Hirschhausen ist ein Stadtteil von Weilburg im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.
Geographie Das Dorf liegt, von Wald umgeben, im nordöstlichen Taunus (östlicher Hintertaunus), 5,4 km nordöstlich der Weilburger Kernstadt. Durch den Ort führt die Kreisstraße 412. Der Ort selbst liegt auf 248 bis 298 Metern Höhe, während das Gelände im Nordosten der Gemarkung auf bis zu 321 Meter ansteigt.
Nachbarorte sind Kubach (westlich), Drommershausen (nordwestlich), Philippstein (nordöstlich) und Bermbach (östlich). mini|rechts|Evangelische Kirche
Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Hirschhausen erfolgte unter dem Namen Herleshhusen im Jahr 1327.
Die achteckige Kirche wurde im Jahr 1763 errichtet. Im 18. Jahrhundert gehörte Hirschhausen zur Pfarrei Kubach. Da zu dieser Zeit Hirschhausen mit Kubach ein eigenständiges Kirchspiel bildete, das für die Besoldung des Pfarrers einen Beitrag in Naturalien liefern musste, wurde mit Kubach ein Fruchtlieferungsvertrag abgeschlossen, der erst im Jahr 1932 abgeändert wurde.
Westlich von Hirschhausen befinden sich die Mauerreste des ehemaligen Johanniter-Konvents und der Wallfahrtskirche Pfannstiel.
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Zum 31. Dezember 1970 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbstständigen Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen und die Stadt Weilburg auf freiwilliger Basis zur erweiterten Stadt Weilburg. Dadurch wurde Hirschhausen ein Stadtteil von Weilburg. Für die ehemals eigenständigen Gemeinden sowie für die Kernstadt wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Hirschhausen angehört(e):
vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Weilburg, Amt Weilburg ab 1806: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg ab 1816: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt HadamarAbtrennung der Justiz (Justizamt Weilburg) bis 1854. ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg ab 1867: Norddeutscher BundDer Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs., Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, OberlahnkreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Weilburg) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Oberlahnkreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Oberlahnkreis ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Oberlahnkreis, Stadt WeilburgAm 31. Dezember 1970 wurde Hirschhausen als Ortsbezirk in die Stadt Weilburg eingegliedert. ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg, Stadt Weilburg ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Landkreis Limburg-Weilburg, Stadt Weilburg
Bevölkerung Einwohnerentwicklung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Hirschhausen 651 Einwohner. Darunter waren 21 (3,2 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 123 Einwohner unter 18 Jahren, 258 zwischen 18 und 49, 126 zwischen 50 und 64 und 144 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 267 Haushalten. Davon waren 66 Singlehaushalte, 72 Paare ohne Kinder und 90 Paare mit Kindern, sowie 30 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 57 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 159 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Religionszugehörigkeit • 1885: 487 evangelische (= 99,19 %), 4 katholische (= 0,81 %) Einwohner • 1961: 515 evangelische (= 83,20 %), 95 römisch-katholische (= 15,35 %) Einwohner
Politik Ortsvorsteher ist nach der Kommunalwahl in Hessen 2021 Jürgen Engel.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Wildpark Südlich des Ortes befindet sich der Wildpark Tiergarten Weilburg.
Vereine Das Vereinsleben wird vom Karnevals-Club Hirschhausen e. V., vom Frauenchor „Eintracht“, von der im Jahr 1933 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Hirschhausen e. V. (seit 1. Mai 1975 mit ihrer Jugendfeuerwehr), vom Männergesangverein „Uhland“, vom TSV Hirschhausen e. V. sowie vom VdK-Ortsverein Hirschhausen geprägt.
Infrastruktur Seit dem Jahr 1933 sorgt die Freiwillige Feuerwehr Hirschhausen für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort. Es wird hier die städtische Kindertagesstätte „Sonnenschein“ betrieben. Es bestehen in Hirschhausen das Bürgerhaus in der Drommershäuser Straße, der Sportplatz, ein Kinderspielplatz sowie Wanderwege.
Weblinks
Stadtteil Hirschhausen. In: Webauftritt der Stadt Weilburg.
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Limburg-Weilburg Kategorie:Geographie (Weilburg) Kategorie:Komtursitz (Johanniterorden) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Limburg-Weilburg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1970 Kategorie:Ersterwähnung 1397