rampensäue, frisch geschlachtet!
Gruppo di Valtorta Schnörz mich um, Du Schlippenglunz (1989) Niamatzo Blaamsepp! (1991) Hirnmitte – Szenen, schöner als der Tod (1992) Mörd! (1994) Dichtheit und Wartung (1996) Oberwasser – Der Tod kennt keine Verwandten. (1997) Parole 73 (2000)
Nach 2000 Die Tür mit den sieben Schlössern Ein Kultkrimi mit Schlagern aus den 60er Jahren. Frei bearbeitet von Alexander Liegl und Gabi Rothmüller. (2007) Platzende Hirsche (2009) Tote zählen keine Schafe (2006)
Film und Fernsehen (Auszüge) Nach seiner Zeit bei Valtorta entwickelte Liegl unter anderem das Drehbuch für Das große Hobeditzn.vgl. z. B. , z. B. unter Saarbrücker Zeitung, 5. Oktober 2007 Als Darsteller wirkte er seit 1994 in mehreren Filmproduktionen mit. Unter ihnen Wer früher stirbt ist länger tot (2006/2007), Wunderbare Tage (2002/2003), Anatomie (2000), Weihnachtsfieber (1997), Sieben Monde (1996–1998) und Looosers! (1994/1995).
1999: Anatomie 2000: Café Meineid 2001: Tatort – Im freien Fall 2002: Die Rückkehr 2002: Anatomie 2 2002: Wunderbare Tage 2005: Es ist ein Elch entsprungen 2005: Wer früher stirbt ist länger tot 2007: Das große Hobeditzn 2007: Beste Zeit 2008: Beste Gegend 2012: Was machen Frauen morgens um halb vier? 2013: Wer hat Angst vorm weißen Mann? 2016: Der Alte —Folge 400: Tödliche Ideale 2017: Falsche Siebziger 2018: München Mord: Die ganze Stadt ein Depp 2023: München Mord: Der gute Mann vom Herzogpark (Fernsehreihe) 2025: München Mord: Nix für Angsthasen (Fernsehreihe) 2026: München Mord: Die Stadt, die es nicht gibt (Fernsehreihe)
Sonstiges Gemeinsam mit Gabi Rothmüller, Andreas Giebel, Helmut Schleich und Manfred Kempinger ist Liegl Gründungsmitglied der OCCAMS, der Haustruppe des Münchner Lustspielhauses. 1999 Co-Autor für Rotz und Wasservgl. z. B. Abendzeitung München, 19. Mai 1999, z. B. unter 2003 Siegfried – Ein Germanical (Als Darsteller zusammen mit Severin Groebner, Manfred Tauchen und Gabi Rothmüller im Münchner Lustspielhaus) 2005 Männer ohne Grenzen Kabarett-Pilot mit Michael Altinger und Andreas Giebel 2005 Co-Autor für Helmut Schleichs Mutanfall (Audio-CD) 2007 Der verkaufte Großvater Neufassung mit Gabi Rothmüller für das Münchner Tollwood-Festival.vgl. . 2008 Co-Autor für Helmut Schleichs Helmut Schleich – Der allerletzte Held 2009 Leo und Luis (Autor, gemeinsam mit Gabi Rothmüller) 2010 Drei Werbefilme für die Bayerischen Staatsforste.Der Grantler im Wald - Kabarettist Alexander Liegl schimpft im Auftrag der Bayerischen Staatsforsten über die Unordnung der Natur, Süddeutsche Zeitung, Nr. 159, 14. Juli 2010, S. 45.
Liegl ist Vorsitzender des Alten Kino Ebersberg.
Kritiken
Auszeichnungen Valtorta 1989: Tollwood-Förderpreis 1990: Passauer Scharfrichterbeil 1991: Kleinkunstpreis St. Ingbert 1992: Obernburger Mühlstein 1993: Salzburger Stier 1995: Deutscher Kleinkunstpreis 1996: Förderpreis der Stadt München 1991, 1993, 1994: AZ-Stern der Woche der Abendzeitung
Nach 2000 Deutscher Kabarettpreis – Programmpreis 2007 (mit Michael Altinger)vgl. z. B. Deutscher Kabarettpreis für Altinger & Liegl und Marco Tschirpke
Weblinks
Platzende Hirsche (Webarchiv) Kabarett Valtorta 1983-2001
Einzelnachweise
Kategorie:Kabarettist (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Mann